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Trainer-Killer FC Augsburg: Schlägt der Fluch des VfB Stuttgart wieder zu?

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Von: Nadja Pohr

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Ermedin Demirovic vom FC Augsburg
Ermedin Demirovic ist der Top-Torschütze beim FC Augsburg. Für den VfB Stuttgart kann es am Samstag ungemütlich werden. © Fotomontage BW24/IMAGO/Team 2

Der FC Augsburg im BW24-Format „Gegner im Fokus“: Die Augsburger haben schon einige VfB-Trainer auf dem Gewissen und könnten auch in dieser Saison wieder ungemütlich für den VfB Stuttgart werden.

Stuttgart - Auf den VfB Stuttgart und Interimscoach Michael Wimmer, der nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund eine Jobgarantie bis zur WM-Pause erhalten hatte, wartet mit dem FC Augsburg die nächste Hürde. Am Samstag (29. Oktober, 15.30 Uhr/Sky) muss Wimmer wieder die „richtigen Triggerpunkte bei der Mannschaft“ finden, wie es Sportdirektor Sven Mislintat kürzlich ausdrückte, um weiter aus dem Tabellenkeller zu kommen.

Doch einfach wird es sicher nicht, denn der FC Augsburg ist bei den Stuttgartern schon häufig zum Trainer-Killer geworden. 2013 scheiterte Bruno Labbadia an den Fuggerstädtern. 2014 war es Armin Veh, der nach einer 0:1-Niederlage aufgab. Alexander Zorniger wurde ein Jahr später das nächste Opfer. Zuletzt war es Markus Weinzierl, dem die Partie 2019 nach einer 0:6-Klatsche zum Verhängnis wurde. Es scheint gar ein Augsburg-Fluch auf dem VfB Stuttgart zu liegen.

Der FC Augsburg hat schon oft bewiesen, wie ungemütlich er sein kann

Der FC Augsburg zeigte in den vergangenen Spieltagen der Bundesliga zwar keine herausragenden Leistungen, wurde aber durch seine bisweilen ungemütliche Spielweise immer wieder zum Stolperstein für Top-Teams. Zuletzt musste sich die Mannschaft um Trainer Enrico Maaßen jedoch mit einem 3:3-Unentschieden gegen RB Leipzig zufriedengeben, nachdem sie bereits mit 3:0 in Führung lag. Generell sind die Augsburger besonders in der Anfangsphase stark. Im DFB-Pokal ärgerten sie den FC Bayern und gingen schon in der 9. Minute in Führung. Am Ende ging das Spiel dennoch mit 2:5 verloren. Bei ihrer Bundesliga-Begegnung gingen die drei Punkte jedoch nach Augsburg.

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Aktuell steht der FCA mit 14 Punkten auf Platz zwölf in der Tabelle. In der Karten-Tabelle liegt die Augsburg-Elf hingegen mit 37 Verwarnungen auf Platz eins in der Bundesliga - dicht gefolgt von Hertha BSC Berlin und dem VfB Stuttgart. Am Samstag wird unter anderem Links-Verteidiger Iago wegen einer Gelb-Rot-Sperre fehlen. In Carlos Gruezo, Elvis Rexhbecaj und Mergim Berisha sind gleich drei weitere Spieler gefährdet. FCA-Keeper Rafal Gikiewicz fällt wegen eines Blutergusses wohl auch an diesem Wochenende aus.

Wimmer will den Kampf gegen die „Männer-Mannschaft“ annehmen

VfB-Interimstrainer Michael Wimmer weiß um die Stärken der Augsburger - nicht zuletzt, weil er dort 2018/2019 auch schon als Co-Trainer agierte. Auf der Pressekonferenz beschreibt er die Fuggerstädter als „sehr gradlinig, sind sehr zielstrebig, sehr effizient“. Die „Männer-Mannschaft“ Augsburg, wie Wimmer sie bezeichnet haben soll, spiele sehr intensiv und zweikampfstark. „Wir müssen in erster Linie den Kampf annehmen, selber intensiv und aggressiv Fußball spielen“, erklärt er.

Ein Blick auf die Leistungsstatistik der Stuttgarter zeigt, dass eine intensivere Einstellung dringend notwendiger ist. In neun von elf Spielen in dieser Bundesligasaison ist der VfB weniger Kilometer gelaufen als der Gegner. „Da muss sich jeder an die eigene Nase fassen, mehr investieren. Dann sieht unser Spiel auch wieder anders aus“, äußerte Wimmer. Schlussendlich wird sich am Samstag zeigen, ob sich die Mannschaft aufrafft und damit den Schlüssel zum Erfolg findet.

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