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Experten schlagen Alarm: Mehrere Hundefutter-Produkte mit „mangelhaft“ bewertet

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Die Stiftung Warentest hat Nassfutter für ausgewachsene Hunde sowie Welpen untersucht. Statt bekannter Marken-Produkte überzeugen günstige Supermarkt-Marken.

Kassel – Hundefutter-Sorten gibt es mittlerweile viele. Sie sollen erwachsene Hunde und Welpen vor allem ausreichend mit Nährstoffen versorgen und keine schädlichen Zusatzstoffe enthalten. Doch welcher Hundefutter-Anbieter hat das beste Produkt? Stiftung Warentest hat 22 Nassfutter-Sorten für ausgewachsene Hunde und sechs für Welpen unter die Lupe genommen. Dabei kam heraus: Teuer ist nicht immer besser. Außerdem müssen sich Hundehalter auf Veränderungen beim Futterkauf einstellen: Einige Hundefutter-Hersteller haben mit Lieferengpässen zu kämpfen.

Mehr als die Hälfte der Futter-Sorten für ausgewachsene Hunde konnten aber überzeugen und bekamen von Stiftung Warentest die Bewertung „sehr gut“ oder „gut“. Die Testsieger sind zum größten Teil Produkte von Supermarkt- und Discount-Eigenmarken. Folgende Nassfutter-Sorten für ausgewachsene Hunde bewertet Stiftung Warentest mit „sehr gut“:

Hund: Stiftung Warentest nimmt Futter unter die Lupe

Stiftung Warentest hat das Hundefutter nach eigenen Angaben im Labor untersuchen lassen. Dabei sei bestimmt worden, wie viel Fett, Eiweiße, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente das Produkt enthalte. Der Test sei auf den Bedarf eines ausgewachsenen, mäßig aktiven Hundes mit einem Gewicht von 15 Kilogramm ausgerichtet worden. Außerdem sei überprüft worden, ob die Futter-Sorten Schadstoffe oder unerwünschte Bestandteile wie Horn, Federn oder Borsten enthielten. Da einige Hundefutter-Hersteller ihre Produkte als „getreidefrei“ und „ohne Zuckerzusatz“ betiteln, habe das Labor die Produkte auch dahingehend untersucht.

Nassfutter für Welpen im Test: Nur zwei von sechs Produkten konnten bei Stiftung Warentest überzeugen. Bei anderen fehlten Nährstoffe oder die Portionsangaben waren unpassend.
Nassfutter für Welpen im Test: Nur zwei von sechs Produkten konnten bei Stiftung Warentest überzeugen. Bei anderen fehlten Nährstoffe oder die Portionsangaben waren unpassend. © blickwinkel/Imago

Schadstoffe sind laut Angaben von Stiftung Warentest nicht festgestellt worden. Zwei Bio-Produkte wurden sogar nur mit „ausreichend“ bewertet: Die Fütterungsempfehlung passe nicht oder der Nährstoff-Gehalt konnte nicht überzeugen. Am schlechtesten schnitt das Hundefutter von Animonda Gran Carno ab: Es fehlen Phosphor, Linolsäure und Magnesium – wichtige Nährstoffe für Hunde. Das sind die drei Hundefutter-Sorten mit dem schlechtesten Testergebnis:

Nassfutter-ProduktBewertung von Stiftung Warentest
Mac's: Hühnchen & Lammausreichend
Wildes Land: Adult, Bio Huhn mit Kürbis & Zucchini (Bio)ausreichend
Animonda Gran Carno: Adult, Rind + Herzmangelhaft

Experten warnen: Hundefutter für Welpen enthält nicht genügend Nährstoffe

Junge Hunde brauchen besondere Aufmerksamkeit, sei es beim Futter oder wenn Welpen in ein neues Zuhause kommen. Doch beim Welpenfutter fiel das Testergebnis deutlich schlechter als beim Adult-Futter aus: Nur zwei Produkte wurden als „gut“ ausgezeichnet. Von zwei Nassfutter-Sorten raten die Experten von Stiftung Warentest ab, sie schnitten mit „mangelhaft“ ab. Das betrifft das Nassfutter von Fressnapf, Premiere Meati mit Huhn, Junior und das Welpenfutter von Zooroyal, Junior, mit Lamm & Kalb mit 70 % Fleisch und Innereien. Der Grund: Die Herstellerangaben auf der Verpackung. Die empfohlenen Rationen seien unpassend, dem Futter fehle es auch an wichtigen Nährstoffen. Doch besonders für Welpen ist das richtige Futter enorm wichtig.

Das Futter sollte laut Stiftung Warentest dazu beitragen, viel Gewebe und starke Knochen innerhalb kurzer Zeit zu bilden. Welpenfutter sollte hochwertiges Eiweiß und ausreichende Mengen an Kalzium, Phosphor, Kupfer und Zink enthalten. Das sind die beiden Testsieger (mit „gut“ bewertet) beim Welpenfutter:

Nicht nur der Nährstoff-Gehalt sei für Welpen wichtig, sondern auch die Menge des Futters. Junge Hunde dürfen laut Informationen von Stiftung Warentest nicht zu viel fressen, sonst werden sie zu schnell groß. Dabei könne es vorkommen, dass die Knochen nicht genug mineralisieren und nicht so stark würden. Nicht nur auf das richtige Futter sollten Hundehalter und -halterinnen achten, sondern auch auf die neue Tierschutz-Hundeverordnung.(Natascha Terjung)

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