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Neue Rolle für Ex-VfB-Kapitän Gentner: Zuhören, beobachten und mit Spielern „auch mal über Privates sprechen“

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Von: Niklas Noack

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Christian Gentner will von Fabian Wohlgemuth, Sportdirektor beim VfB Stuttgart, lernen.
Christian Gentner (l.) will von VfB-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth lernen. © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/IMAGO

Christian Gentner hat seine Arbeit als Leiter der Lizenzspielerabteilung beim VfB Stuttgart aufgenommen. Im Trainingslager in Marbella erklärt er seine neue Rolle.

Marbella - Abstand vom Fußball brauchte Christian Gentner nicht wirklich, verrät er, als er am Freitagmorgen (6. Januar) am Rande des Trainingsplatzes im spanischen Marbella den Journalisten Rede und Antwort steht. Erstaunlicherweise könnte man sagen, denn immerhin hatte Gentner erst im November vergangenen Jahres beim FC Luzern seine aktive Karriere beendet und steht schon seit dem 1. Januar wieder beim VfB Stuttgart als Leiter der Lizenzspielerabteilung unter Vertrag.

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VfB Stuttgart: Christian Gentners neue Rolle vom Spielfeldrand

Allerdings, so Gentner, habe er bereits in der Schweiz etwas Distanz zum Geschäft gewonnen, da er dort seine Profizeit sehr bewusst ausklingen ließ. Einen Vorteil hinsichtlich seiner neuen Rolle hat der ehemalige Mittelfeldspieler jedenfalls schnell gefunden: Statt selbst auf dem Platz schwitzen zu müssen, kann Gentner den Profis in aller Ruhe dabei zusehen.

Zusehen ist sowieso das Stichwort. Denn Gentner sei an der Seite von Sportdirektor Fabian Wohlgemuth in einer „zuhörenden und beobachtenden Rolle“, wie er erklärt. Dabei wolle er zunächst so viel wie möglich aufsaugen, bevor er im Laufe der Zeit seine eigenen Stärken miteinbringt. Gentner: „Ich weiß selbst, dass ich einen Erfahrungsschatz aus meiner aktiven Karriere habe, aber trotzdem ein Quereinsteiger bin. Das muss man einordnen können.“

Gentners Herz schlägt für die VfB-Jugend

Gentners Aufgabenbereich beim VfB ist breitgefächert. Er soll nah an der Profimannschaft agieren und im Scoutingbereich sowie im Nachwuchsleistungszentrum seine Expertise einfließen lassen. Vor allem mit den Jugendspielern zu arbeiten, „die oben anklopfen“, ist für ihn eine Herzensangelegenheit. „Darauf lege ich wert“, sagte Gentner, der einst selbst im NLZ zum Profi heranwuchs.

In der aktuellen Kennenlernphase versucht der Ex-Fußballer, nach und nach ein Gespür für die Spieler zu bekommen, die den VfB in den kommenden Monaten vor dem Abstieg bewahren sollen. „Dafür ist das Trainingslager optimal, weil man sehr viel Zeit miteinander verbringt. Es ist doch ein Unterschied, ob man eine Mannschaft im Fernsehen beobachtet, oder ob man sie tagtäglich in ihren Gewohnheiten wahrnimmt.“ Für Taktisches sei er allerdings nicht der Ansprechpartner, so Gentner. Stattdessen wolle er unter anderem darauf achten, wie es den Spielern gehe und mit ihnen auch mal über Privates sprechen.

Sportlich hatte der Tabellensechzehnte zuletzt wenig Grund zur Freude. Trotzdem ist Gentner aber optimistisch, dass dem Team unter Neu-Coach Bruno Labbadia die Wende gelingt. Nicht zuletzt, weil er Labbadia selbst noch aus seiner aktiven Zeit beim VfB kennt: „Die Trainingsintensität, ich habe das selbst als Spieler unter Bruno erlebt, ist hoch. Sie ist sicher für viele jetzt auch eine Umstellung. Mein Eindruck ist aber, dass die Mannschaft zu hundert Prozent mitzieht.“

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