Schneller Einkauf unmöglich

Lidl: Kunde schimpft über Organisation in Filialen - „Führt endlich Selbstbediener-Kassen ein“

Der Eingangs-/Kassenbereich eines Lidl-Lebensmitteldiscounters (Archivfoto vom 17.04.2007, aufgenommen in Stuttgart)
+
Ein Lidl-Kunde aus Köln beschwerte sich darüber, dass in seiner Stammfiliale oftmals große Schlangen an den Kassen entstehen, weil zu wenige geöffnet sind. (Archiv- und Symbolbild)
  • VonNadja Pohr
    schließen

Ein Lidl-Kunde war ordentlich genervt von der Kassensituation in der Filiale seines Vertrauens. Er forderte den Konzern über Facebook deshalb zum Umdenken auf.

Neckarsulm/Köln – Nur mal eben schnell in den Supermarkt springen: Dieser Wunsch wird vielen Kunden spätestens beim Bezahlen versaut. Wenn man Pech hat, hat gerade nur eine Kasse geöffnet und die Schlange reicht bis zum Ende des Ladens. Das Ganze könnte sogar noch schlimmere Ausmaße annehmen, wenn bei Lidl und Co. im Handel vor Weihnachten das Fiasko droht. Ein Lidl-Kunde hat seinem Ärger über die Rückständigkeit bei den Filialen nun Luft gemacht.

Auf der Facebook-Seite von Lidl-Deutschland wetterte der Mann aus Köln über die wenig geöffneten Kassen und die daraus entstehenden langen Schlangen: „Jetzt mal im Ernst: Wieso könnt ihr in Deutschland nicht, wie in vielen anderen Ländern auch üblich, endlich SB-Kassen einführen.“ An den Selbstbedienerkassen (SB-Kassen) können Kunden ihre Produkte selbst scannen und per Karte bezahlen. 

Lidl versteht Ärger von Kunden und gibt Feedback an Filiale weiter

Im Lidl-Markt bei ihm vor Ort hat von drei Kassen immer nur eine geöffnet, schreibt der User. „Wenn die Schlange bis in die Mitte des Marktes ragt, wird eine zweite Kasse für fünf Minuten geöffnet“, kritisiert er weiter. Gerade für einen kleinen Einkauf wären seiner Meinung nach die SB-Kassen ideal. Außerdem könnten sie für Stressentzerrung sorgen: Wie erst vor kurzem bekannt wurde, erlitt etwa eine Aldi-Kundin einen Zusammenbruch, weil der Kassierer zu schnell am Band arbeitete.

Der Lidl-Konzern nahm die Kritik des verärgerten Kunden an und reagierte auf dessen Kommentar mit dem Versprechen, dass man das Feedback an die zuständigen Kollegen in der Filiale in Köln weiterleiten werde. Ob es dabei um den Vorschlag der Einrichtung von SB-Kassen geht oder grundsätzlich darum, mehr Kassen zu öffnen, wurde offen gelassen.

Um langes Warten bei einem kleinen Einkauf zu vermeiden, gibt es in Märkten wie Ikea, Decathlon oder Bauhaus bereits die SB-Kassen. Ein weiterer Nebeneffekt ist die Entlastung der Mitarbeiter, die bedingt durch das Coronavirus in Baden-Württemberg ohnehin gerade an dreisten Maskenverweigerern verzweifeln, von denen sie beschimpft und bespuckt werden, wenn sie Problem-Kunden auf die geltenden Hygieneregeln hinweisen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare