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Bis zu 3.000 Euro steuerfrei: Wie Mitarbeiter an die Extra-Prämie kommen

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Von: Jason Blaschke

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Das Bundeskabinett gibt grünes Licht für die steuerfreie 3.000-Euro-Prämie, die jeder Arbeitnehmer beziehen kann. BW24 verrät, wie man an das Extra-Geld kommt.

Stuttgart – Lebensmittel, Kraftstoffe und bald auch noch die teuren Heizkosten – auf viele Verbraucher in Baden-Württemberg und ganz Deutschland kommen weiter enorme Kosten zu. Gefühlt gibt es kein Alltags-Produkt, das nicht von der Energie- und Preiskrise in einer Weise betroffen ist. Das spiegelt auch die derzeitige Inflationsrate wider, „der Euro wird die neue Lira“, schreint ein Facebook-User. Um die Verbraucher zu entlasten, hat der Bund eine Reihe von Maßnahmen beschlossen.

Kabinett beschließt steuerfreie Inflationsprämie: Wie man an das Geld kommt

Die 300 Euro Energiepauschale soll ab September ausbezahlt werden, ab Dezember profitieren davon auch Studenten und Rentner. Hilfen wie der Heizkostenzuschuss für bestimmte Bürger sind wiederum Entlastungsmaßnahmen, die nicht an alle gezahlt, sondern nur bestimmten Personengruppen gewährt werden. Der Inflationsausgleich von bis zu 3.000 Euro gehört nicht dazu, das Extra-Geld können grundsätzlich alle Arbeitnehmer beziehen.

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Die 3.000-Euro-Prämie ist jedoch eine freiwillige Leistung, sprich: Der Arbeitgeber ist hierzu nicht verpflichtet. Schon in der Debatte um die Prämie hatte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger im Kanzleramt betont, dass sich nicht alle Unternehmen die Einmalzahlung werden leisten können. „Die 3.000 Euro sind kein Selbstläufer.“ Trotzdem kann es sich lohnen, mit seinem Arbeitgeber das Gespräch zu suchen, um an das Extra-Geld zu kommen.

Inflationsprämie bis zu 3.000 Euro – wie das Extra-Geld gezahlt werden kann

Vonseiten der Bundesregierung heißt es, dass diese Prämie auch in mehreren Teilbeträgen gezahlt werden kann. Hinzu kommt, dass die 3.000 Euro der Maximalbetrag sind – auch kleinere Beträge sind möglich. Wenn sich Unternehmen jedoch entscheiden, das Geld zu zahlen, müssen sie ein paar wichtige Punkte beachten (mehr Verbraucher-News auf BW24). Zwar ist der Inflationsausgleich steuer- und sozialversicherungsfrei, kleine Formalitäten gibt es jedoch zu beachten:

Das Extra-Geld fließt somit nicht in die Brutto-Netto-Rechnung in der Gehaltsabrechnung mit ein. Auch deshalb lobt Finanzminister Christian Lindner die Entlastung, die im dritten Entlastungspaket der Ampel-Koalition, über das fr.de ausführlich berichtet, verankert ist. „Die Wirtschaft braucht Flexibilität zur Krisenbewältigung“, schreibt der FDP-Politiker auf Twitter. Der Aussage kann ein Nutzer auf Facebook nicht zustimmen.

Kritik an Inflationsprämie auf Facebook: User machen eigene Vorschläge

Auf der Facebook-Seite der Bundesregierung postet er: „Viele Arbeitgeber kämpfen auch um die Existenz! Woher soll das Geld kommen?“ Gleich darunter ergänzt eine Nutzerin: „Das können sich keine Arbeitgeber mit kleineren Unternehmen leisten.“ „In Deutschland gibt es mehr als vier Millionen steuerpflichtige Solo-Selbstständige. Ebenso zahlreiche Unternehmen mit einem Mitarbeiter. Aus welchem Topf sollen die das stemmen?“, fügt eine andere hinzu.

Viele User in der Facebook-Community bemängeln zudem, dass die 3.000 Euro vom Arbeitgeber separat gezahlt werden müssen und nicht etwa mit Weihnachts- oder Urlaubsgeld verrechnet werden können. „Da hätten Millionen Menschen was von und dem Arbeitgeber tut es nicht weh“, schreibt dazu ein Facebook-Nutzer. Wieder eine andere Userin hätte sich gewünscht, dass das Geld mit der Lohnsteuer verrechnet werden kann.

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