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Aufgepasst: Reste von Reis können gefährlich werden

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Von: Lena Zschirpe

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Wer öfter Reste nach dem Essen übrig hat, sollte bei einigen Lebensmitteln vorsichtig sein. Nicht alle sind zum doppelten Verzehr geeignet.

Dortmund – In der Theorie können Reste von Lebensmitteln praktisch sein. Wer einmal etwas zu viel gekocht hat, muss sich zur nächsten Mahlzeit nicht unbedingt wieder an den Herd stellen. Doch nicht bei allen Gerichten ist das Aufwärmen unbedenklich.

BakterienBacillus cereus
FamilieBacillaceae
Kommen überwiegend vor beiReis

Reste in der Küche: Reis noch einmal aufwärmen ist nicht ganz ungefährlich

Laut Öko-Test kann der erneute Verzehr von altem Reis sogar problematisch werden. Denn das Getreide enthält fast immer sporenbildende Bakterien des Typs Bacillus cereus. Wer mit Reis-Resten hantiert, sollte deswegen dringend bestimmte Hygiene-Regeln beachten. Außerdem sollte das Kochwasser nicht weggeschüttet werden – es kann noch nützlich sein.

Ansonsten könnte es unangenehm werden. Denn wie das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Niedersachsen (LAVES) mitteilt, können die Bakterien je nach genauem Typ Erbrechen oder Durchfall auslösen, teilweise begleitet von Übelkeit oder Bauchkrämpfen (mehr Warnungen bei RUHR24 lesen).

Die Symptome treten meist nach einer Inkubationszeit von sechs bis 24 Stunden auf und halten in der Regel nicht länger als 24 Stunden an. Dennoch muss es gar nicht erst dazu kommen. Auch Zucchini kann unter bestimmten Umständen giftig sein.

Reis richtig wieder aufwärmen: Bei Resten dringend Hygieneregeln beachten

Das Trügerische: Die Bakterien selbst werden zwar beim Erhitzen, also Kochen, von Reis abgetötet. Allerdings können sich während der Aufbewahrung von Reis Sporen von dem Bakterium entwickeln. Sie sind gegen Hitze resistent und auch weitaus schädlicher für den menschlichen Körper, als Bacillus Cereus selbst. Ab einer bestimmten Konzentration bilden sie Gasstoffe, die die genannten Symptome hervorrufen, berichtet RUHR24.

Bacillus Cereus vermehren sich besonders schnell, wenn bereits gekochter Reis noch lange warmgehalten wird oder nur bei Zimmertemperatur abkühlt. Um das zu vermeiden, gilt also eine sehr simple Methode: Der Reis sollte rasch im Kühlschrank bei 7 oder weniger Grad abkühlen oder alternativ konstant über 65 Grad warmgehalten werden.

Reis
Wer Reis aufwärmen möchte, sollte dabei vorsichtig sein. © Panthermedia/Imago; YAY Images/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

Reis unbedingt über 65 Grad erwärmen: Getreide sollte sicher aufbewahrt werden

So können die Keime nicht wachsen, beziehungsweise ihre Sporen nicht auskeimen. Wer sich an diese Regeln hält, sollte Reis-Reste dennoch nicht zu lange aufbewahren. Gekochter Reis, der übrig geblieben ist, sollte innerhalb eines Tages noch verzehrt werden, mahnt Öko-Test.

Wer Reis noch länger lagern möchte, sollte ihn besser direkt einfrieren. Grundsätzlich sollte Reis nur luftdicht aufbewahrt werden. Wie der Reis vor dem erneuten Verzehr aufgewärmt wird, spielt allerdings keine Rolle, sofern mehr als 65 Grad erreicht werden.

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