1. bw24
  2. VfB Stuttgart

VfB Stuttgart will Atakan Karazor trotz Vergewaltigungsvorwurf nicht vergessen

Erstellt:

Von: Niklas Noack

Kommentare

Bei der Partie gegen den FC Bayern München zeigt sich Atakan Karazor vom VfB Stuttgart fassunglos.
Der VfB Stuttgart fühlt mit seinem Mittelfeldspieler Atakan Karazor, der wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs nach wie vor auf Ibiza in U-Haft sitzt. © Revierfoto/IMAGO

Atakan Karazor vom VfB Stuttgart sitzt wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung auf Ibiza in Untersuchungshaft. Jetzt äußerte sich der schwäbische Vorstandsboss Alexander Wehrle in der Causa.

Stuttgart - Im Fall um Atakan Karazor hält sich der VfB Stuttgart bedeckt. Doch in Vergessenheit gerät der Profi, der seit mehr als einem Monat auf der spanischen Insel Ibiza in Untersuchungshaft sitzt, bei den Schwaben nicht. So sagte der Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle am Rande des Trainingslagers im Allgäu: „Wir denken an den Jungen. Es ist aber auch ein laufendes Verfahren. Wir sollten nicht spekulieren, weil wir auch eine Verantwortung einem jungen Menschen gegenüber haben.“

Atakan Karazor kommuniziert mit dem VfB Stuttgart über seinen Berater

Mit dieser Schweige-Strategie will es der Klub vermeiden, das Verfahren „durch Aussagen, in die ein oder andere Richtung“ zu gefährden, so Wehrle weiter. Auch zum Wohlbefinden des Defensivspielers äußerte sich der VfB-Boss nur mit Vorsicht: „Ich bin nicht dafür geeignet, psychologische Ferngutachten zu machen, sondern ich glaube, das ist eine extrem schwierige Situation für jeden Menschen.“

Immerhin ließ Wehrle durchblicken, dass der Verein einen Plan ausgearbeitet habe, wie man mit dem Verteidiger in Zukunft umgehen werde. Der VfB stehe mit dem Berater Karazors in einem „intensiven Austausch“ und informiere diesen regelmäßig über die nächsten Schritte. Ob es dabei um eine Gehaltskürzung gehen könnte, ließ Stuttgarts Vorstandsvorsitzender offen: „Wir werden uns dazu nicht äußern!“

Atakan Karazor: Eine Zeugin stützt die Aussagen des Spielers vom VfB Stuttgart

Karazor sitzt seit dem 9. Juni in Untersuchungshaft. Eine 18-jährige Spanierin wirft ihm und einem gleichaltrigen Freund des Fußballers vor, sie nach einer gemeinsamen Partynacht vergewaltigt zu haben. Karazor selbst bestreitet den Vorwurf mit Vehemenz und spricht von einvernehmlichem Sex. Eine Partybegleitung entlastete den VfB-Star, indem sie behauptete, der Sex sei gewaltfrei gewesen.

Eine Klärung des Falls ist bislang nicht in Sicht. Bis dahin ist der VfB zum Zuschauen verdammt und fühlt sich dabei „wie ein Passagier“, so zuletzt Sportdirektor Sven Mislintat. Kein Wunder also, dass sich Vorstandschef Wehrle „zeitnah neue Erkenntnisse“ wünscht.

Auch interessant

Kommentare