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Lidl streicht Kundin Abholservice - 82-Jährige soll Gefrierschrank auf Straße schleppen

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Von: Franziska Schuster

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Eine Frau mit Rollator trägt einen Mund-Nasen-Schutz und passiert eine Filiale von Lidl.
Eine Lidl-Kundin bestellte für ihre 82-jährige Mutter einen Tiefkühlschrank beim Discounter. Der kam nie an (Symbolbild). © Lorenzo Carnero/dpa

Eine Lidl-Kundin ist fassungslos: Über den Onlineshop orderte sie einen Tiefkühlschrank für ihre 82-jährige Mutter. Doch die Bestellung lief anders ab, als gedacht.

Neckarsulm - „Lidl lohnt sich“, lautet das Versprechen des Discounters. Mit einem großen Sortiment inklusive zahlreicher Eigenmarken lockt der Händler seine Kunden an. In Zeiten der Coronapandemie steht auch der Onlineshop des Discounterriesen hoch im Kurs. Anders als beim Filialverkauf sind dort viele Non-Food-Artikel wie Kleidung oder Haushaltsgeräte dauerhaft verfügbar.

Doch nicht immer laufen Bestellungen dort problemlos ab. Kunden liefen beim Lidl-Onlineshop Sturm, weil es Ärger mit den Retouren gab. Eine andere Kundin beschwerte sich zuletzt über den Kundenservice von Lidl. Sie wartet bereits seit Monaten auf eine Erstattung ihres Einkaufs.

Eine 82-jährige Frau wurde nun ebenfalls vom Lidl-Service schwer enttäuscht. Ihre Tochter wandte sich mit ihrem Problem und ihrer Beschwerde über Facebook an den Discounter. Was der Frau widerfahren ist, hat so gar nichts mit gutem Service zu tun.

Tiefkühlschrank wird nicht wie vereinbart von Lidl abgeholt - „Es hat niemand geklingelt“

Wie die Tochter der Seniorin auf Facebook schreibt, kaufte sie ihrer Mutter einen von Lidl beworbenen Tiefkühlschrank. Vor allem das Angebot des Discounters, bei Lieferung auch das Altgerät mitzunehmen und zu entsorgen, sprach der Frau zu. Doch alles lief anders als geplant. „Der Altgeräteabholservice hat uns hängen lassen“, klagt sie in ihrem Post.

Die Bestellung stand offenbar von Anfang an unter keinem guten Stern. „Meine Mama war so aufgeregt, weil sie Sorge hatte, sie verpassen zu können, die arme Frau stand von 13 bis 18 Uhr am Fenster“, berichtet die Tochter. Doch der Abholservice kam nicht. Als die Kundin daraufhin bei der Firma anrief, wurde ihr mitgeteilt, sie wären da gewesen, doch niemand habe aufgemacht. „Meine Mama hat sich darüber so aufgeregt, dass ich mir Sorgen machen musste. Es hat niemand geklingelt“, beteuert die Frau.

Doch damit nahm die Odyssee der Kundin kein Ende. Wenig später erhielt sie verwirrende Mails. Da sie bei Aufgabe der Bestellung keine Telefonnummer angegeben habe, sei der Kauf storniert worden. Das stimmt laut der Kundin jedoch nicht. „Ich habe schriftlich und fernmündlich überall Telefonnummern hinterlassen. Alle Beteiligten haben meine Telefonnummer.“ Die Frau ist sichtlich frustriert. „Ich habe so viele Mails von Lidl bekommen, dass ich inzwischen selbst nicht mehr durchblicke. Sowas hab ich noch nicht erlebt.“

Lidl-Kundin enttäuscht: „Da ist ja die Sperrmüllabfuhr flexibler“

Eine Mail des Discounters aus Baden-Württemberg bringt die Tochter der 82-Jährigen jedoch erst so richtig auf die Palme: Ihre Mutter solle das Altgerät „versandfertig“ einpacken und an die Straße stellen. „Wie stellt man sich das denn vor? Meine 82-jährige Mutter schiebt einen 72 Kilo schweren Gefrierschrank auf die Straße? So war das gar nicht vereinbart. Da ist ja die Sperrmüllabfuhr flexibler“, regt sie sich auf.

Aus ihrem Kauf zieht sie ein ernüchterndes Fazit: Nie wieder wolle sie etwas über den Onlineshop bestellen. „Die ganze Vorfreude auf das Gerät - futsch. Und es ist noch nicht mal da“, schreibt sie enttäuscht. Eine andere Lidl-Kundin erhielt zwar ihre Ware, doch sie war entsetzt darüber, wie der Discounter diese verschickt.

Lidl entschuldigt sich bei Facebook für die misslungene Bestellung. „Wir bedauern sehr, dass du keine guten Erfahrungen mit deiner Bestellung gemacht hast“, schreibt das Social-Media-Team des Discounters und fordert die Kundin auf, ihr Anliegen über eine private Nachricht an das Unternehmen zu schicken.

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