1. bw24
  2. Verbraucher

Spar-Maßnahmen bei Supermarkten: Änderungen bei Beleuchtung, Kühltheken, Bewegungssensoren

Erstellt:

Von: Lena Zschirpe

Kommentare

Die Energiekrise trifft nicht nur Verbraucher, sondern auch die Supermärkte. Bei Lidl, Edeka und Rewe hat die Krise für Kunden also gleich doppelte Auswirkungen. 

Dortmund – Strom und Gas sparen muss ab September jeder – und zwar nicht nur einzelne Verbraucher, sondern auch Firmen. Supermärkte wie Rewe, Edeka und Lidl setzen ebenfalls noch vor dem Winter auf Sparmaßnahmen. Anfang Oktober sollen wichtige Änderungen in Kraft treten, die dann auch Verbraucher deutschlandweit betreffen.

SupermarktRewe
Gründungsjahr1927
HauptsitzKöln, Deutschland

Rewe, Edeka und Lidl wollen Strom sparen: Beleuchtung soll aus bleiben

Dabei ist nicht alles eine freiwillige Maßnahme der Supermärkte und Discounter. Einige Punkte sind im Energiesicherungsgesetz verankert. Dieses soll im Krisenfall die Versorgungssicherheit gewährleisten, wie Focus berichtet.

So wollen Aldi, Edeka und Co. ab Oktober auf die Außenbeleuchtung der Filialen verzichten, wenn diese nicht geöffnet sind. Das Gleiche gilt für etwaige Werbetafeln auf Parkplätzen. Auch in Schaufenstern soll die Beleuchtung nicht die ganze Nacht über eingeschaltet sein, wie RUHR24 berichtet.

Zwar darf diese weiterhin bei Einbruch der Dunkelheit in Betrieb genommen, aber spätestens innerhalb von fünf Stunden wieder abgeschaltet werden. Einen Überblick über die Maßnahmen zum Energiesparen ab 1. September gibt echo24.

Rewe und Aldi stellen Pläne vor: Weitere Energie-Sparmaßnahmen möglich

Aber es gibt noch weitere Überlegungen, die dann auch Kunden direkt beim Einkauf betreffen. Laut Focus könnte etwa die Heizung in den Filialen runtergedreht werden. Die Durchschnittstemperatur soll um mindestens zwei Grad verringert werden. Die Sparvorgaben sollen auf diesem Weg voll ausgeschöpft werden, ohne die Gesundheit der Kunden und Beschäftigten zu gefährden.

Der Unternehmenssprecher von Aldi Nord bestätigte gegenüber Focus, dass „laufend weitere Einsparpotenziale geprüft“ würden. Die Rewe Group beschäftigt derzeit sogar sogenannte Energiebeauftragte in den Filialen. Diese sollen vor allem die Beschäftigten über mögliche Sparmaßnahmen informieren und sensibilisieren. Derweil berichtet heidelberg24 über Möglichkeiten zum Geld und Gas sparen im Haushalt.

Änderungen für Kunden: Supermärkte bauen wegen Energiekrise um

Edeka geht zum Sparen von Energie noch drastischer vor. Der Supermarkt hat angekündigt, keine Aktionsfläche mehr im Eingangsbereich platzieren zu wollen. So soll verhindert werden, dass die Schiebetüren sich unnötigerweise öffnen. Auch Geschäfte in Dortmund wollen ihre Türen geschlossen halten.

Supermarkt Tiefkühlprodukte
Die Kühltruhen bei Supermärkten sollten schnell geschlossen werden, um Energie zu sparen. © Sven Hoppe/dpa

Die Bewegungssensoren bei Edeka sollen ebenfalls anders eingestellt werden – die Türen sollen sich schneller öffnen und schließen, damit möglichst wenig Wärme aus dem Gebäude entweicht. Umgekehrt gelangt so weniger kalte Luft in den Supermarkt.

Doch auch Kunden werden gebeten, ihren Teil im Supermarkt beizutragen. So sollen die Kühltheken von Edeka zukünftig mit Hinweisschildern ausgestattet werden, dass diese schnell wieder zu schließen seien. Dieser Tipp kann übrigens auch bei dem eigenen Kühlschrank zu Hause Wunder wirken.

Auch interessant

Kommentare