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Weihnachtsgeld nach Branche: In diesen Berufen sind über 5.000 Euro möglich

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Von: Jason Blaschke

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Ob und wie viel Weihnachtsgeld ein Arbeitnehmer bekommt, ist von Branche zu Branche unterschiedlich. In diesen Jobs sind mehrere tausend Euro möglich.

Stuttgart – Der Krieg in der Ukraine und die dadurch ausgelöste Energie- und Preiskrise in Deutschland belastet weiter viele Bürger – gerade jetzt, wo zusätzlich auch noch an die Heizkosten gedacht werden muss. Um die Verbraucher zu entlasten, hat die Ampel-Koalition insgesamt drei Entlastungspakete mit Finanzhilfen auf den Weg gebracht. Neben einem einmaligen Heizkostenzuschuss für Wohngeld-Berechtigte zählt dazu auch die steuerfreie 3.000 Euro Inflationsprämie.

Weihnachtsgeld in Deutschland: Wer einen Anspruch auf das Geld hat

Doch zum Ende eines Jahres kommt in vielen Branchen noch eine weitere Zahlung dazu: das Weihnachtsgeld. Und gerade in der aktuellen Situation kommt es vielen Arbeitnehmern sehr gelegen. Zu beachten ist, dass das Weihnachtsgeld eine rein freiwillige Leistung ist, die vom Arbeitgeber gewährt werden kann. Ein gesetzlicher Anspruch besteht nicht. Ein Anspruch kann sich aber in folgenden Fällen ergeben, wie das Nachrichtenportal Focus Online berichtet:

Trifft keiner der oben genannten Fälle zu, kann ein Arbeitnehmer bloß auf eine freiwillige Auszahlung vonseiten seines Arbeitgebers hoffen. Ob ein Unternehmen sonstige Bezüge wie das Weihnachtsgeld oder auch ein 13. Monatsgehalt gewährt, ist unterschiedlich. In einigen Branchen kann man jedoch festhalten, dass besonders viel Weihnachtsgeld gezahlt wird. Spitzenreiter ist Berichten von Capital.de zufolge die Branche „Kokerei und Mineralölverarbeitung“.

Weihnachtsgeld nach Branche: In diesen 10 Jobs gibt es am meisten

100 Prozent der Tarifbeschäftigten, die in der Öl- oder Kohleverarbeitung arbeiten, bekommen im Schnitt rund 5.650 Euro pro Jahr an Weihnachtsgeld ausbezahlt, berichtet Capital.de. Das entspricht schon einem zusätzlichen Monatsgehalt. Aber auch in anderen Berufen können sich Arbeitnehmer über ein Weihnachtsgeld freuen. In welchen 10 Jobs am meisten bezahlt wird, fasst die Tabelle zusammen, die auf Informationen von Focus Online und Capital.de beruht:

Job und BrancheWeihnachtsgeld (⌀)
Kokerei und Mineralölverarbeitung5.651 Euro
Chemieindustrie5.369 Euro
Energieversorgung5.171 Euro
Finanz- und Bankenwesen4.360 Euro
Wasserversorgung3.998 Euro
Versicherungswesen3.855 Euro
Grundstücks- und Wohnungswesen3.583 Euro
Gesundheitswesen3.332 Euro
Papierproduktion3.140 Euro
Rechts- und Steuerberatung2.808 Euro

Die in der Tabelle genannten Durchschnittswerte sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Zum Teil gibt es große Unterschiede – etwa nach Wohnort oder ob man in einem Unternehmen mit Tarifbindung arbeitet oder eben nicht. merkur.de hat sich das mittlere Weihnachtsgeld nach Bundesland angeschaut – und erstaunliches festgestellt. Spitzenreiter bezüglich Weihnachtsgeld sind die Arbeitnehmer in Hamburg mit im Schnitt 2.624 Euro.

Weihnachtsgeld fällt unter „sonstige Bezüge“ – Wie das Geld versteuert wird

Schlusslicht ist Brandenburg, wo im Schnitt nur 1.829 Euro Weihnachtsgeld pro Arbeitnehmer bezahlt wird. Grundsätzlich kann man festhalten, dass in den östlichen Bundesländern grundsätzlich weniger Weihnachtsgeld bezahlt wird, als im Westen. Somit sind die Faktoren Wohnort, Tarifbindung und Branche mit Blick auf das Weihnachtsgeld am entscheidendsten. Aber auch andere Merkmale – etwa die Größe eines Unternehmens – sind bei solchen Sonderzahlungen immer zu beachten.

Unabhängig davon, wie viel Weihnachtsgeld man bekommt, haben alle sonstigen Bezüge in der Gehaltsabrechnung eines gemein: Sie sind steuerpflichtig. Wie viel Lohnsteuer ein Arbeitnehmer bezahlen muss, bestimmt vorrangig die Steuerklasse. Und weil die sonstigen Bezüge in vielen Fällen Einmalzahlungen sind, zahlt man für sie oft mehr Lohnsteuer, als auf den normalen Arbeitslohn. Daher kann es sich lohnen, mit seinem Arbeitgeber über eine Inflationsprämie statt über ein Weihnachtsgeld zu sprechen.

Weihnachtsgeld als Inflationsprämie möglich? Was dabei beachtet werden muss

Doch Vorsicht, wenn im Arbeits- oder Tarifvertrag ein Weihnachtsgeld fest vereinbart ist, kann es nicht einfach als Inflationsprämie ausbezahlt werden. Von der Option profitieren somit alle jene Arbeitnehmer, bei denen das Weihnachtsgeld nicht fest definiert ist. Wer wissen möchte, wie viel Geld vom Gehalt inklusive sonstigen Bezügen nach Abzug der Steuer auf das Konto kommt, kann das Brutto- und Nettogehalt ganz einfach berechnen – noch schneller geht es mit kostenfreien Online-Tools.

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