Unangenehmes Erlebnis

3-Jährige muss bei Lidl auf die Toilette - Mutter ist entsetzt über Vorschlag des Mitarbeiters

Eine Kundin und ihre kleine Tochter hatten bei Lidl ein unschönes Erlebnis (Symbolfoto)
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Eine Kundin und ihre kleine Tochter hatten bei Lidl ein unschönes Erlebnis (Symbolfoto)
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Als ihre Tochter beim Einkaufen aufs Klo musste, machte eine Lidl-Kundin eine bittere Erfahrung. „Man sagte uns, sie dürfe wegen Corona nicht zur Toilette“, so die Kundin. Stattdessen bot ein Mitarbeiter eine haarsträubende Lösung an.

Bad Wimpfen - In vielen Supermärkten sind die Kundentoiletten als Maßnahme zum Schutz vor dem Coronavirus gesperrt. Doch wie reagieren Mitarbeiter, wenn jemand wirklich dringend aufs stille Örtchen muss? Eine Lidl-Kundin und ihre 3-jährige Tochter haben die Situation erlebt - und wurden bitter enttäuscht.

„Meine drei Jahre alte Tochter musste heute während des Einkaufs auf die Toilette“, schreibt die Kundin auf der Facebook-Seite von Lidl Deutschland. „Wir waren vorher nochmal auf dem Klo. Meine Tochter ist seit vier Wochen sauber und möchte keine Pampers mehr.“ Als die Mutter sich an einen Mitarbeiter der Filiale wandte, folgte die Ernüchterung: „Man sagte uns, sie dürfe aufgrund von Corona nicht zur Toilette, könnte aber in die Hose machen, sie würden es dann aufwischen.“

Lidl-Kundin beteuert: „Ich hätte den Toilettengang auch bezahlt oder das Örtchen danach gereinigt“

In ihrer Not geriet die Kundin in einen Gewissenskonflikt. „Ich hätte am liebsten meiner Tochter die Hose in der Obst- und Gemüseabteilung runter gerissen. Aber wie erklärt man es dann dem Kind? Im Gang machen ist okay, auf der Toilette nicht?“ Sie finde es schade, dass auf Kinder keine Rücksicht genommen werde, so die enttäuschte Kundin. „Ich hätte den Toilettengang auch bezahlt oder das Örtchen danach gereinigt“, beteuert sie.

Als die Kundin sich später telefonisch bei dem Discounter beschwerte, folgte der nächste Schock. „Da sagte man uns, die Toiletten seien wieder geöffnet. Was soll das?“, wettert sie. Lidl Deutschland reagierte derweil auf die Vorwürfe in dem Facebook-Posting: „Vielen Dank für deinen Kommentar. Unser wichtigstes Ziel ist es, Mitarbeiter und Kunden vor der Ausbreitung des Coronavirus zu schützen. Aus diesem Grund bitten wir um dein Verständnis, dass die Toiletten in den Filialen weiterhin gesperrt bleiben.“

Lidl: Geschichte der Mutter bewegt das Netz - „traurig und eine Notsituation für die kleine Maus“

Auch andere Facebook-Nutzer reagierten auf die Schilderungen der Mutter schockiert. „Traurig und eine Notsituation für die kleine Maus“, meint eine Nutzerin. „Da ist die Kleine bemüht, nicht mehr in die Hose zu machen und dann kommt ein fremder Erwachsener von Lidl, der dies von ihr verlangt. Welch eine peinliche Situation für die Mutter und ihr Kind.“ Eine andere Nutzerin erkennt sich offenbar in den Ausführungen der Verfasserin des Beitrags wieder: „Das Problem hatten wir vor einigen Wochen auch“, schreibt sie. „Schlimm.“

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