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Lidl und Kaufland fordern bundesweites 2G-Ende im Einzelhandel

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Von: Sina Alonso Garcia

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Einkauf in einem Supermarkt oder Discounter.
Obwohl die Supermärkte nicht von der 2G-Regel betroffen sind, zeigen sich die Ketten solidarisch mit dem Einzelhandel und kämpfen gegen die Einschränkung. © Martin Wagner/Imago

Obwohl sie selbst davon nicht betroffen sind, appellieren Lidl und Kaufland gemeinsam mit anderen Lebensmittelketten an die Politik, die 2G-Regel im Einzelhandel aufzuheben.

Neckarsulm - Im Handel regt sich erneut Widerstand gegen die 2G-Regel. Nach dem Handelsverband Deutschland fordern nun auch vier große Lebensmittelhändler die bundesweite Abschaffung der Zugangsbeschränkung. Gemeinsam mit Edeka, Rewe und Aldi appelliert die Schwarz Gruppe (Lidl und Kaufland) in einem Brief an die Spitzenpolitik, die 2G-Regel im Einzelhandel abzuschaffen. Die Supermärkte selbst sind von der Regel nicht betroffen, wollen sich jedoch solidarisch mit dem Nonfood-Einzelhandel zeigen.

„Auf Basis unserer nunmehr fast zweijährigen Erfahrungen mit der Pandemie können wir feststellen, dass der Einzelhandel mit den geeigneten Hygienekonzepten (maßgeblich Maskenpflicht und Abstandswahrung) kein Infektionsherd ist“, erklären die Chefs der Supermarktketten in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt. Der Brief richtet sich explizit an Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt (SPD) und weitere Spitzenpolitiker.

Lidl, Kaufland, Edeka, Aldi und Rewe: Topmanager warnen vor weiteren Massenschließungen

Bei den betroffenen Händlern führe die 2G-Regel, die nur Geimpften und Genesenen den Zutritt erlaubt, dagegen zu erheblichen Umsatz- und Ergebniseinbußen, heißt es in dem Schreiben weiter. Die Gefahr von tausenden Schließungen insbesondere inhabergeführter Geschäfte und verheerenden Auswirkungen auf die Innenstädte sei offensichtlich.

„Den Unternehmen sollte es jetzt ermöglicht werden, unter Einsatz der hinlänglich bewährten Hygienekonzepte ihre Kunden ohne weitere Beschränkungen zu empfangen und zu bedienen“, drängen die Topmanager von Lidl, Kaufland, Aldi, Edeka und Rewe.

Bundesweite 2G-Regel im Einzelhandel seit Dezember 2021

Bund und Länder hatten die 2G-Regel für weite Teile des Einzelhandels angesichts der steigenden Corona-Inzidenzzahlen Anfang Dezember des vergangenen Jahres beschlossen. Davon ausgenommen sind Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien und Apotheken. Allerdings wurde die Regelung bereits in mehreren Bundesländern von Gerichten gekippt.

Nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof die 2G-Regel für den Einzelhandel im Freistaat außer Vollzug gesetzt hat, drängen auch die Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg auf das Ende der 2G-Regel auch im Südwesten.

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