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„Aggressives Umfeld“ und angebliche Rücktrittsdrohung von Präsident Vogt: VfB reagiert auf heftige Vorwürfe

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Von: Niklas Noack

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Die aus dem Vereinsbeirat zurückgetretenen Susanne Schosser und Martin Bizer haben Vorwürfe gegen Gremien sowie Präsident Claus Vogt erhoben. Jetzt meldet sich der Vereinsbeirat des VfB Stuttgart zu Wort.

Stuttgart - Hat Präsident Claus Vogt seinen Rücktritt angedroht? So lautet der Vorwurf des aus dem Vereinsbeirat zurückgetretenen Martin Bizer. Hintergrund soll der Umgang mit den angeblichen Satzungsverstößen bei den Beschäftigten André Bühler, Kai Engler und Marc Nicolai Schlecht sein. Ein Thema, das die Gremien zu spalten scheint.

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Ex-VfB-Vereinsbeirat Bizer: „Dass der Präsident (...) bei einem andersgearteten Urteil von seinem Amt zurücktreten will, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber“

Laut Bizer sei diese Thematik in den Hintergrund gerückt und sogar „instrumentalisiert“ worden, „um Vereinsbeiräte, die um weitere Aufklärung bemüht waren, als ‚Gefolgsleute‘ von angeblichen Gegnern des derzeitigen Präsidenten zu diffamieren, anstelle in aller Sachlichkeit eine Aufarbeitung in die Wege zu leiten.“

Doch in seiner Rücktrittserklärung wird Bizer noch deutlicher. Er schreibt: „Der Beschluss des Präsidiums, dass kein Satzungsverstoß vorliegt, ist von den Gremienmitgliedern zu akzeptieren und mitzutragen. Dass der Präsident für sich in Anspruch nimmt, diese Entscheidung zu verantworten und bei einem andersgearteten Urteil von seinem Amt zurücktreten will, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.“

Statement des VfB-Vereinsbeirat

Dieser Darstellung widerspricht der aktuelle Vereinsbeirat mit Vehemenz. In einer Stellungnahme zu den von Bizer formulierten Vorwürfen heißt es: „Claus Vogt hat auf der Klausurtagung am vergangenen Wochenende zu keinem Zeitpunkt mit Rücktritt gedroht. Deutlich treten wir auch den anderen Vorwürfen (fehlende Ehrlichkeit, Diffamierung, Bevormundung in der gremienübergreifenden Kontaktaufnahme, mangelnde Transparenz) entgegen. Präsidium und Vereinsbeirat sind kollegiale und demokratische Gremien, in denen Mehrheitsbeschlüsse Verbindlichkeit besitzen.“

VfB-Präsident Claus Vogt gerät immer mehr unter Druck.
VfB-Präsident Claus Vogt gerät immer mehr unter Druck. © Hansjürgen Britsch/IMAGO

Es kommt jedoch immer mehr an die Oberfläche, wie sehr die VfB-Gremien zerstritten sind. Ein Eindruck, der durch die Rücktrittserklärung der bisherigen Vereinsbeirätin Susanne Schosser nur noch bestärkt wird. Die spricht nämlich von einem teilweise „aggressiven Umfeld“. BW24 berichtete außerdem über das zerrüttete Verhältnis von VfB-Präsident Vogt und Aufsichtsrat Christian Riethmüller sowie einem Riss, der durch den Verein geht.

Im Gespräch mit unserer Redaktion spielte Vogt diese Thematik zuletzt herunter. So behauptete der Präsident, es handle sich um normale Meinungsverschiedenheiten und sprach von „Spekulationen, Gerüchten und Unwahrheiten“, die dem VfB nur schaden würden. Schaden tun die aktuellen Querelen dem VfB sicher. Denn ob es sich bei vielem von dem, was jetzt an die Öffentlichkeit gelangt, nur um Falschmeldungen handelt, darf derweil stark bezweifelt werden.

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