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Sparkasse, Postbank, ING: Tausenden Bankkunden droht die Konto-Kündigung

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Kunden von Banken wie Sparkasse, ING oder Postbank könnten bald Konto-Kündigungen bekommen. Es sei denn, sie haben einer speziellen Sache zugestimmt.

Hamm - Wer viel Geld auf dem Konto seiner Bank liegen hat, könnte bald zur Kasse gebeten werden. Denn viele Kreditinstitute verlangen mittlerweile ab einem bestimmten Vermögen Negativzinsen. Wer dem Ganzen nicht zustimmt, dem könnte mit einer Kündigung gedroht werden. Tatsächlich könnte das auf lange Sicht sogar auf fast alle Bankkunden zukommen, wie wa.de berichtet.

BankPostbank
HauptsitzBonn
Gründung1990

Postbank, Sparkasse, ING: Vielen Bankkunden droht die Kündigung

Laut Handelsblatt verlangen immer mehr Kreditinstitute Negativzinsen. Bei vielen Banken fallen die sogenannten Verwahrentgelte an, sobald der Kunde ein Vermögen von mehr als 50.000 Euro auf seinem Konto liegen hat. Bei einigen Instituten trifft es aber schon Gering- und Mittelverdiener: Hier wird das Verwahrentgelt mitunter sogar schon ab einem Betrag von 5000 Euro auf dem Konto einkassiert.

Wie Tagesschau berichtet, machen jetzt immer mehr Banken ernst. So gab es bereits im vergangenen Jahr den Fall, dass die Stadtsparkasse Düsseldorf Kunden gekündigt hat, die den Negativzinsen nicht zustimmen wollten. Nun ziehen andere Institute nach. So hat die Postbank mehreren Kunden, die mehr als 50.000 Euro auf ihren Konten liegen hatten und dem Verwahrentgelt ihre Zustimmung verweigerten, die Geschäftsbeziehung gekündigt. Laut einem Sprecher der Deutschen Bank konnten mit den meisten Kunden aber einvernehmliche Lösungen gefunden werden.

Auch in der Sparkasse Dortmund gab es Kündigungen. Hier ist in einem Bericht des Handelsblatts von 15 Fällen die Rede. Bei ING soll in den nächsten Wochen ebenfalls zu diesem Vorgehen gegriffen werden. Ein Sprecher der Direkt-Bank erklärt der Tagesschau, dass die Kündigungen sogar eine „niedrige vierstellig Anzahl an Kunden“ betrifft. Diese hätten auch nach mehrfacher Erinnerung dem Negativzins nicht zugestimmt.

Negativzins: Nicht alle Banken drohen den Kunden mit Kündigung

Wie auf chip.de nachzulesen ist, wollen Konkurrenten wie die Berliner Sparkasse oder die Commerzbank stattdessen noch abwarten. Bevor es zur Kündigung kommt, sollen einvernehmliche Lösungen für die Kunden gefunden werden.

Sparkassen-Logo
Kunden der Sparkasse und anderer Banken könnte schon bald das Konto gekündigt werden. © Marijan Murat/dpa

Es gibt aber generell einen Lichtblick: So haben viele Banken verlauten lassen, dass sie in der Zukunft wieder auf Negativzinsen verzichten, sobald die Europäische Zentralbank keine Strafzinsen mehr von den Kreditinstituten verlangt. Solange das aber ausbleibt, könnte sich das Problem stattdessen noch vergrößern. Oliver Mihm, Chef der Bankberatungsfirma Investors Marketing, könnte sich vorstellen, dass auch Gering- und Mittelverdiener von den Kündigungsdrohungen betroffen sind, sobald 85 bis 90 Prozent der Kunden die neuen Geschäftsbedingungen mit dem Verwahrentgelt akzeptieren würden. Derzeit liegt die Zustimmungsquote bei rund 70 Prozent.

Wer sein erspartes Geld ausgeben möchte, hat mittlerweile wieder vermehrt Möglichkeiten dazu. Nach langer Corona-Pause sind wieder Urlaube im Ausland möglich. Doch wen es beispielsweise in die Türkei verschlägt, muss im Urlaub noch einige Corona-Regeln beachten. Und auch in Griechenland gibt es noch einige Corona-Maßnahmen, an die sich Urlauber halten müssen.

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