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Angeschlagener Borna Sosa: Dass der VfB-Star nicht bei der Mannschaft weilt, wirft Fragen auf

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Von: Niklas Noack

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Borna Sosa vom VfB Stuttgart bei der Partie gegen den FC Augsburg in der Mercedes-Benz Arena.
VfB-Linksverteidiger Borna Sosa könnte Stuttgart in diesem Winter noch verlassen. © IMAGO/Hansjürgen Britsch

Der angeschlagene Borna Sosa arbeitet derzeit in München an seinem Comeback, statt sich bei der Mannschaft des VfB Stuttgart in Marbella für die Rückrunde fit zu machen. Warum eigentlich?

Marbella/Stuttgart - Bleibt Borna Sosa, oder geht er? Der linke Flügelspieler des VfB Stuttgart ist einer der wenigen, die bei den Schwaben für einen Abgang infrage kommen – und frisches Geld in die leeren Kassen spülen könnten. Das Problem: Der kroatische Nationalspieler, der bereits in der zurückliegenden Transferphase im Sommer 2022 mit mehreren europäischen Top-Teams in Verbindung gebracht wurde, kehrte mit Leistenproblemen von der WM in Katar zurück.

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VfB Stuttgart: Borna Sosas Gesundheit geht vor

Aufgrund der Verletzung ist Sosa auch erst gar nicht mit ins Stuttgarter Trainingslager nach Marbella gereist und weilt stattdessen bei einem Spezialarzt in München. Eine Entscheidung, die der VfB zwar gemeinsam mit dem Spieler getroffen hatte, die aber mitten im Abstiegskampf durchaus Fragen aufwirft. Sollte man im Hinblick auf Teambuilding nicht alle wichtigen Spieler beisammen haben? Wäre die ärztliche Behandlung, die der VfB in Marbella bieten kann, wirklich so viel schlechter?

Darauf angesprochen sagte Stuttgarts Sportdirektor Fabian Wohlgemuth gegenüber BW24: „Borna Sosa ist in bestmöglicher ärztlicher Behandlung. Die hat Priorität vor allem anderen. Ohne Frage hätten wir ihn gern auch schon im Trainingslager dabei gehabt. Aber seine vollständige gesundheitliche Wiederherstellung geht eben vor.“

VfB-Star Sosa kehrt bald nach Stuttgart zurück – Kann sich der VfB seinen Abgang sportlich leisten?

Sosa war in der bisherigen Saison einer der Leistungsträger beim VfB. Im Zuge der Gerüchte um einen möglichen Abgang des Kroaten stehen deshalb gleich mehrere Fragen im Raum: Könnte der VfB den Verlust Sosas in der aktuell schwierigen Situation sportlich überhaupt kompensieren? Oder wäre die Lücke, die sein Abgang hinterlassen würde, zu groß? Zuletzt wurde der japanische WM-Teilnehmer Hiroki Ito immer wieder als mögliche Alternative genannt. Im Testspiel gegen den FC Sion (3:0) beackerte außerdem Nikolas Nartey die linke Abwehrseite und überzeugte dabei defensiv und offensiv sogar mit einem Tor.

Aktuell hat man jedenfalls den Eindruck, dass man beim VfB über einen Wechsel Sosas nicht unglücklich wäre. Dass man mit dem Geld, das man mit einem Transfer einnehmen könnte, mehr anzufangen wüsste, als mit Sosa auf dem Platz. Dafür spricht außerdem, dass Trainer Bruno Labbadia auf eine klassische Viererkette setzt und ein defensiv stabilerer Linksverteidiger als Sosa besser ins System passen würde.

Dennoch bleibt die Frage, welcher Verein bereit wäre, das Risiko einzugehen, einen angeschlagenen Spieler zu verpflichten, und wie viel Geld dann tatsächlich dabei herausspringen würde. Am Dienstag (17. Januar) kehrt Sosa zunächst nach Stuttgart zurück.

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