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Winterreifen: Autofahrer können mit Trick viel Geld sparen

Ein Auto fährt durch den Schnee.
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Hat Ihr Winterreifen noch genügend Profil?
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Der Winter naht - und mit ihm glatte Straßen. Beim Umstieg auf Winterreifen sollten Verbraucher jedoch nicht zu leichtgläubig auf Empfehlungen der Werkstätten vertrauen.

Stuttgart - Deutschland steht aktuell kurz vor dem Wintereinbruch. Spätestens jetzt ist Zeit, sich auch um die Bereifung seines Autos Gedanken zu machen. Oft empfehlen Werkstätten, einen neuen Satz Winterreifen zu kaufen - und das, obwohl eine Erneuerung vielleicht noch gar nicht nötig ist. Mit einem einfachen Trick finden Autofahrer selbst heraus, ob sie wirklich neue Winterreifen brauchen.

Zunächst sollte man wissen, dass Winterreifen nur dann gültig sind, wenn sie das Schneeflocken-Symbol tragen. Das „M+S“-Symbol reicht seit einer Gesetzesänderung im Mai 2017 nicht mehr aus. Bis Dezember 2017 gekaufte Reifen können jedoch mit einer Übergangsfrist weiter genutzt werden. Experten empfehlen, die Winterreifen maximal acht Jahre zu nutzen und dann auszutauschen. Es gibt aber noch einen anderen Indikator, der anzeigt, ob die Reifen noch gut sind.

Winterreifen: Profiltiefe entscheidet, ob man noch sicher fährt

Problematisch an älteren Reifen ist, dass sich ihr Gummi zunehmend verhärtet und sie irgendwann abgefahren sind. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern. Der ADAC empfiehlt für optimale Sicherheit sogar eine Profiltiefe von mindestens 4 Millimetern bei Winterreifen. Aber wie kann man die Profiltiefe messen?

Chip.de hat gleich mehrere Tricks auf Lager, wie Autofahrer die Profiltiefe ihrer Winterreifen messen können. So gibt es zum einen spezielle Mess-Lineale, die an mehreren Stellen in die Rillen der Lauffläche geschoben werden. Genauso könne aber auch eine 1-Euro-Münze beim Messen helfen, deren Goldrand genau drei Millimeter dick ist. „Wenn der goldene Rand in der Lauffläche nicht mehr zu sehen ist, beträgt die Profiltiefe also mindestens drei Millimeter“, so Chip.de.

Winterreifen: „Tread Wear Indicator“ gibt Aufschluss über Reifenverschleiß

Aufschlüsse über den Zustand seiner Winterreifen erhält man außerdem über den „Tread Wear Indicator“ (Reifenverschleißanzeige). In den Rillen des Hauptprofils finden sich kleine Stege, meist quer zur Laufrichtung, in den Rillen des Hauptprofils. Um diese leichter zu finden, sind an den entsprechenden Stellen am Reifenrand meistens die Buchstaben TWI aufgedruckt. Wenn der Reifen so weit verschlissen ist, dass der Indikator mit dem Profil eine Ebene bildet, muss er ersetzt werden.

Wer in Deutschland trotz Eis und Schnee ohne Winterreifen unterwegs ist, dem droht nicht nur ein Bußgeld, wie tz.de* berichtet. So müssen Verweigerern auch mit Punkten in Flensburg sowie Konsequenzen beim Versicherungsschutz rechnen. Ein völlig absurder Vorfall ereignete sich Anfang des Jahres auf der Autobahn A2 bei Hamm: Dort bliebt ein Porschefahrer auf der verschneiten Autobahn stecken - angeblich, weil er sich keine Winterreifen leisten konnte. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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