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Lidl: Bei Vegetariern beliebtes Produkt mit Keimen belastet - Gesundheitsgefahr

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Von: Valentin Betz

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Gewürfelter Tofu in einer Glasschüssel.
Tofu ist besonders bei Veganern und Vegetariern beliebt. Doch in einem Produkt von Lidl wurden jetzt Keime gefunden (Symbolbild). © IMAGO / agefotostock

Lidl bietet in seinen Filialen auch Fleischalternativen wie Tofu an. Stiftung Warentest nahm diesen jetzt unter die Lupe - und entdeckte problematische Keime.

Bad Wimpfen - Günstige Waren von Discountern wie Lidl werden oft vorschnell als ungesünder oder minderwertiger eingestuft. Dies entspricht allerdings meistens nicht der Realität, tatsächlich wird das Sortiment von Lidl zusehends nachhaltiger. Das zeigt sich beispielsweise in der Lieferkette des Discounters. Zuletzt wurde bekannt, dass Lidl eine umstrittene Fleisch-Sorte verbannt.

Natürlich bietet der Discounter weiterhin Fleischprodukte an. Wer 2022 weniger Fleisch essen will oder sich vegan oder vegetarisch ernährt, wird bei Lidl aber ebenso fündig. In den Regalen der Supermärkte gibt es zum Beispiel auch Tofu. Das pflanzliche Lebensmittel aus getrockneten Sojabohnen liefert viel Eiweiß sowie Eisen und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Stiftung Warentest hat sich deshalb Tofus von 15 Herstellern näher angeschaut. Zehn davon bekamen eine gute Note, zwei fielen negativ auf - darunter auch ein Angebot von Lidl.

Stiftung Warentest untersucht Tofu - und entdeckt Mängel bei Produkt von Lidl

Insgesamt hatten alle 15 untersuchten Tofu-Sorten Bio-Qualität. Dazu gehörten acht Sorten Naturtofu, fünf Sorten Räuchertofu und zweimal Seidentofu. Wie chip.de berichtet, fand Stiftung Warentest im „Kato Bio-Tofu Natur“ ein Schimmelpilzgift, das potenziell krebserregend ist. Angesichts des Bio-Standards ist das bereits verwunderlich, da der Anbau der Zutaten dafür laut Stiftung Warentest kaum Pestizide oder synthetischen Dünger nutzen darf.

Neben dem Tofu von Kato wies nur noch ein Produkt von Lidl einen erheblichen Mangel auf - allerdings sind beide Lebensmittel deshalb nicht durchgefallen, bestanden haben alle 15 von Stiftung Warentest geprüften Produkte. Im „Bio Organic Vemondo Veganer Tofu Natur“ von Lidl wiesen die Labortests eine erhöhte Gesamtkeimzahl nach. Der Tofu von Lidl hat zudem als einziger ein Verbrauchsdatum - wird dieses überschritten, kann der Verzehr eine Gesundheitsgefahr darstellen.

Tofu von Lidl mit Keimen belastet: So analysiert Stiftung Warentest die Produkte

Die Noten für die Tofu-Produkte von Lidl und Co. errechnet Stiftung Warentest anhand verschiedener Kriterien. Fast die Hälfte machen „sensorische“ Faktoren aus - also das Aussehen, der Geruch, die Konsistenz oder der Geschmack des Tofu. Darüber hinaus untersucht die Stiftung die Produkte aber auch auf Schadstoffe, schaut sich die Nutzungsfreundlichkeit der Verpackung an oder ob alles korrekt nach dem Lebensmittelrecht deklariert ist.

Zehn Prozent der Note entfallen zudem auf die mikrobiologische Qualität der Ware. Dazu zählen auch die Keime, die im Tofu von Lidl gefunden wurden. Unter den bewerteten Tofu-Produkten waren auch zwei von Kaufland, das wie Lidl zur Schwarz-Gruppe gehört. Deren „Take it veggie Bio Tofu“ schnitt mit der Note „gut“ ab.

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