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Lidl und Kaufland müssen zittern: Supermarkt plant Offensive in Baden-Württemberg

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Von: Franziska Vystrcil

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Eine Alnatura-Filiale von Außen.
Große Konkurrenz für Lidl, dm und Co.: Der Bio-Supermarkt Alnatura eröffnet neue Filialen (Symbolbild). ©  Sven Simon/IMAGO

Händler wie Lidl und Kaufland haben bereits eine große Produktpalette an Bio-Artikeln. Nun bekommen die großen Ketten jedoch Konkurrenz: Von Bio-Händler Alnatura.

Stuttgart - Bio liegt im Trend. Sowohl bei Lebensmitteln, als auch bei Kosmetik- und Drogerieprodukten legen Verbraucher immer mehr Wert auf das Gütesiegel. Auf diesen Zug sind auch Supermarktketten und Discounter wie Kaufland und Lidl längst aufgesprungen. Doch die Konkurrenz ist groß: Die Bio-Produkte von Alnatura werden schon länger von Handelspartnern wie etwa Edeka Südwest vertrieben. Die Drogeriekette dm nahm die Ware von Alnatura jedoch nach einem erbitterten Rechtsstreit aus dem Sortiment.

Doch auch mit eigenen Biomärkten ist die Marke erfolgreich. Besonders gut läuft es für Alnatura in Baden-Württemberg: Allein dort betreibt der Händler 34 Märkte. Im benachbarten Bundesland Bayern gibt es bisher 24 Alnatura-Filialen. Künftig will Allnatura seinen Standort im Südwesten noch weiter ausbauen. Das erhöht auch den Druck auf die Konkurrenz.

Trend hin zu Bio: Alnatura stärkt Standorte im Südwesten

Immer mehr Verbraucher greifen bewusst zu Bio-Produkten. Vor allem in der Coronapandemie hat sich der Trend noch verstärkt. Wie die Badische Zeitung berichtet, hat der Umsatz mit Biolebensmitteln 2020 um 20 Prozent zugelegt und fast 15 Milliarden Euro an Gewinn eingebracht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr legte der Umsatz von Alnatura um sieben Prozent auf 1,15 Milliarden Euro zu. Schon jetzt ist der Händler mit 140 Filialen in Deutschland die größte Bio-Handelskette im Land.

Und daran soll sich offenbar so schnell nichts ändern. Alnatura hat sein Marktnetz immer weiter ausgebaut. Im Geschäftsjahr 2020/2021 kamen bereits Märkte in Offenburg und Freiburg hinzu. 2022 will der Bio-Händler weiter expandieren. Insgesamt sind zwölf neue Standorte geplant, berichtet die Badische Zeitung. Auf Süddeutschland setzt Alnatura dabei einen Schwerpunkt. In Weil am Rhein etwa soll bereits die zweite Filiale im Ort enstehen, im bayrischen Lindau am Bodensee soll ebenfalls ein Markt enstehen.

Alnatura expandiert: Zahl der Beschäftigten steigt

Mit der Zahl der Filalien stieg im letzten Geschäftsjahr auch die Zahl der Beschäftigten: Von rund 230 Angestellten auf 3.740. Im laufenden Geschäftsjahr soll das noch gesteigert, mehr als 4.000 Mitarbeiter will Alnatura dann zählen. „Aktuell haben wir 200 offene Stellen“, sagte Götz Rehn, Geschäftsführer von Alnatura, in einer Pressekonferenz. 100 Biohöfe beliefern den Händler, insgesamt wetden 17.500 Hektar Land im Auftrag des Bio-Händlers bewirtschaftet. Den Öko-Boom bekommt auch die Landwirtschaft in Baden-Württemberg zu spüren: Die Zahl der Bio-Landwirte stieg 2020 um 50 Prozent.

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