1. bw24
  2. VfB Stuttgart

Dan-Axel Zagadou avanciert beim VfB Stuttgart trotz aller Widerstände zum Führungsspieler

Erstellt:

Von: Niklas Noack

Kommentare

Dan-Axel Zagadou vom VfB Stuttgart ist am Ball.
VfB-Abwehrmann Dan-Axel Zagadou soll für Stabilität in der Innenverteidigung sorgen. © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/IMAGO

Als Profi von Borussia Dortmund spielte sich Dan-Axel Zagadou ins Rampenlicht, konnte sich aber aufgrund vieler Verletzungen nicht durchsetzen. Beim VfB Stuttgart nimmt er einen neuen Anlauf.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart suchte im Sommer 2022 zunächst vergeblich nach einem weiteren Verteidiger. Sportdirektor Sven Mislintat wollte unbedingt Jakov Medic verpflichten, blitzte aber bei den Verantwortlichen des FC St. Pauli ab, die eine zu hohe Ablöse forderten. Nach dem Ende der Transferperiode gelang dem VfB dann der Coup und die Schwaben verpflichteten den vertragslosen Dan-Axel Zagadou, der aufgrund seiner Verletzungshistorie bei Borussia Dortmund keinen neuen Vertrag erhielt.

NameDan-Axel Zagadou
SpitznameDaxo
Geboren3. Juni 1999 in Créteil, Vorstadt von Paris
Körpergröße1,96 Meter
PositionAbwehrspieler (links, zentral)
AusbildungsvereinParis Saint-Germain

Dan-Axel Zagadou wurde vor dem VfB Stuttgart bei Paris Saint-Germain und Borussia Dortmund groß

Dan-Axel Zagadou wurde in einer Pariser Vorstadt in Créteil geboren. Dort begann der Franzose, dessen Eltern von der Elfenbeinküste stammen, auch das Fußballspielen. Fünf Jahre kickte er dort, bevor es ihn 2011 zu Paris Saint-Germain zog. Beim französischen Hauptstadtklub durchlief er die Jugendstationen und kam über die U17 sowie U19 zur 2. Mannschaft der Pariser.

Bei Paris Saint-Germain gelang Zagadou allerdings nicht der Durchbruch ins Starensemble, weshalb Borussia Dortmund eine Chance witterte, sich das Abwehrtalent zu schnappen. So wechselte der 1,96 Meter große Hüne 2017 ablösefrei in den Ruhrpott und unterschrieb einen Fünfjahresvertrag beim BVB.

Dan-Axel Zagadou feierte gegen den FC Bayern München sein Debüt für Borussia Dortmund

In Dortmund spielte Youngster Zagadou sofort eine Rolle. Unter dem damaligen BVB-Coach Peter Bosz, der nach einem knappen halben Jahr entlassen wurde, durfte er häufig von Beginn an ran. Sein Debüt feierte der Abwehrmann im Supercup gegen den FC Bayern München. In diesem obligatorisch ersten Pflichtspiel der Saison verlor der BVB nach dem Elfmeterschießen.

Unter Bosz spielte Zagadou als linker Verteidiger und erzielte gegen Hannover 96 sein erstes Bundesligator. Nach einer Ecke von Gonzalo Castro fiel das Leder Zagadou vor die Füße, der zum zwischenzeitlichen 1:1 einnetzte. Der BVB verlor dennoch mit 2:4 gegen Hannover, woran auch der Franzose seine Anteile hatte. Beim Stand von 2:2 flog Zagadou nach einer Notbremse mit Rot vom Platz.

Lucien Favre zog den verletzungsanfälligen Dan-Axel Zagadou beim BVB in die Innenverteidigung

Unter dem Dortmunder Interimstrainer Peter Stöger spielte Zagadou in der Rückrunde der Saison 2017/18 keine Rolle mehr. Im März zog sich der junge Verteidiger zusätzlich noch einen Muskelbündelriss zu. Im Sommer 2018 wurde dann Lucien Favre neuer Cheftrainer beim BVB und Zagadou rückte in die Innenverteidigung. Auf dieser Position stand der Hüne in der Saison 2018/19 immerhin 17 Mal auf dem Feld. Wenn er fit war, spielte er meistens. Eine Mittelfußprellung, muskuläre sowie Knieprobleme bremsten Zagadou allerdings mehrere Wochen aus.

Dan-Axel Zagadou: Abwehrspieler des BVB hat mit Knieverletzungen und Muskelfaserrissen zu kämpfen

In der Folgesaison saß er zunächst auf der Bank. Erst Ende November rutschte er wieder in die Startelf, da Coach Favre auf eine Dreierkette umstellte. Somit spielte er an der Seite von Manuel Akanji und Mats Hummels. Erneut kämpfte Zagadou jedoch mit seinem Verletzungspech. Er zog sich erst einen Außenbandriss zu, dann einen Muskelfaserriss.

Die Saison 2020/21 entwickelte sich für Zagadou zu einer Seuchenspielzeit. Nachdem er sich von einem Außenbandriss erholt hatte, zog er sich den nächsten Muskelfaserriss zu. Zum Ende der Saison fiel er erneut aufgrund einer Knie-OP aus, sodass er unter Trainer Edin Terzic nur vereinzelt zum Zuge kam. Dieses Verletzungspech zog sich auch durch die Folgesaison durch. Trotzdem kam Zagadou auf immerhin 15 Bundesligapartien, während Marco Rose auf der Dortmunder Trainerbank saß.

Beim VfB Stuttgart wagt Dan-Axel Zagadous den Neuanfang

Aufgrund der vielen Verletzungen blieb Zagadou der Durchbruch beim BVB verwehrt und die Dortmunder Bosse sahen für den jungen Innenverteidiger im Ruhrpott keine Zukunft mehr. So ließen sie den Vertrag auslaufen und Zagadou hielt sich mit einem Individualtrainer fit, weil er zunächst keinen neuen Verein fand.

Dann bekundete der VfB Stuttgart Interesse. Den Schwaben war es in der Transferperiode nicht gelungen, einen Innenverteidiger zu verpflichten, weshalb sich der Transfer des vertragslosen Zagadou anbot. Trainer Pellegrino Matarazzo sah den Defensivmann vor allem als linken Verteidiger, beziehungsweise als linken Halbverteidiger.

Der Coach schwärmte schon nach wenigen Tagen über Zagadous Charakter. Der Franzose könnte, sollte er fit bleiben, beim VfB zum Führungsspieler avancieren. Er hat einen Vertrag bis 2026.

Dan-Axel Zagadou spielte für die U-Nationalmannschaft Frankreichs

In der A-Nationalmannschaft von Frankreich kam Zagadou noch nicht zum Einsatz. Dafür war er 2016 mit der U17 bei der EM in Aserbaidschan und absolvierte dort in der Gruppenphase drei Partien. Frankreich schaffte es nicht in die K.o.-Runde. Bei der U20-WM 2019 in Polen war Zagadou sogar Kapitän und führte das Team bis ins Achtelfinale. Dort schied Frankreich gegen die USA aus.

Auch interessant

Kommentare