Zum Start des Veganuary

Empörung nach Einkauf bei Lidl: Dosengericht „versaut“ Kunden Neujahr

Ein Lidl-Kunde beschwerte sich auf Facebook über eine fehlende Kennzeichnung der vegetarischen Variante von Chili con Carne.
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Eine Dose „Chili sin Carne“ sorgte bei einem Lidl-Kunden für Unmut. Der Herr beschwerte sich auf Facebook über den „Fehlgriff im Regal“.

Ein Gegner des Vegetarismus greift im Lidl-Regal daneben und kauft ungewollt ein fleischloses Gericht. Er fordert den Supermarkt zu grüneren Maßnahmen auf.

Immer mehr Menschen ernähren sich vegan oder vegetarisch. Es dürfte somit keine Überraschung sein, dass der Veganuary derzeit Rekorde bricht. Schon zum dritten Mal startet der Neujahrs-Trend in Deutschland, wobei Top-Unternehmen aus den Bereichen Einzelhandel, Produktion und Gastronomie verstärkt vegane Produkte und Aktionen anbieten. Doch auch traditionelle Marken springen auf den Zug und erweitern ihr Portfolio an pflanzlichen Angeboten. Laut dpa führen zum Veganuaary 2022 mehr als 200 Unternehmen neue rein pflanzliche Produkte und Aktionen in ihr Sortiment ein. Ein Lidl*-Kunde will diesem Trend aber nicht folgen, denn auf Facebook beschwert er sich über einen fleischlosen „Fehlgriff im Regal“.

Lidl-Kunde beschwert sich über vegetarischen „Fehlgriff im Regal“

Mit einem Bild eines Dosengerichtes macht er seinem Ärger Luft. Darauf zu sehen: Chili sin Carne, also die vegetarische Variante des beliebten Gerichts aus Fleisch und Chilischoten. Vegan und damit im Sinne des Veganuary ist das zwar nicht, aber fleischlos allemal. Ein Ärgernis für den Mann, denn auf Facebook* schreibt er: „Könnte Lidl Deutschland dieses vegetarische Zeug vielleicht ganz grün anmalen oder sonst wie deutlicher von dem echten Chili unterscheiden, so dass mir der Fehlgriff im Regal nicht gleich Neujahr versaut?!“.

Das Etikett der Dose ist in schlichtem Braun gehalten, ein Topf voller Chili sin Carne prangt im Vordergrund. Auf den ersten Blick wirkt es wie Fleisch, welches von grüner und gelber Paprika umgeben wird. Ein Banner darüber gibt jedoch Auskunft über den wahren Inhalt: Statt tierischer Produkte wurden rote Bohnen und Soja verwendet. Das hat der Mann wohl überlesen.

Video: Veganuary 2022 - warum sich der vegane Monat lohnt

Facebook-Freunde lachen über Veggie-Fail: „Wer lesen kann ist klar im Vorteil“

„Danke für Nichts“, schreibt der Mann weiter. „Ich hab’s ja echt probiert und wollte dem Soja eine Chance geben. Aber viel weniger gewürzt und einfach fad“. Seine Facebook-Freunde haben für seinen Unmut nur wenig Verständnis. „Wer lesen kann ist klar im Vorteil“, urteilt ein Herr. „Kostenloser Tip einer Hausfrau: selber fresh kochen ist immer die bessere Alternative“, so eine Dame.

Veganuary 2022: Lebensmittel-Branche wird zunehmen veganer

Immer mehr Menschen konsumieren bewusst pflanzliche Alternativen und verzichten auf tierische Erzeugnisse. Aktuelle Untersuchungen sprechen von rund acht Millionen Menschen, die sich vollständig fleischfrei ernähren (IfD Allensbach / Statista). Knapp 40 Prozent der Unter-30-Jährigen bezeichnen ihre Ernährungsweise als vegan, vegetarisch oder flexitarisch (Fleischatlas 2021 der Heinrich-Böll-Stiftung). Diesen Trend hat sich die Lebensmittel-Branche zunutze gemacht und bietet immer größere Mengen an veganen Produkten an.

„Angesichts des massiven Engagements der deutschen Wirtschaft wird der Lebensmittelmarkt im Januar 2022 einen weiteren veganen Boom erleben. Der Veganuary wird 2022 noch mehr Verbraucherinnen und Verbraucher dazu einladen, die Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung zu entdecken“, sagt Katharina Weiss-Tuider, Leiterin der Non-Profit-Organisation Veganuary in Deutschland, gegenüber der dpa. (dpa/ale) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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