Sternschnuppen-Hagel

Wetter in Baden-Württemberg: Himmels-Spektakel – Heute ist Sternschnuppen-Nacht

Im April ist ein Himmels-Spektakel zu bewundern, denn zahlreiche Sternschnuppen werden in Baden-Württemberg zu sehen sein. Wann man abends zu den Sternen schauen sollte:

„Wünsch Dir was“ – Sternschnuppen treffen bei Groß und Klein auf Bewunderung. Das Aufleuchten am Himmel ist nur wenige Sekunden zu sehen und ist deshalb für viele Menschen ein besonderes Ereignis. Im April sind Sternschnuppen in Baden-Württemberg besonders häufig zu sehen. In welcher Nacht die meisten leuchtenden Meteoren zu sehen sind, verrät HEIDELBERG24*. Auch wird ein Ausblick auf die beeindruckensten Himmels-Spektakel im gesamten Jahr geworfen.

Baden-Württemberg: Was sind Sternschuppen? Experte klärt auf

Doch zunächst einmal: Was ist eigentlich eine Sternschnuppe? Oft wird in diesem Zusammenhang von Asteroid, Meteoroid oder Meteor gesprochen – allerdings gibt es einige Unterschiede. Wenn kleine Gesteins- oder Staubteilchen in der Erdatmosphäre verglühen oder größere Meteorbrocken aufleuchten, spricht an von Sternschnuppen. „Die Leuchtstreifen, die mal mehr und mal weniger über den Nachthimmel ziehen, sind kleine Partikel aus dem Weltall, die in unserer Erdatmosphäre durch die Reibung an den Luftmolekülen der Erde verglühen. Sie sind nur mehrere Millimeter groß, können aber bis zu 70 Kilometer pro Sekunde schnell werden“, sagt Meteorologe und Astronomie-Experte Andreas Machalica in einer Pressemitteilung von Wetter.com.

Meteoroid, Meteor, Meteorit, Asteroid – das sind die Unterschiede:

  • Meteoroid: Kleine Objekte aus dem All, die verglühen, wenn sie in die Erdatmosphäre eintreten. Es handelt sich meist um Staubkörner, kleine Metall- oder Gesteinskörner. Pro Tag fallen etwa 10 Milliarden Meteoride in die Erdatmosphäre.
  • Meteor: Ein Meteor beziehungsweise Meteorschauer entsteht, wenn Meteoroiden verglühen. Meteor ist die Fachbezeichnung für Sternschnuppe.
  • Meteorit: Das ist der Teil eines Meteoroiden, der nicht vollständig verglüht und auf dem Boden aufschlägt.
  • Asteroid: Sie sind viel größer als Meteoroiden und können mehrere Hunderte Meter umfassen.

Himmels-Spektakel in Baden-Württemberg: An diesen Tagen sind die meisten Sternschnuppen zu sehen

Wer in Baden-Württemberg Sternschnuppen sehen will, der sollte sich die Woche vom 16. bis 25. April frei halten. Nach einem kurzen Winter-Einbruch im Südwesten* sind in dieser Zeit die sogenannte Lyriden-Sternschnuppen zu sehen. In jedem Frühling ist dieser Meteorstrom zu beobachten, der sogar weit vor unsere Zeitrechnung zu sehen war. „Meteorschauer kommen regelmäßig vor und es gibt bestimmte Tage im Jahr, in denen wir sehr viele Sternschnuppen beobachten können. Der Grund: Auf dem Weg, den die Erde um die Sonne zurücklegt, trifft sie immer wieder zur gleichen Zeit auf Staubspuren von Kometen. So können viele Partikel in die Erdatmosphäre eindringen“, erklärt Machalica. Zwar kennt man ungefähr die Bahn der Himmelskörper, an welcher Stelle aber genau die Sternschnuppen zu sehen sind, lässt sich nicht vorhersagen. In Baden-Württemberg sind die Lyriden-Sternschuppen besonders gut in der Nacht vom 22. auf den 23. April zu beobachten.

Wer an diesen Tagen keine Zeit hat, muss aber nicht lange auf die nächsten Sternschnuppen warten. Vom 25. April bis 28. Mai sind Eta-Aquariiden, also ein ein mittelstarker Meteorstrom, zu sehen.

Himmels-Spektakel in Baden-Württemberg: Ideale Bedingungen für Sternschnuppen

„Auf jeden Fall aber sollte man sich einen erhöhten, dunklen Ort suchen, an dem weder das Mondlicht noch künstliches Licht stört. Und dann ist Geduld gefragt“, so der Meteorologe. Am 22. April können aber bis zu 18 Sternschnuppen pro Stunde beobachtet werden. „Die besten Chancen hat man immer nach Mitternacht. Um gute Fotos zu machen, eignet sich eine Spiegelreflexkamera mit Stativ und kurzer Brennweite des Objektivs. So kann ein möglichst breiter Ausschnitt des Himmels eingefangen werden.“

Sternschnuppen und Mond-Finsternis – An diesen Tagen ereignen sich Himmels-Spektakel

  • 16. bis 25 April: Sternschnuppen – Der Lydriden-Meteorstrom ist zu sehen.
  • 27. April: Supermond – Der Mond ist der Erde besonders nah und wirkt deshalb sehr groß.
  • 25. April bis 28. Mai: Sternschnuppen – Eta-Aquariiden sorgen für ein weiteres Himmels-Spektakel.
  • 26. Mai: Supermond in Europa und Mond-Finsternis in den USA und Australien.
  • 10. Juni: Sonnenfinsternis – Gegen 10:12 Uhr wird der Mond teils die Sonne verdecken. Allerdings ist das Himmels-Spektakel nur bedingt in Deutschland zu sehen, in den USA dafür vollständig.
  • 21. Juni: Sommersonnenwende – Der längste Tag des Jahres.
  • 12. Juli bis 19. August: Sternschnuppen – Delta-Aquariden fliegen in die Erdatmosphäre
  • 9. bis 13. August: Sternschnuppen – Perseiden-Sternschnuppen erreichen ihr Maximum am 12. bis 13. August.
  • 19. November: Partielle Mondfinsternis – Der Mond ist fast im Schatten der Erde. Allerdings ist das Weltraum-Schauspiel in Europa nicht zu sehen.
  • 21. Dezember: Winteranfang – Der kürzeste Tag des Jahres.

Übrigens: Nach Meteoriten zu suchen, kann sehr lukrativ sein. Pro Jahr kommt es nur rund sieben Mal vor, dass die kleinen Steine aus dem All auch wirklich entdeckt werden. Die meisten landen im Meer oder in unbewohnten Gegenden. Aber auch ihr Alter macht die kleinen Steinchen so wertvoll, da sie das älteste Material sind, das überhaupt in unserem Sonnensystem zu finden ist. Im Mai 2020 wurde in der Sahara-Wüste ein Meteorit gefunden, der mindestens so alt ist wie unsere Erde, also 4,56 Milliarden Jahre.

Die Sahara-Wüste sorgt außerdem für ein Wetter-Phänomen: Der Saharastaub sorgt für beeindruckende Sonnenauf- und untergänge. Jährlich landen Tausend Tonnen des Staubs in Baden-Württemberg. (pm/jol) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA,

Rubriklistenbild: © Peter Komka

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