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VfB-Neuling Juan José Perea wandelt auf den Spuren seines Helden Falcao

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Von: Niklas Noack

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Im Trainingslager des VfB Stuttgart dreht Stürmer Juan José Perea seine Laufrunden.
Trainiert noch individuell: Muskelpaket Juan José Perea dreht im Trainingslager des VfB Stuttgart seine Runden. © IMAGO/Hansjürgen Britsch

Mit Juan José Perea hat sich der VfB Stuttgart mit einem flexiblen Offensivmann verstärkt. Im Trainingslager stellte sich der kolumbianische Neuzugang, dessen Vorbild der große Falcao ist, den Fragen der Journalisten.

Weiler-Simmerberg - Südamerikanern wird gerne nachgesagt, dass sie mit Deutschland fremdeln. Bei Juan José Perea scheint diese Gefahr gering zu sein. Der 22-jährige neue Stürmer des VfB Stuttgart hat den Wechsel aus dem griechischen Oberhaus in die Bundesliga bewusst forciert. „Am Ende der vergangenen Saison hatte ich viele Angebote, aber ich wollte immer in Deutschland spielen und beim VfB Stuttgart“, so Perea am Rande des VfB-Trainingslagers in Weiler-Simmerberg.

Die erste Berührung mit dem schwäbischen Klub hatte Perea früh. Im Alter von neun Jahren war der Kolumbianer gemeinsam mit seinem Onkel, der in Ludwigsburg lebt, bei einer Partie des VfB gegen die TSG 1899 Hoffenheim in der Mercedes-Benz Arena. „Ein schönes Erlebnis“, erinnert sich Perea, für den es damals der erste Stadionbesuch in Europa war.

Juan José Perea fühlt sich beim VfB Stuttgart pudelwohl

Dass sein Onkel nahe Stuttgart lebt, spielte bei Pereas Wechselentscheidung natürlich eine Rolle. Auf die Nähe seiner restlichen Familie muss der Youngster allerdings vorerst verzichten. Unter anderem seine Eltern leben in Kolumbien. Seine Freundin, eine Apothekerin, wohnt noch in Griechenland. „Ich hoffe, dass sie nachkommen kann“, lässt Perea durchblicken.

Dann fühlt es sich so an, als wäre man schon Ewigkeiten hier.

Juan José Perea, Stürmer des VfB Stuttgart

Lohnen könnte es sich. Denn der pfeilschnelle Kolumbianer, der für 2,2 Millionen Euro von PAS Ioannina an den Neckar kam, hat bei den Schwaben einen Vertrag bis 2026 unterschrieben und fühlt sich schon nach wenigen Tagen im Team gut aufgehoben. „Wenn du von Menschen umgeben bist, die offen sind, die dir Vertrauen schenken, dann fühlt es sich so an, als wäre man schon Ewigkeiten hier“, gerät der Stürmer ins Schwärmen. Einer seiner Vertrauenspersonen beim VfB ist Abwehrmann Konstantinos „Dinos“ Mavropanos, mit dem sich Perea auf Griechisch unterhalten kann. Er habe ihn in seiner Entscheidung bestärkt, nach Stuttgart zu wechseln, so der Kolumbianer.

VfB Stuttgart angelt sich mit Juan José Perea einen zweikampfstarken Stürmer

Menschlich bekommt der VfB mit Perea laut Sportdirektor Sven Mislintat einen „coolen Charakter“, der das Team bereichern werde. Und sportlich? Der Angreifer, der im Zentrum oder auf dem Flügel einsetzbar ist, sieht sich selbst als „schnell und zweikampfstark“. Vom kompakten und muskulären Körperbau her erinnert das Talent sogar etwas an den kolumbianischen Superstar Falcao. Ein Vergleich, der Perea stolz machen dürfte, denn Falcao ist sein großes Vorbild, dem er seit Kindesjahren nacheifert.

Fraglich ist nur, wann der schwäbische Neuzugang durchstarten kann. Aktuell trainiert Perea, der mit leichten Wadenproblemen zum VfB kam, individuell. Dem Spieler selbst kann es naturgemäß nicht schnell genug gehen. Am liebsten würde er schon am kommenden Samstag (16. Juli) beim Testkick gegen den FC Brentford zeigen, was in ihm steckt.

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