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Unfassbare Masche: So perfide sind die Tricks von Pfand-Betrügern

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Von: Sina Alonso Garcia

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Wenn es um Pfandbetrug geht, kennen Betrüger raffinierte Methoden, die einen zum Staunen bringen. Mitarbeiter von Aldi und Lidl sprechen über gängige Maschen an den Automaten.

Neckarsulm - Wer schon mal einen Berg Flaschen zurückgegeben hat, wird schnell festgestellt haben: Da kommt einiges an Pfandgeld zusammen. Auch Betrüger machen sich diese Erkenntnis zunutze und versuchen, Pfandautomaten mit raffinierten Methoden auszutricksen. Mitarbeiter von Lidl und Aldi berichten von ungeheuerlichen Maschen - die Kreativität der Gauner kennt dabei offenbar keine Grenzen.

Üble Pfandmasche: Betrüger holen Flasche mit Schnur aus dem Automaten - Läden reagieren

Wie Supermarkt-Angestellte gegenüber chip.de bereits im Jahr 2017 angaben, sei es ein gängiger Trick der Betrüger, eine Angelschnur an die Pfandflasche zu binden. Das Gerät akzeptiert die Flasche und leitet sie zur Vernichtung weiter. Doch die Betrüger ziehen in diesem Moment an der Schnur und fischen die Flasche wieder aus dem Automaten. Laut chip.de haben viele Supermärkte und Discounter inzwischen reagiert. So schlagen mittlerweile viele Automaten Alarm, wenn die Flasche wieder aus dem Schacht gezogen wird. „Der Automat zeigt den Hinweis ‚Objekt wurde rückwärts bewegt/angehalten‘“, so eine Lidl-Mitarbeiterin.

Pfandbetrug ist eine Straftat - dennoch kommt es selten zur Anzeige

Obwohl Pfandbetrug eine Straftat darstellt, kommt es laut der Lidl-Mitarbeiterin nur in seltenen Fällen zur Anzeige. Meistens würden die Betrüger die Flucht ergreifen. Auch eine Mitarbeiterin von Aldi Nord kann davon ein Lied singen. Wie sie berichtet, sei zudem der Betrug mit Aufklebern beliebt. So würden die Betrüger das Logo der Deutschen Pfandsystem GmbH (DPG) kopieren und auf Flaschen geben, für die es eigentlich kein Pfandgeld gibt - zum Beispiel auf Essigflaschen. „Vor wenigen Jahren hatten wir den Fall, dass Klopapierrollen so bedruckt und in das Gerät eingeführt wurden“, sagt die Aldi-Angestellte.

Auch gegen den Aufkleber-Betrug haben sich Supermärkte und Discounter inzwischen gerüstet. Neben dem Pfand-Logo scannen viele Automaten jetzt auch den sogenannten EAN-Code. „Ist die Flasche zerdrückt und das Etikett zusammengeknüllt, gibt es eine Fehlermeldung“, sagt ein Lidl-Mitarbeiter.

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