Änderungen zum Jahreswechsel

Lidl und Kaufland: Auf Kunden kommen 2022 viele Änderungen im Supermarkt zu

  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
    schließen

Zum Jahreswechsel kommen Änderungen beim Einkaufen auf Verbraucher zu. Das ist ab 2022 neu bei Lidl, Kaufland und Co.

Neckarsulm - Tschüss 2021, hallo 2022. Mit dem Jahreswechsel kommen auf Verbraucher wieder einige Veränderungen zu. Egal ob Plastiktütenverbot oder Pfand: In deutschen Supermärkten und Discountern wie Lidl, Kaufland und Co. gelten ab 2022 in vielen Bereichen neue Regeln.

Die Änderungen kommen sowohl Verbrauchern, als auch Tieren und der Umwelt zugute. BW24 fasst zusammen, worauf sich Kunden nun einstellen müssen.

Lidl, Kaufland und Co: Für mehr Transparenz bei Lebensmitteln - Tierhaltungskennzeichnung wird Pflicht

Dass Veränderung auch gut sein kann, zeigt die Tierhaltungskennzeichnung, die ab 2022 bei Lebensmitteln Pflicht ist. So soll es künftig eine verbindliche Kennzeichnung geben, die auch den Transport und die Schlachtung umfassen. Lidl ist dabei bereits Vorreiter: Schweinefleisch der Lidl-Eigenmarke wird ab 2022 mit „5D“ gekennzeichnet und soll somit künftig ausschließlich aus deutschen Betrieben kommen. Auch bei der Kennzeichnung von Milch- und Molkereiprodukten gibt es Änderungen. Einige Supermärkte und Discounter wie Rewe, Edeka und weitere Händler haben angekündigt, auch Artikel wie Käse oder Joghurt mit einem Haltungsform-Label zu kennzeichnen.

Eine weitere Änderung zum Tierwohl: Ab 2022 ist Kükentöten in Deutschland verboten. Bisher wurden männliche Küken aussortiert und getötet, da sie keine Eier legen und sich eine Aufzucht daher für viele Betriebe nicht lohnen würde. Das Töten ist nun gesetzlich verboten. In vielen Betrieben wird ab sofort mit einer speziellen Methode das Geschlecht bereits im noch nicht ausgebrüteten Ei bestimmt und dementsprechend aussortiert. Verbraucher müssen sich beim Eierkauf somit keine Sorgen mehr um die Tierchen machen. Wer jedoch Wert auf regionale Produkte legt, muss bei Kaufland und Lidl genau hinschauen.

Neue Bio-Produkte und reduzierte Lebensmittel: Das ändert sich in Supermärkten und Discountern

Reduzierte Lebensmittel, die kurz davor stehen, abzulaufen, dürfen ab Ende Mai 2022 ebenfalls anders gekennzeichnet werden. Bisher mussten die Händler ein neues Preisschild für das reduzierte Produkt mit der exakten Angabe des neuen Preises drucken. Künftig soll ein Hinweisschild, zum Beispiel mit der Reduzierung „30 Prozent günstiger“, ausreichen.

Beim Einkaufen im Supermarkt und Discounter ändert sich 2022 einiges.

Beim Sortiment von Lidl und Co. könnte sich auch bald noch etwas ändern. Zum 1. Januar trat die neue EU-Öko-Verordnung in Kraft, die unter anderem neue Regeln für Bio-Produkte bringt. Im Zuge der Verordnung können künftig auch Produkte wie Salz oder Bienenwachs in Bio-Qualität angeboten werden. Die Regel soll helfen, weniger Lebensmittel wegzuwerfen.

Für die Umwelt: Neue Regelungen bei Pfand, Elektronik und Plastiktüten

Wer bei Lidl oder Kaufland künftig Pfand abgibt, sollte nochmal einen Blick in den Mülleimer werfen. Womöglich sind dort Einwegverpackungen für Getränke gelandet, die abgegeben werden können. Denn seit 1. Januar ist die Pfandpflicht ausgeweitet. 25 Cent gibt es nun auch bei der Rückgabe von Säften, Smoothies und alkoholischen Mischgetränken.

Neben Pfand kann in Supermärkten und Discountern 2022 noch etwas anderes abgegeben werden: Wer kleinere elektrische Geräte wie Handys, Elektrorasierer oder elektrische Zahnbürsten entsorgen will, kann diesen Elektroschrott bei Lidl, Kaufland und Co. abgeben. Damit soll die Rückgabe von Elektroschrott für den Verbraucher erleichtert werden. Spätestens ab dem 1. Juli sollen die Rückgabe von Geräten bis 25 Zentimeter Kantenlänge auch in Supermärkten und Discountern möglich sein, die größer als 800 Quadratmeter sind. 

Ebenfalls der Umwelt kommt das Plastiktütenverbot zugute, das ab Januar 2022 gilt. Einweg-Plastiktüten sind nun in Supermärkten und Discountern endgültig verboten. Unter das Verbot fallen Kunststofftragetaschen mit einer Stärke von 15 bis 50 Mikrometern. Weiterhin erlaubt sind dünne Obst- und Gemüsetütchen, sowie dickere Kunststoffbeutel, die für den mehrfachen Gebrauch vorgesehen sind.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare