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VfB Stuttgart zu Gast bei Borussia Mönchengladbach: Die Defensive der Fohlen gleicht einem offenen Scheunentor

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Von: Nadja Pohr

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Christoph Kramer von Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach ist seit vier Wochen sieglos. Gegen den VfB Stuttgart muss die Mannschaft vor allem die Probleme in der Defensive in den Griff bekommen. © Fotomontag BW24/IMAGO/Uwe Kraft

Borussia Mönchengladbach im BW24-Format „Gegner im Fokus“: Die Gladbacher stecken in einer Negativserie fest. In den vergangenen sechs Spielen kassierte man mindestens zwei Gegentore. Gegen Stuttgart lautet die Devise deshalb: Zähne zusammenbeißen.

Mönchengladbach - Der VfB Stuttgart konnte am vergangenen Spieltag in den Schlussminuten gegen den FC Augsburg noch wichtige Punkte für sich gewinnen. Ausschlaggebend für den 2:1-Sieg war dabei der Kniff von Interimscoach Michael Wimmer, mit Serhou Guirassy und Luca Pfeiffer eine Doppelspitze zu bilden. Ob Wimmer für die kommende Partie am Freitag gegen Borussia Mönchengladbach (4. November, 20.30 Uhr/DAZN) wieder auf die beiden setzt, ließ er bei der Pressekonferenz noch offen.

Während die Stuttgarter sich nach und nach aus dem Tabellenkeller kämpfen, stecken die Gladbacher derzeit in einer Negativserie fest. Die Fohlen, die stark in die Saison gestartet sind, sind aus dem Tritt gekommen. Borussia-Trainer Daniel Farke zeigte sich nach der Niederlage gegen Union Berlin (1:2) dennoch weiterhin selbstbewusst. „Wir müssen die Zähne zusammenbeißen, kämpfen und schauen, dass wir bis zur WM-Pause noch so viele Punkte wie möglich holen“, sagte Farke nach dem Spiel. Dafür müssen die Gladbacher jedoch einige Probleme schnellstmöglich in den Griff bekommen.

Borussia Mönchengladbach hat ein Gegentorproblem - Yann Sommer fehlt auch gegen Stuttgart

Borussia Mönchengladbach ist seit vier Wochen sieglos. In der Bundesliga gab es gegen Union Berlin und Frankfurt zwei Niederlagen und gegen Wolfsburg ein Unentschieden. Im DFB-Pokal schied die Borussia gegen Zweitligist SV Darmstadt 98 aus (1:2). Noch bedenklicher dabei ist jedoch das Gegentorproblem der Gladbacher: In den vergangenen sechs Bundesliga-Partien kassierte die Mannschaft 16 Gegentreffer - immer mindestens zweimal klingelte es im Kasten der Fohlen. Die Defensive gleicht quasi einem offenen Scheunentor.

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Gladbachs Abwehrverhalten ist stark anfällig. „Ich finde, dass wir in der letzten halben Stunde extrem darum gebettelt haben, Gegentore zu kriegen“, gibt Christoph Kramer nach der Union-Niederlage zu. Schafft es Farke nicht, die Defensivarbeit seiner Mannschaft zu schärfen, könnte es also auch ein ereignisreiches Spiel gegen den VfB Stuttgart werden. Hinzu kommt, dass Stammtorhüter Yann Sommer (Bänderriss im Sprunggelenk) noch fehlt. Innenverteidiger Nico Elvedi ist krank und droht auszufallen. Jonas Hofmann kehrt dagegen zurück in den Kader, ebenso wie Kouadio Koné nach seiner abgesessenen Gelbsperre.

VfB-Interimstrainer Michael Wimmer: „Von Ergebnissen darf man sich nicht blenden lassen“

Die Stuttgarter reisen erst am Freitag nach Gladbach. VfB-Interimstrainer Michael Wimmer freut sich auf die Herausforderung im Borussia-Park. Zugleich warnt er davor, die Fohlen-Elf trotz ihrer aktuellen Krise zu unterschätzen. „Von Ergebnissen darf man sich nicht blenden lassen. Gladbach ist für mich eine Mannschaft mit einer sehr hohen individuellen Qualität“, sagt Wimmer. Er lobt darüber hinaus das Kurzpassspiel der Fohlen-Elf mit viel Ballbesitz und Dominanz.

Aus den Spielen gegen Dortmund und Augsburg hat der VfB-Coach seine Lehren gezogen: „Wir wollen unsere Idee durchziehen. Fakt ist, gegen Gladbach wollen wir kompakt und intensiv verteidigen. Das, was wir gegen Dortmund vermissen lassen und gegen Augsburg gut gemacht haben, wollen wir gegen Gladbach wieder machen.“ Mit dem Last-Minute-Sieg konnten die Stuttgarter noch einmal Selbstvertrauen tanken. Außerdem wissen die Schwaben bestens, wie es ist, in einer solchen Ergebnis-Krise zu stecken und könnten das zu ihren Gunsten nutzen.

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