Endet das Gratisangebot?

Lidl geht gegen Ladeschnorrer vor: Wer nicht einkauft, darf sein E-Auto nicht laden

Blauer Tesla beim Aufladen an einer Lidl-E-Ladestation.
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Noch kann jeder sein Elektroauto bei Lidl kostenlos und ohne Probleme laden. Doch das könnte sich zukünftig ändern (Symbolbild).
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Bisher konnten Kunden bei Lidl ihr E-Auto kostenlos laden. Weil dieses Angebot viele ausnutzten, ohne jedoch den Discounter zu betreten, trifft das Unternehmen nun Maßnahmen.

Bad Wimpfen - Mit Ladestationen für E-Autos auf seinem Parkplatz, wollte der Discounter Lidl seinen Kunden einen attraktiven Service bieten. Während dem Einkaufen konnte das E-Auto bequem geladen werden - und das kostenlos. Dieses Angebot wurde allerdings von vielen schamlos ausgenutzt. Ohne überhaupt einen Fuß in die Lidl-Filialen zu setzen, nutzen dreiste Ladeschnorrer die Ladesäulen, die eigentlich für Kunden gedacht sind.

Dagegen will Lidl nun gezielt vorgehen. Durch die neuen Maßnahmen wird das Laden von E-Autos allerdings auch für Kunden des Lebensmitteldiscounters um einiges umständlicher werden.

Ladesäulen bei Lidl: Nutzung für E-Autos wird beschränkt

Bei Lidl gibt es das Problem der „Ladeschnorrer“ schon länger. So beschwerte sich etwa eine Lidl-Kundin über einen Tesla-Fahrer, der über Stunden eine Ladesäule blockierte. Nicht nur Lidl hat mit den dreisten E-Auto-Fahrern zu kämpfen, auch bei Konkurrent Aldi und dem Möbelriesen Ikea werden die Ladesäulen häufig von Nicht-Kunden belegt. Schon öfter stand daher die Frage im Raum, ob die Ladestationen auf den Parkplätzen abgeschafft werden. So weit wird Lidl allerdings nicht gehen. Der Discounter plant aber Maßnahmen, um Ladeschnorrern das Handwerk zu legen.

Einen Schritt, der den Ladestation-Blockierern das Laden erschweren soll, hat Lidl bereits eingeführt. „Lidl ermöglicht seinen Kunden derzeit an über 320 Filialen in Deutschland, ihre Fahrzeuge während der Öffnungszeiten eine Stunde lang kostenlos zu laden“, heißt es auf der Unternehmensseite. Nach etwa 15 Kilowattstunden wird der Ladevorgang dann automatisch beendet. Zudem muss man sich seit Anfang Februar bei der Lidl-E-Charge-App anmelden, um das Angebot in Anspruch nehmen zu können. Dazu müssen die Kunden den an der Säule angebrachten QR-Code mit der eCharge-App scannen, erst dann beginnt der Aufladeprozess.

Lidl: E-Auto-Laden nur noch per App und Registrierung - andere Discounter ziehen nach

Solch eine App oder auch eine nötige Kundenregistrierung, um das E-Auto zu laden, führen immer mehr Unternehmen ein, so etwa auch die Supermarktkette Kaufland, berichtet auch fehmarn24. Das macht das Laden für viele Kunden zwar umständlicher als zuvor, dafür haben Lade-Schnorrer allerdings keine Chance mehr.

Andere Supermärkte und Discounter greifen gegen Lade-Schnorrer härter durch. Das kostenlose Laden von E-Autos ist zum Beispiel bei Aldi bald nicht mehr möglich. Stattdessen will der Discounter kostenpflichtige Ladesäulen und ein einheitliches Bezahlsystem einführen. *fehmarn24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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