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Lidl oder Aldi? Dieser Discounter ist wirklich der billigste

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Von: Sina Alonso Garcia

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Aldi oder Lidl: Wer macht das Rennen um den günstigsten Discounter? © Imago/Michael Gstettenbauer

Im Kampf um den Titel des günstigsten Discounters liefern sich Lidl und Aldi einen erbitterten Wettstreit. Ein Preisvergleich legt nun offen, wer billiger ist.

Düsseldorf - Seit Jahren versuchen Lidl und Aldi, sich gegenseitig mit günstigen Preisen zu unterbieten - denn „Konkurrenz belebt das Geschäft“. Doch welcher der beiden Discounter bietet die niedrigeren Preise? Der unabhängige Journalist Maximilian Nowroth hat den Test gemacht und veröffentlichte die Ergebnisse auf seinem Youtube-Kanal. In seinem Warenkorbvergleich erwarb er 30 Produkte des täglichen Bedarfs sowohl von Aldi als auch von Konkurrent Lidl.

„Ich habe einfach keine Lust mehr, mich auf windige Warenkorbvergleiche zu verlassen, die die beiden Discounter selbst in Auftrag gegeben haben“, erklärt Nowroth in seinem Youtube-Video. „Deswegen dachte ich mir, ich mache einfach einen eigenen Testkauf.“ Bei seinem Selbstversuch orientierte er sich an zwei Kriterien: „Erstens kaufte ich nur Artikel ein, die von Produkt und Menge identisch und damit vergleichbar waren. Zweitens sollten es nicht mehr als 30 sein - schließlich musste ich das ganze Zeug ja auch irgendwie aufbrauchen können.“

Lidl und Aldi: Warenkörbe im Vergleich -„wir haben einen klaren Gewinner“

Nowroths Warenkorb bestand zunächst aus 15 Basic-Produkten: Brot, Butter, Marmelade, H-Milch, Käse, Gurken, Äpfel, Bananen, Schokolade, Orangensaft, Wasser, Tee, Nudeln, ein Fertiggericht aus der Tiefkühltruhe und Klopapier. „Diese Produkte kaufte ich alle bei den Eigenmarken der Discounter.“ Hinzu kamen je sieben Produkte von bekannten Marken, die es sowohl bei Aldi als auch bei Lidl gibt - darunter zum Beispiel eine Dose Coca-Cola oder ein Glas Nutella. „Die Markenprodukte kaufte ich jedoch nicht im Sonderangebot, sondern nur, wenn sie zum regulären Preis zu haben waren.“ Außerdem erwarb Nowroth je fünf Bio-Produkte wie Karotten oder Eier sowie je drei Trend-Produkte wie Hafermilch oder High Protein Pudding.

Seine Einkäufe besorgte der Journalist in der Lidl-Filiale auf der Königsallee in Düsseldorf sowie im Aldi-Markt, der direkt gegenüber liegt. Das Resümee: „Wir haben einen klaren Gewinner - mein Einkauf war bei Aldi günstiger.“ Bei Lidl bezahlte er für die Produkte insgesamt 44,02 Euro, bei Aldi nur 42,07 Euro.

Lidl und Aldi im Vergleich: Aldi schlägt Lidl in 2 von 3 Kategorien

Für die einzelnen Kategorien kann Nowroth vermerken: „Konkret habe ich am Ende für alle 15 Grundnahrungsmittel bei Lidl 84 Cent mehr bezahlt als bei Aldi - ein Unterschied von rund fünf Prozent.“ Der Grund: „Gurken, Äpfel und Bananen waren bei meinem Einkauf bei Aldi deutlich günstiger als bei Lidl.“ Bei den Markenprodukten gewinnt Lidl mit immerhin sechs Cent Vorsprung. Bei den Bio- und den Trend-Produkten liegt hingegen wieder Aldi mit einem Euro Preisvorteil klar vorne.

„Mein Vergleich hat natürlich keinen wissenschaftlichen Anspruch - ich bin ja kein Marktforscher“, räumt Nowroth ein. „Aber ich bin Verbraucher und gehe einmal pro Woche für meine Frau und mich einkaufen. Ich weiß daher ganz gut, was so aufs Band gelegt wird.“ Zudem hatte sich der Journalist zuvor im Rahmen wissenschaftlicher Studien aus dem Lebensmittelsegment über das Thema Einkaufsverhalten von Verbrauchern informiert.

Lidl vs. Aldi: Hier scheiden sich die Geister

Während in Nowroths Versuch also Aldi vorne lag, gibt es klare Lidl-Fans, die Aldi ablehnen und wohl trotz dieser Erkenntnis lieber bei Lidl einkaufen würden. Erst kürzlich erklärte eine Amerikanerin, Lidl lasse Aldi „schäbig aussehen“. Auch in den USA gelten die deutschen Discounter als erbitterte Konkurrenten.

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