Facebook-Beschwerde

Lidl-Kunde findet Zustände in Heilbronner Filiale unhaltbar - „habe Polizei informiert“

lidl einkaufswagen
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Ein Lidl-Kunde fühlt sich in einer Filiale in Heilbronn nicht mehr sicher.
  • Julian Baumann
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Die Discounterkette Lidl hat Filialen in 32 Ländern. Mit dem Zustand in einer Filiale in Heilbronn war ein Kunde aber nicht einverstanden, wie er auf Facebook schrieb.

Heilbronn - Die Discounterkette Lidl mit Hauptsitz in Bad Wimpfen (Kreis Heilbronn) ist mit 10.800 Filialen in 32 Ländern der größte Discounterkonzern der Welt. Die Kunden schätzen vor allem das große Sortiment und die günstigen Eigenmarken, immer wieder kommt es jedoch auch zu Beschwerden. Ein Kunde kritisierte Lidl kürzlich aufs Heftigste: „Die Backwaren schmecken nach Reinigungsmittel“, schrieb er. Eine andere Lidl-Kundin forderte dagegen Einkaufswägen für Zwillinge in allen Filialen.

Ein Kunde, der sich nun auf der Facebook-Seite von Lidl beschwerte, hatte jedoch an einer bestimmten Filiale des Discounters etwas auszusetzen. Er fand die Zustände in einem Lidl-Markt im baden-württembergischen Heilbronn offenbar so unhaltbar, dass er Ordnungsamt und Polizei benachrichtigte.

Lidl-Kunde von Zuständen in Filiale schockiert - „kommen Sie ihrer Aufsichtspflicht nach“

Aufgrund der anhaltenden Krise durch das Coronavirus in Baden-Württemberg gelten auch beim Einkaufen noch immer bestimmte Regeln. Lebensmittelhändler wie Lidl hatten zwar auch während der coronabedingten Lockdowns für die Kundschaft geöffnet, Einschränkungen gab es dennoch. Aktuell gilt beim Einkaufen in den Lidl-Filialen zumindest noch die Maskenpflicht. Diese Regelung führt jedoch bereits seit langer Zeit immer wieder zu Auseinandersetzungen.

Im vergangenen Jahr schubste und schlug eine Frau einen 11-Jährigen, weil dieser ohne Mundschutz in einem Supermarkt im Kreis Ludwigsburg war. Und auch in Tuttlingen wurde ein Türsteher eines Supermarktes gewalttätig, weil ein Kunde keine Maske trug. Die aktuelle Beschwerde eines Lidl-Kunden auf Facebook betrifft ebenfalls die Maskenpflicht. „Warum sorgt die Geschäftsleitung von Lidl Heilbronn, nicht dafür, dass die Kunden Ihre Masken tragen?“, fragt er in seinem Beitrag. „Bitte kommen Sie Ihrer Aufsichtspflicht nach.“ Der Kunde griff zwar nicht gleich zu Gewalt, ging jedoch nach eigenen Angaben so weit, Polizei und Ordnungsamt zu unterrichten.

Lidl nimmt „Hinweis sehr ernst“ doch Facebook-Nutzer verstehen Beschwerde nicht

In der Landeshauptstadt Stuttgart ist die Polizei Stuttgart für die Kontrolle der Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus zuständig. In Heilbronn wären demnach die Beamten der Heilbronner Polizei die richtigen Ansprechpartner. Mitarbeiter in Supermärkten und Discountern wie Lidl können die Kunden jedoch auf die geltende Maskenpflicht hinweisen oder ihnen den Zugang verwehren. „Wir nehmen deinen Hinweis sehr ernst“, schrieb Lidl auf die Beschwerde des Kunden.

Unter dem Facebook-Post des Lidl-Kunden zeigen andere Nutzer jedoch Unverständnis über die Beschwerde. „Ganz einfach, weil sie [die Lidl-Filiale in Heilbronn, Anm.d.Red.] dafür nicht zuständig ist“, schrieb eine Userin. „Weil Lidl und generell die Mitarbeiter des Einzelhandels keine Maskenpolizei sind“, schrieb ein anderer. Eine Nutzerin hielt die Reaktion des Lidl-Kunden sogar für kindisch. „Aufsichtspflicht, hab ich was verpasst?“, fragte sie. „Sind wir im Kindergarten?“ Zum Schutz vor dem Coronavirus ist eine korrekt getragene Maske im Einzelhandel und auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Ob man bei einem bemerkten Verstoß gleich die Polizei alarmieren muss, sei dahingestellt.

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