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Schön cool bleiben: Tipps für Abkühlung im Sommer

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Von: Franziska Vystrcil

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Frau mit Sonnenbrille trinkt aus einer Wasserflasche
Viel trinken ist nur eine von vielen Maßnahmen, die für Abkühlung sorgen. © Julian Stähle/dpa

Draußen sind die Temperaturen unerträglich, drinnen findet man oftmals auch keine Zuflucht vor der Hitze. Diese Tricks sorgen im Handumdrehen für Abkühlung.

Stuttgart - Kommt der Sommer beim Wetter in Deutschland mal so richtig in Schwung, ist jede Abkühlung recht. Temperaturen über 25 Grad und Sonne satt sind zwar etwas Schönes - aber nur solange, bis man anfängt zu schwitzen, der Kreislauf schwächelt oder Kopfschmerzen die Folge sind.

Unterwegs oder bei der Arbeit kann man allerdings nicht mal eben unter die Dusche springen, damit die Temperaturen besser zu ertragen sind. Doch es gibt genug Wege und Mittel, um cool zu bleiben. Diese Tipps bringen ganz leicht Linderung bei Sommerhitze.

Erfrischungs-Irrtum: Eiskalte Dusche und Getränke sorgen nicht für Abkühlung

Schon die Eltern haben es in der Kindheit gepredigt: Ist es draußen heiß, sollte man viel trinken. Logisch, denn durch die Hitze verliert der Körper, etwa durch Schwitzen, Wasser und Minerale. Bei hohen Temperaturen gilt: Mindestens zwei Liter am Tag trinken. Wer sich körperlich betätigt oder Sport macht, sollte am besten noch mehr trinken; drei bis vier Liter benötigt der Körper dann. Die meisten machen im Sommer einen entscheidenden Fehler: Eisgekühlte Getränke haben den gegenteiligen Effekt. Anstatt den Körper herunterzukühlen, sorgen die kalten Getränke dafür, dass der Körper mehr Energie benötigt. Denn der Organismus muss die kühle Flüssigkeit auf Körpertemperatur bringen, ehe er sie verdaut. Der damit einhergehende Energieaufwand wärmt den Körper jedoch zusätzlich.

Auch Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke, wie etwa Cola, aber auch süße und zuckerhaltige Getränke sollten bei hohen Temperaturen vermieden werden. Koffein und Zucker geben zwar kurzzeitig einen Energieschub, doch der Kreislauf sackt später noch weiter ab. Vor allem bei Hitze kann das gefährlich werden. Und von schweißtreibenden Temperaturen könnten wir dieses Jahr noch einige abbekommen: Eine Wetter-Expertin kündigte „neue Rekorde und Hitzewellen“ an.

Nicht nur das richtige Trinken, sondern auch das Essen kann beeinflussen, wie warm oder kalt uns ist. Leichte, wasserhaltige Gerichte und Speisen, wie etwa Wassermelonen, belasten den Körper weniger und erfrischen ihn zusätzlich. Auch mineralstoffreiches Essen wie Salat hilft bei hohen Temperaturen. Das Natrium in solchen Speisen gleicht die Flüssigkeitsbalance im Körper wieder aus.

Bei Hitze richtig duschen: So verschafft Wasser Linderung

Eine eiskalte Dusche hat wie auch zu kalte Getränke ebenfalls einen gegenteiligen Effekt. Das kalte Wasser sorgt nur im ersten Moment für die erhoffte Abkühlung. Der Körper muss wieder mehr Energie aufwenden, um sich zu erwärmen. Außerdem öffnet das kalte Wasser langfristig die Poren. Dadurch schwitzt man anschließend noch mehr. Daher gilt: lauwarm duschen ist effektiver und sorgt dennoch für Erfrischung. Wer sich danach nicht ganz abtrocknet, sondern die Haut an der Luft trocknen lässt, spürt ebenfalls eine Erfrischung. Das verdunstende Wasser hat einen kühlenden Effekt.

Wer eine Badewanne hat, kann auch diese zur Erfrischung nutzen. Lauwarmes Wasser einlaufen lassen und während dem Baden immer wieder kaltes Wasser einlaufen lassen. Wird es zu frisch, aus der Wanne steigen. Solch ein sogenanntes „absteigendes Bad“ hilft dem Körper, langsam abzukühlen, ohne dabei gegen die Kälte zu kämpfen und sich wieder aufzuheizen.

Auch beim Haarewaschen kann man dem Körper Erfrischung verschaffen. Einfach ein paar Tropfen Teebaumöl zum Shampoo geben. Das Öl kühlt die Kopfhaut über den gesamten Tag hinweg. Wem das zu viel Aufwand ist und wer es den ganzen Tag über kühl in der Wohnung haben möchte, kann auch zu Klimageräten greifen. Die müssen nicht einmal teuer sein. Im Test konnten günstige Klimageräte überzeugen.

Umfunktionierte Wärmflasche: Kühlflasche für die Nacht

Nicht nur Teebaumöl, auch andere ätherische Öle kühlen. In vielen Ölen ist Menthol enthalten, das Öl der Pfefferminze. Ähnlich wie bei Mentholkaugummis wirkt auch das Öl auf den Körper. Schon beim Auftragen auf die Haut fühlt es sich angenehm kühl an.

Kaltes Wasser auf den Handgelenken kann hingegen bei Hitze eine wahre Wohltat sein. Die Venen und Arterien sind an dieser Stelle nur von einer dünnen und wenig isolierenden Hautschicht umgeben. Durch das kalte Wasser wird das im Körper zirkulierende Blut schnell gekühlt. Dafür einfach Kniekehlen, Handgelenke und Schläfen einreiben und bei Bedarf über den Tag hinweg wiederholen.

Ist es draußen heiß, heizen sich auch Haus und Wohnung auf. Mit einigen Tricks kann man die Wohnung kühl halten. Ist die warme Luft jedoch einmal in der Wohnung, ist es nur schwer, die Luft wieder kühl zu kriegen. Vor allem nachts kann das für schlaflose Nächte sorgen. Hier kann eine umfunktionierte Wärmflasche helfen. Anstatt heißes Wasser hineinzufüllen, kommt kaltes Wasser hinein. Da die Flasche gut isoliert ist, hält sich die Kälte lange darin. Mit der Kühlflasche im Bett werden die Nächte wieder angenehmer.

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