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Verwundbare Dortmunder empfangen den VfB Stuttgart: BVB will raus aus dem Ergebnis-Loch

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Von: Nadja Pohr

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Gregor Kobel
BVB-Keeper Gregor Kobel, der früher für den VfB Stuttgart auflief, war zuletzt nicht fehlerfrei. Die Schwaben hoffen auf einen Patzer. © Fotomontage BW24/IMAGO/Treese

Borussia Dortmund im BW24-Format „Gegner im Fokus“: Der BVB kämpft gegen eine hohe Fehlerquote und braucht einen Sieg gegen den VfB Stuttgart, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verlieren.

Dortmund - Der VfB Stuttgart hat sich seinen Liga-Frust im DFB-Pokal gegen Arminia Bielefeld von der Seele geschossen. Mit einem fulminanten 6:0-Sieg zogen die Schwaben ins Achtelfinale ein. Und auch in der Bundesliga konnte man sich von der Sieglos-Serie am 10. Spieltag gegen den VfL Bochum befreien. Nun wartet am kommenden Samstag (22. Oktober, 15.30 Uhr/Sky) Borussia Dortmund auf die Stuttgarter.

Der BVB ist allemal ein vermeintlich stärkerer Gegner als die Tabellenschlusslichter der 1. und 2. Bundesliga, Bochum und Bielefeld. Allerdings zeigte sich die Mannschaft von Edin Terzic in den vergangenen Bundesligaspielen verwundbar. Für den VfB Stuttgart, dessen Knoten nach der Entlassung von Ex-Chefcoach Pellegrino Matarazzo geplatzt zu sein scheint, ist ein Sieg oder ein Unentschieden gegen die Borussen kein Ding der Unmöglichkeit.

Borussia Dortmund hat in der Bundesliga durch einige Patzer schon wichtige Punkte liegen gelassen

Borussia Dortmund ist immer wieder für eine Überraschung gut - und das im positiven wie im negativen Sinne. So verlor die Truppe aus dem Ruhrpott beispielsweise gegen den 1. FC Köln mit 2:3 und zuletzt gegen Tabellenführer Union Berlin (0:2). Gegen den FC Bayern München wiederum gelang im Topspiel in der Nachspielzeit noch der Ausgleich zum 2:2-Unentschieden. Und in der Champions League schlug man den FC Sevilla im Hinspiel mit 4:1. Im DFB-Pokal gewann der BVB zwar gegen Hannover (2:0), von Leichtigkeit war dabei jedoch nichts zu sehen.

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Durch einige Patzer haben die Dortmunder wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft liegen gelassen und sind in das Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle (Platz 8) abgerutscht. Der Favoritenrolle kann die Mannschaft des BVB oft nicht gerecht werden. Das sorgt auch in der Öffentlichkeit immer wieder für Diskussionen. Zuletzt äußerte sich Mats Hummels kritisch nach der Pleite gegen Union über die vielen Ballverluste und fiel damit seinen Kollegen in den Rücken.

Die Dortmunder werden sich für das Spiel gegen Stuttgart zusammenraufen müssen. Bei einer Niederlage oder einem Unentschieden würden sie immer mehr den Anschluss an die Tabellenspitze verlieren. Von Vorteil für die Borussen ist sicherlich, dass Ex-VfB-Profi und Torwart Gregor Kobel zurück ist - obwohl auch er zuletzt nicht fehlerfrei war. Ebenso könnte Kapitän Marco Reus zurück in Startelf rücken, jedoch nur, wenn er nach seiner Verletzung wieder vollständig fit ist. Anthony Modeste hat ebenfalls eine Chance, von Beginn an zu starten.

Die Fehlerquote bei Borussia Dortmund gibt dem VfB Stuttgart Hoffnung

Trotz aufkeimender Euphorie beim VfB halten sich die Schwaben bedeckt. Sportdirektor Sven Mislintat, der selbst elf Jahre bei Borussia Dortmund gearbeitet hat, weiß, wie schwer es werden kann. „80.000 im Westfalen-Stadion ist ein ganz anderes Kaliber“, sagte er. „Natürlich hilft es, zwei Spiele gewonnen zu haben, statt mit neun nicht-gewonnen dahinzufahren“, stellt er jedoch auch klar.

Die Stuttgarter freuen sich auf die Herausforderung und hoffen gleichzeitig, dass die Fehlerquote bei der Mannschaft von Edin Terzic hoch bleibt. „Ich ärgere mich, dass Greg (Gregor Kobel, Anm. d. Red.) nicht den Patzer gegen uns genommen hat, sondern gegen Union Berlin - das wäre mir lieber gewesen. Ich befürchte, dass er wieder so hält wie im letzten Heimspiel hier“, scherzt Mislintat über den ehemaligen VfB-Keeper.

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