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„Kunde wird getäuscht“: Dreiste Mogelpackung macht wütend – doch Aldi verteidigt Hersteller

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Von: Daniel Hagen

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Auf Facebook macht eine wütende Kundin Aldi auf eine miese Mogelpackung aufmerksam. Doch statt das Produkt aus dem Sortiment zu nehmen, verteidigt der Discounter den dreisten Hersteller.

Mogelpackungen im Supermarkt gehören zu den großen Aufregern beim Einkaufen. Dabei wird einem durch eine größere Packung vorgegaukelt, dass mehr Inhalt vorhanden ist. Wenn man dann zu Hause voller Vorfreude den Karton oder die Tüte öffnet, ist die Enttäuschung groß. So auch bei einer Aldi-Kundin, die über Facebook einen dreisten Hersteller meldet. HEIDELBERG24 verrät, wie der Discounter darauf reagiert.

Kundin meldet Mogelpackung – doch Aldi verteidigt Hersteller

Immer wieder fallen Kunden auf sogenannte Mogelpackungen rein, in denen weniger Inhalt zu finden ist, als die Größe der Verpackung verspricht. Regelmäßig verleiht die Verbraucherzentrale Hamburg daher auch den unrühmlichen Titel „Mogelpackung des Monats“ an besonders dreiste Unternehmen – zuletzt zum Beispiel an Pringles-Chips.

Eine solche miese Mogelpackung hat auch eine Kundin bei Aldi gefunden und danach ein Bild des Betrugs auf Facebook veröffentlicht. „Als ich eben die Verpackung aufgemacht habe, dachte ich, meinen Augen nicht zu trauen“, schreibt die Dame. Es handelt sich dabei um Kekse der Marke Shortbread des Herstellers „The Irish Shortbread Company“, die auch bei Edeka und Rewe verkauft werden. Wie BW24 berichtet, warnen Verbraucherschützer derzeit vor einer „Shrinkflation“.

Mogelpackung aldi
Kundin meldet Mogelpackung – doch Aldi verteidigt Hersteller. © Screenshot Facebook

Aldi-Kundin beschwert sich auf Facebook über dreiste Keks-Mogelpackung

Auf dem Bild ist zu sehen, dass die Packung zur Hälfte leer ist. Zwar stimme die Gewichtsangabe auf der Packung, trotzdem suggeriert die Hülle, dass doppelt so viele Kekse darin sein könnten, als es wirklich der Fall ist. „Der Kunde wird getäuscht“, erklärt die wütende Frau auf Facebook. Bereits vor einigen Monaten hat sich eine wütende Aldi-Kundin über eine Chips-Mogelpackung aufgeregt.

Ein weiterer negativer Nebeneffekt ist laut der Keks-Kundin der Plastikmüll, der für eine solche Mogelpackung anfällt. So wird am Ende doppelt so viel weggeworfen, wie es eigentlich sein müsste. „Schade, lieber ALDI!“, meint die Facebook-Nutzerin und hofft, dass ihr Beitrag an den zuständigen Umweltbeauftragten des Discounters weitergeleitet werde.

Aldi nimmt Keks-Hersteller wegen Mogelpackung in Schutz

Mit der Antwort, die Aldi für die miese Mogelpackung parat hat, hat die Kundin wohl aber nicht gerechnet. Denn der Discounter verteidigt das Vorgehen und nimmt den Hersteller in Schutz. „Wir reduzieren, wo immer es möglich ist, Verpackungsabfall und wählen wiederverwertbare Materialien“, beginnt der Discounter seinen Kommentar auf Facebook.

Manchmal sei es aber aus „hygienischen und transporttechnischen Gründen“ nötig, dass eine Verpackung einen gewissen Umfang habe. Zudem könne es auch sein, dass die Produkte des Herstellers – die laut eigener Aussage „immer den höchsten Standards“ entsprächen – nur in einheitlichen Größen verpackt werden können. (dh)

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