Ärgernis

Lidl-Kundin wütend: Tesla hängt stundenlang an Discounter-Ladestation - „Ladeschnorrer“

Tesla beim Aufladen Lidl gratis E-Tankstelle, Schweiz
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Ein Tesla-Fahrer belegte auf einem Lidl-Parkplatz die Ladesäule. Eine Lidl-Kundin beschwerte sich auf Facebook darüber (Symbolbild).
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Der Discounter Lidl bietet seinen Kunden kostenloses Laden von E-Autos an. Doch häufig wird das Angebot ausgenutzt. Eine Lidl-Kundin berichtet von einem ärgerlichen Vorfall.

Neckarsulm - Den Wocheneinkauf erledigen und ganz nebenbei das E-Auto auf dem Parkplatz laden lassen. Bei Discounter-Gigant Lidl ist das möglich. Auch bei anderen Unternehmen wie Aldi oder Ikea können Kunden die E-Ladestationen auf den Parkplätzen nutzen. Doch nicht alle werden von Kunden genutzt. Immer häufiger gibt es dreiste Stromschnorrer, die die Ladeplätze einfach belegen.

Eigentlich ist das Angebot eine gute Sache: Wer zum Einkaufen zu Lidl mit dem E-Auto fährt, kann sein Fahrzeug während des Einkaufens laden lassen. Dabei wäscht eine Hand die andere. Denn für gewöhnlich kostet das Tanken einer vollen Aufladung im Schnitt fünf bis zehn Euro, etwa an den neu eröffneten Schnellladeparks in der Landeshauptstadt Stuttgart.

Bei den E-Ladesäulen bei Lidl ist das Laden der E-Autos für Kunden allerdings kostenlos. Die Lidl-Filialen, deren Parkplätze mit den Ladesäulen ausgestattet sind, erhoffen sich davon natürlich mehr Kunden. Doch nicht nur die kommen zum „Tanken“. Doch Lidl unternimmt offenbar nichts gegen die „Strom-Schnorrer“, wie sich eine Frau bei Facebook beschwert.

E-Ladestationen bei Lidl: Tesla-Fahrer belegt Ladesäule über eine Stunde

An die Lidl-Facebook-Seite gerichtet schreibt eine Kundin über einen Vorfall vor einer Filiale. Ein Mann habe seinen Tesla Model S im Wert von 100.000 Euro an einer kostenlosen E-Ladesäule bei Lidl zum Laden angeschlossen. Doch anstatt währenddessen einkaufen zu gehen, blieb der Mann im Wagen sitzen und schaute einen Film auf dem Handy. „Nach einer Stunde steigt er aus, um die Säule von Neuem zu starten“, berichtet die Kundin und scherzt: „Wahrscheinlich hat es nach dem Autokauf nicht mehr für den Strom gereicht.“

Dabei investieren Autokonzerne wie die Daimler AG und auch Tesla in einen Ausbau des Ladenetzes in Deutschland. Laut Tesla-Chef Elon Musk will Tesla seine Supercharger sogar allen Automarken zugänglich machen. An genügend Ladestationen sollte es dem Tesla-Fahrer also nicht mangeln.

Auch wenn die Lidl-Kundin mit einem Augenzwinkern von dem Vorfall berichtet - ärgerlich ist es wohl trotzdem. „Ich muss ja sagen, ich nutze die kostenlose Lademöglichkeit auch gerne, aber *während* ich bei Lidl einkaufe. Ist halt schade, wenn die Ladeschnorrer die Säulen belegen und die Mitarbeiter nur mit den Schultern zucken“, schreibt sie weiter.

Strom-Klau bei Lidl: eine App soll Strom-Schnorren verhindern

Das Problem der Strom-Schnorrer ist Lidl bereits bekannt. Es stand sogar schon die Frage im Raum, ob Lidl und Co. die kostenlosen E-Ladesäulen wieder abbauen. Denn es ist weder im Sinne der Kunden, noch des Discounters, das Vorgehen der Strom-Diebe durchgehen zu lassen. Statt das Angebot einzuschränken, sucht Lidl aktuell nach anderen Lösungen. So wurde bereits die Abgabemenge des Stroms der Lidl-Ladesäulen begrenzt.

Außerdem arbeitet der Discounter an einer E-Charge-App, für die sich die Kunden erst registrieren müssen, bevor sie aufladen dürfen. Das würde auch die Kundin begrüßen. „Bitte Lidl Deutschland, nehmt die eCharge App aktiv in Betrieb, damit dieses Schnorren endlich aufhört“, schreibt sie auf Facebook. In Heilbronn wird außerdem eine völlig neue Bezahlmethode für Lidl per App entwickelt.

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