Externe Parkplatzkontrollen

Lidl-Kunde wütend: „Werde eure Läden meiden“ - Parkplatz-Überwachung außer Kontrolle

Eine Lidl-Filiale mit dem gesamten Parkplatz.
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Nach seinem Erlebnis auf einem Lidl-Parkplatz ist ein Kunde nur noch genervt.
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Ein Lidl-Kunde hat nach eigenen Angaben nicht genau auf den vorgegebenen Markierungen geparkt. Durch ein technisches Überwachungs-System wurde er deshalb fälschlicherweise als Langzeitparker identifiziert.

Neckarsulm - Ein Kunde von Lidl ist verärgert: Eigentlich wollte er nur kurz seine Einkäufe erledigen - und erhielt prompt einen Strafzettel. „Wie lange wollen Sie Ihre Parkplätze noch von Betrügerfirmen wie Safe Place kontrollieren lassen?“, schreibt der Mann wütend auf der Lidl-Facebook-Seite. „Gerade mitten im Sturm wurden reihenweise ordnungsgemäß abgestellte Fahrzeuge inklusive ordnungsgemäßer Parkscheibe mit Knöllchen versehen.“ Doch wie kam es dazu?

Das System bei der Firma „Safe Place“ besteht darin, Fahrzeuge, die auf einem bestimmten Parkplatz einparken, zu scannen. Sobald ein Kunde die Parkzeit von einer Stunde überschreitet, sendet der Sensor ein Signal an die Firma Safe Place. Diese schickt dann einen Mitarbeiter, der Knöllchen verteilt. Im Falle des Kunden hatte dieser sich offenbar nicht genau an die vorgegebene Markierung gehalten - neben ihm stand schon ein anderes Auto - und ist deshalb fälschlicherweise als „Langparker“ identifiziert worden.

Lidl-Kunde: „Parkscheiben interessieren nicht, Bodensensoren regeln alles“

„Ihre Mitarbeiter reden sich fein raus und denen ist alles egal“, so der Kunde in seiner Beschwerde. „Mir aber nicht. Solange Sie hier nicht für Ordnung gegenüber den Betrügern sorgen, sondern Ihre Kunden mit den Problemen alleine lassen, werde ich Ihre Läden ab sofort meiden.“ Als er sich beschwert habe, sei herausgekommen, dass der Fehler tatsächlich daher rührte, dass er sich mit seinem Wagen ungünstig zu einem Bodensensor positioniert habe.

„Parkscheiben interessieren übrigens nicht mehr, Bodensensoren regeln ALLES“, so der Kunde. Auf seine wütende Beschwerde meldete sich schließlich auch Lidl zu Wort: „Hallo Karl, ohje, das soll nicht sein“, so das Social-Media-Team des Discounters. „Wir möchten dein Anliegen gerne an die zuständigen Führungskräfte weiterleiten. Sende uns dein Anliegen und die genaue Lidl-Filiale bitte in einer privaten Nachricht.“

Streit auf Lidl-Parkplätzen: Erst vor Kurzem äußerte eine Kundin ihren Unmut

Parkplätze werden immer wieder zum Austragungsort für Konflikte. Erst kürzlich äußerte sich eine Lidl-Kundin wütend über einen Tesla, der stundenlang an einer Ladestation hing und bezeichnete ihn als „Ladeschnorrer“.

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