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Lidl-Kunde wütend über Lade-Schnorrer: „Unfair den Autofahrern gegenüber, die mit Benzin fahren“

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Von: Franziska Vystrcil

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E-Ladestationen für Elektroautos bei Lidl
Lidl-Kunden können ihr E-Auto während des Einkaufens bequem laden. Doch das Angebot wird auch von Nicht-Kunden ausgenutzt. © Horst Schnase/imago images

Viele Lidl-Kunden nutzen das Angebot, ihr E-Auto beim Discounter laden zu können. Häufig wird dies jedoch auch ausgenutzt. Ein Kunde findet das ungerecht.

Neckarsulm - Wer beim Discounter Lidl einkauft, den locken mittlerweile nicht nur das große Sortiment und die günstigen Eigenmarken an. Viele Verbraucher nutzen den Einkauf auch, um ihr E-Auto auf dem Parkplatz zu laden. Leider wird dieses Angebot von immer mehr Leuten missbraucht. Vor allem Lade-Schnorrer machen Probleme, die lediglich zum Laden kommen, ohne auch nur einen Fuß in die Filiale zu setzen.

Das ist dem Discounter aus Baden-Württemberg durchaus bekannt. Ob Lidl, Ikea und Co. die Ladestationen sogar irgendwann abbauen, könnte nur eine Frage der Zeit sein. Um dreisten Nicht-Kunden das Laden zu erschweren, wurde die Abgabemenge des Stroms von Lidl bereits begrenzt. Außerdem entwickelte Lidl eine E-Charge-App, bei der sich Kunden erst registrieren müssen, bevor sie aufladen dürfen.

Doch auch das schreckt die Lade-Schnorrer offenbar nicht ab. Das ärgert vor allem Lidl-Kunden, die tatsächlich im Markt einkaufen und ihr E-Auto währenddessen laden möchten. Aber auch Fahrern von Verbrennern stößt das egoistische Verhalten vieler E-Autofahrer sauer auf, wie ein Facebookpost zeigt.

Lidl-Kunde regt sich über Streit um Ladesäulen auf: „Finde ich abartig“

Wie der Kunde auf der Lidl-Community-Seite berichtet, hat er schon mehrmals beobachtet, wie Nicht-Kunden die Ladesäulen belegen. „Ich wollte mal fragen, ob Lidl eventuell auch Tankgutscheine (Benzin/Diesel) verschenkt?“, schreibt er sarkastisch an den Discounter gerichtet. Vom Verhalten der Lade-Schnorrer ist er entsetzt. „Da wird dann im Auto zum Beispiel Zeitung gelesen, sodass es beim Ladevorgang nicht allzu langweilig wird“, so der Mann weiter.

Doch was der Sache seiner Meinung nach die Krone aufsetzt: „Jetzt wird sich sogar um die beiden Ladeplätze gestritten!“ Ein E-Autofahrer habe zum anderen im Streit gesagt, dass eine Stunde laden reichen sollte, da er nun dran sei und er noch zur Spätschicht müsse. Eine andere Lidl-Kundin berichtet, dass sich Gruppen von Teslafahrern zum Laden bei Lidl verabreden.

Für den Lidl-Kunden inakzeptabel. „Finde ich abartig“, äußert er sich. Er hat auch eine Idee, wie solch dreistes Verhalten gestoppt werden könnte. „Ich hoffe, dass Lidl das kostenlose Laden unterbindet“, schreibt er. Seiner Meinung nach ist das Kunden wie ihm gegenüber sowieso nicht gerecht. „Schließlich ist das unfair den Autofahrern gegenüber, die mit Benzin beziehungsweise Diesel fahren“, lautet sein Argument für die Abschaffung der kostenlosen Ladesäulen.

Lade-Schnorrer nicht nur bei Lidl ein Problem - auch Kaufland betroffen

Zu Ärgernissen mit Nicht-Kunden, die das Ladeangebot bei Lidl dennoch nutzen, kam es in der Vergangenheit immer wieder. Eine Lidl-Kundin berichtete wütend, dass ein Tesla-Fahrer die Ladesäule über Stunden blockierte.

Auch andere Unternehmen haben mit Strom-Zockern zu kämpfen. Bei Lidls Schwesterunternehmen Kaufland gibt es ähnliche Probleme. Ein Kunde ärgert sich, dass Kaufland nichts gegen die Lade-Schnorrer unternimmt.

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