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Zahnpasta im Test 2023 – Discounter-Marken sorgen für Überraschung

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Von: Mona Sauter

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Strahlend weiß: So hätten viele Menschen ihre Zähne gern. Stiftung Warentest nahm jetzt 20 Zahnpasten genauer unter die Lupe. Eine äußerst günstige liegt ganz vorne:

Wer träumt nicht von strahlend weißen Zähnen? Das ist natürlich auch der Zahnpasta-Industrie bewusst. Viele Anbieter reichern ihre Produkte mit kritischem Titandioxid an. Ein Farbpigment, welches Zahnpasten in reinstem Weiß erstrahlen lässt. Richtig gelesen – die Zahncremes, nicht etwa die Zähne selbst! Da der Farbstoff dem Erbgut schaden kann, wurde er mittlerweile aus den Rezepturen vieler Hersteller verbannt. Auch die von Stiftung Warentest geprüften Zahncremes (Ausgabe 06/2023) sind alle frei von Titandioxid.

NameStiftung Warentest
ArtVerbrauchermagazin
SitzBerlin
Gründung4. Dezember 1964

Zahnpasta bei Stiftung Warentest: Ist Fluorid in Zahnpasta nötig?

Übrigens vergleicht Stiftung Warentest nicht zum ersten Mal Zahncremes miteinander. Bereits im vergangenen Jahr wurden verschiedene Zahnpasten auf Herz und Nieren geprüft. Schon damals wurde besonderes Augenmerk auf den Fluoridgehalt gelegt, denn Fluorid beugt Karies vor, indem es die Härtung des Zahnschmelzes fördert. Diese Schutzwirkung ist durch viele Studien belegt.

Obwohl viele Menschen fluoridhaltigen Pasten nicht trauen, gibt Stiftung Warentest Entwarnung: Da beim Zähneputzen nur geringe Mengen Fluorid aufgenommen werden, schadet es in diesem Fall nicht. Dass auch andere Stoffe vergleichbar gut vor Karies schützen, ist bisher nicht nachgewiesen. Im aktuellen Test enthalten alle Pasten das wichtige Fluorid. Übrigens entfielen 45 Prozent der Gesamtnote auf die Kariesprophylaxe. Übrigens können auch Hunde an Karies erkranken – für deren Zahnschutz sind allerdings andere Inhaltsstoffe entscheidend.

Stiftung Warentest vergleicht Zahnpasta: Eine günstige Zahncreme liegt ganz vorne

Die beste Zahncreme des aktuellen Tests ist Rossmann Prokudent für 69 Cent pro Tube. Für empfindliche Zähne eignet sich Netto Marken-Discount Diadent Zahngel für 65 Cent besser. Damit zählt sie, neben der Bevola Zahncreme von Kaufland, welche ebenfalls für 65 Cent pro Tube erhältlich ist und auch das Urteil „sehr gut“ erhält, zu den günstigsten im Test. Anders als beim Öko-Test vom März 2023 fielen keine Universal-Zahncremes durch.

Das Gesamtergebnis des Zahnpasta-Tests gibt es (kostenpflichtig) direkt bei Stiftung Warentest. Wenn wir schon beim Thema Hygiene sind: Öko-Test vergleicht in der aktuellen Ausgabe ihres „Test“-Magazins übrigens auch Duschgele.

Zahnpasta bei Stiftung Warentest: Von der Wirksamkeit bis zur Verpackung

30 Prozent der Gesamtnote entfielen auf die Entfernung von Verfärbungen. Für dieses Testverfahren werden Schmelzproben von Rinder-Schneidezähnen verwendet, da diese eine ähnliche Struktur haben wie menschliche Zähne. Die Reinigungswirkung einer Zahnpasta hängt teilweise mit der Höhe des Abriebs am Zahnbein zusammen. Außerdem wurde die Verpackung untersucht (10 Prozent). Genauer gesagt, ob sich die Tuben vollständig leeren lassen und ob sie gegen unbefugtes Öffnen geschützt sind.

Auch die Recyclingfähigkeit der Verpackung wurde genau unter die Lupe genommen. Des Weiteren spielten die Deklaration und die Werbeaussagen (15 Prozent der Gesamtnote) eine entscheidende Rolle. Geprüft wurde hier neben der Lesbarkeit und der Werbeaussagen, ob die Kennzeichnung der EU-Kosmetikverordnung entspricht. Zudem wurde ermittelt, ob über die normale Zahnpflege Wirkstoffe enthalten sind, die eine belegte, unterstützende Wirkung aufweisen. (mos)

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