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Aldi, Edeka, Rewe & Co.: Reaktion auf Ukraine-Krieg – Sortiment wird angepasst

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Von: Samira Müller, Sarah Neumeyer

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Rewe nimmt als Reaktion auf den Ukraine-Krieg russische Produkte aus dem Sortiment.
Rewe nimmt als Reaktion auf den Ukraine-Krieg russische Produkte aus dem Sortiment. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Supermärkte und Discounter wie Aldi, Rewe, Edeka und Netto reagieren auf den Ukraine-Krieg. Einige Produkte werden aus den Regalen verbannt.

Update vom Dienstag, 01.03.2022, 16.47 Uhr: Nachdem der Discounter Netto bereits angekündigt hatte, russische Produkte aus den Regalen zu verbannen, ziehen nun weitere Supermarkt-Ketten nach. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hervor. Der Handelsriese Rewe* kündigte am Dienstag an, er werde für „Rewe und Penny in Deutschland Lebensmittel, die in Russland produziert werden, auf zentraler Ebene auslisten“. Diese Artikel würden nicht mehr bestellt. Noch in den Lagern und Märkten vorhandene Bestände würden aber nicht vernichtet, sondern befänden sich derzeit noch im Verkauf oder würden im Laufe der Zeit den Tafel-Organisationen oder ähnlichen Initiativen zur Verfügung gestellt.

Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka ist dabei, sein Warenangebot zu überprüfen. „Wir unterstützen alle Sanktionen, die von der EU und der Bundesregierung auf den Weg gebracht wurden und werden. Deshalb ermitteln wir bereits, ob und in welchem Umfang wir Produkte aus Russland bzw. von Unternehmen, die in Händen russischer Oligarchen sind, in unserem Sortiment führen“, teilte der Handelsriese mit.

Aldi, Edeka und Rewe ziehen nach – Produkte aus Russland werden aus Sortiment genommen

Die Edeka-Zentrale, die für den nationalen Einkauf verantwortlich ist, führe bereits seit längerer Zeit keine aktiven Geschäftsbeziehungen zu Herstellern mit Sitz in Russland. Doch könne aktuell nicht ausgeschlossen werden, dass von selbstständigen Edeka-Kaufleuten einzelne Artikel auf regionaler oder lokaler Ebene angeboten würden. Die Kaufleute gestalten das Sortiment ihrer Märkte eigenständig.

Der Discounter Aldi Süd* berichtete, er habe bislang nur einen Artikel aus Russland im Angebot gehabt: Wodka in der 0,7-Liter-Flasche. „Wir haben entschieden, den Artikel auf unbestimmte Zeit auszulisten.“ Das Unternehmen wolle damit in der aktuellen Situation ein Zeichen setzen. Auch das Schwesterunternehmen Aldi Nord* verbannte Schnaps aus Russland aus den Regalen. „Unsere Gedanken sind bei allen Menschen, die unter Krieg und Gewalt leiden“, betonte Aldi Nord. Zuvor hatte bereits die vor allem in Norden und Osten Deutschlands vertretene Discounterkette Netto einen Boykott russischer Waren angekündigt.

Ukraine-Krieg: Netto mit plötzlicher Änderung – Aldi, Rewe und Edeka ziehen nach

Erstmeldung vom Dienstag, 01.03.2022, 11.31 Uhr: Kassel – Der Angriff von Russland auf die Ukraine dauert bereits mehrere Tage. Aus Protest gegen den Krieg im Ukraine-Konflikt* boykottiert die Discounterkette Netto nun alle russischen Produkte, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mitteilte. Damit folgt die in Stavenhagen ansässige Tochtergesellschaft der dänischen Salling Group (Brabrand) dem Mutterkonzern.

Alle Produkte, die in Russland hergestellt wurden, werden aus den Regalen genommen, wie eine Sprecherin am Montag (28.02.2022) mitteilte. Das betreffe bei der Discounterkette Netto, die vor allem im Norden und Osten Deutschlands vertreten ist, etwa 15 Artikel. Darunter befinden sich Süßwaren, Fertiggerichte sowie Spirituosen wie Wodka.

Boykott russischer Produkte wegen Ukraine-Konflikt: 15 Artikel aus Regalen genommen

Nach eigenen Angabe betreibt Netto etwa 340 Märkte in acht deutschen Bundesländern. Etwa 6000 Mitarbeiter beschäftigt der Discounter. Es gibt auch Märkte in Dänemark und Polen.

Netto hat die Markenfarben Schwarz und Gelb und einen Hund als Symbol. Er darf nicht verwechselt werden mit dem größeren Netto Marken-Discount mit Sitz in Bayern, der die Farben Rot und Gelb hat.

Netto
Gründung1981
HauptsitzKøge, Dänemark
DachorganisationSalling Group

Netto nimmt russische Produkte aus den Regalen: Unterstützt ukrainische Flüchtlinge

„Die Situation in der Ukraine und die grausamen Bilder des Krieges gehen uns alle an“, sagte Henrik Vinther Olesen, Kommunikationsdirektor der Salling Group. Die Firma unterstütze in Polen die Caritas mit Grundversorgungsgütern für ukrainische Flüchtlinge.

Auch Lidl hatte bereits angekündigt, den Import russischer Waren auszusetzen*. (Samira Müller mit dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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