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„So dumm verprellt man Stammkäufer“: Kunde entdeckt „Abzocke“ bei Haribo

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Von: Nadja Pohr

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Tüten Gummibärchen der Marke HARIBO
Über den reduzierten Inhalt der Haribo-Packungen ärgert sich ein Kunde so sehr, dass er künftig lieber die Eigenmarke von Lidl kaufen will. (Symbolfoto) © IMAGO/mix1press

Immer wieder sorgen Mogelpackungen in den Regalen der Supermärkte und Discounter für Ärger bei den Verbrauchern. Ein Kunde zeigt sich auf Twitter wegen einer Haribo-Packung verärgert.

Stuttgart - Die Preise bei verschiedenen Produkten und Lebensmitteln stiegen in den vergangenen Wochen aufgrund der Inflation an. In den Regalen der Supermärkte und Discounter machte sich aber auch ein weiteres Phänomen bemerkbar: die Shrinkflation. Dabei verkleinern viele Lebensmittelhersteller ihre Portions- beziehungsweise Verpackungsgrößen, behalten aber gleichzeitig den Preis bei, um so die Inflation zu verbergen. Zuletzt warnten die Verbraucherschützer immer wieder vor der Shrinklfation und auch die Bürger wüten über die „Abzocke“. Immer mehr Kunden wenden sich von großen Herstellern ab.

„So dumm verprellt man Stammkäufer“: Haribo-Kunde will künftig nur noch bei der Konkurrenz kaufen

Auf Twitter teilte ein User ein Foto zweier Tüten der sauren Goldbären von Haribo und machte seinem Ärger Luft. „Jetzt Shrinkflation auch bei Haribo: Frech 25 Gramm geklaut, aber Preis gleich“, schreibt der Nutzer. Tatsächlich erkennt man auf dem Foto, dass in der einen Packung noch 200 Gramm und in der anderen nur 175 Gramm sind. „So dumm verprellt man Stammkäufer mit Abzocke - dann wird eben Lidl-Eigenmarke gekauft“, wütet der Kunde.

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Unter dem Beitrag berichten weitere Twitter-User, dass die Shrinkflation schon seit Monaten zu spüren sei. „Bis letzte Woche gab es wo ich wohne noch 200 Gramm. Jetzt nicht mehr“, entgegnet der Verfasser. Er argumentiert weiter, dass die Produktionskosten von Haribo nicht gestiegen seien - zumindest könne er das nicht nachvollziehen. „Haribo zockt ab, wie alle. Das hat NICHTS mit Corona oder dem Russenangriff zu tun, das ist Gier“, stellt er klar.

Andere machten ebenfalls bereits fiese Entdeckungen bei Haribo

Es ist jedoch nicht die erste Beschwerde, die sich an den Süßwarenproduzenten Haribo richtet. Bereits vor einigen Monaten machten einige Facebook-User die fiese Entdeckung, dass die Verpackungen geschrumpft sind und der Preis gleichzeitig gestiegen ist. Haribo Deutschland-Vertriebschef Gordon Kaup sagt, dass das kein Geheimnis sei. All das geschehe „ganz transparent“, erklärte der Haribo-Chef gegenüber damals der Lebensmittel Zeitung.

Scheinbar ist die Umstellung bei dem Bonner Unternehmen wohl nicht transparent genug kommuniziert worden, wie das Beispiel des verärgerten Twitter-Users zeigt. Viele Kunden haben es eben immer noch nicht mitbekommen und die Mogelpackungen sorgen nach wie vor für Aufregung.

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