Mütter geben Drogerie-Riese Contra

dm nimmt beliebtes Baby-Produkt aus dem Sortiment – „für meine Tochter eine Katastrophe“

Ein Baby liegt da und weint bitterlich.
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Die Drogeriemarktkette dm hat ein beliebtes Baby-Produkt aus dem Vor-Ort-Sortiment genommen. Auf Facebook üben besorgte Eltern deshalb massive Kritik.
  • Jason Blaschke
    VonJason Blaschke
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Die Drogeriekette dm nimmt ein wichtiges Produkt aus dem Vor-Ort-Sortiment – zum Missfallen zahlreicher Mamas, denn: Es geht um das Wohl ihrer Kinder.

Karlsruhe – Die Drogeriekette dm aus Karlsruhe wurde im Jahr 1973 ins Leben gerufen und zählt heute tausende Filialen – auch im EU-Ausland. Die Produktpalette ist mittlerweile riesig: Neben klassischen Drogerieartikeln wie Duschgel oder Shampoo finden die Kunden bei dm auch Lebensmittel, Medizinprodukte und Baby-Sortiment. Regelmäßig kommen neue Produkte oder vermeintlich innovative Dienstleistungen wie das Live-Shopping „dmLive“ dazu.

Doch ab und an kommt es auch vor, dass dm sein Sortiment verkleinert und Produkte nicht oder nicht mehr regelmäßig in seinen Filialen führt. Manchmal passiert das ganz unauffällig und wird gar nicht bemerkt. In manchen Fällen aber lösten diese Sortiment-Korrekturen Ärger und Unverständnis aus – zum Beispiel Anfang Februar, als dm die „nachhaltigen Teelichter“ kurzerhand aus den Regalen kickte. Allerdings waren die Reaktionen auf Facebook dazu im Februar noch vergleichsweise human.

Böse Überraschung für dm-Kundin – bekanntes Windel-Produkt ist unauffindbar

Ganz anders im aktuellen Fall – denn es geht um ein Thema, bei dem viele Eltern keinen Spaß verstehen: Windeln. Eine dm-Kundin hatte von einer Mitarbeiterin im Markt erfahren, dass die „Rascal+Friends“-Windeln ab sofort nicht mehr im Vor-Ort-Sortiment geführt werden. Das sei nicht bloß schade, sondern für sie und ihre Tochter „eine Katastrophe“, denn: „Sie verträgt keine der anderen Windeln.“ Dass die Windeln noch im Online-Shop gekauft werden können, hilft der Kundin nicht weiter.

Namedm-drogerie markt
GründerGötz Werner
Gründung28. August 1973
CEOChristoph Werner
Tochtergesellschaftdm drogerie markt GmbH

Schon tagelang seien die „Rascal+Friends“-Windeln online ausverkauft, schreibt die verärgerte Facebook-Userin – und bekommt dabei viel Zuspruch von anderen wütenden Mamas. Eine Mutter schildert, dass sie ihr Kind nachts ständig zum Wickeln wecken müsse, weil es „vollkommen nass“ sei und gibt zu bedenken: „Wenn die Windeln online nicht mehr vorrätig sind, können die gar nicht schlecht gelaufen sein.“ Die Liste mit negativen Erfahrungen ließe sich noch lange weiterführen.

Keine „Rascal+Friends“-Windeln im Vor-Ort-Sortiment – dm äußert sich dazu

Mittlerweile hat sich auch dm zum Thema geäußert und erklärt, warum die „Rascal+Friends“-Windeln aus dem Vor-Ort-Sortiment verschwunden sind. „Leider wurden die „Rascal+Friends“-Windeln in unseren dm-Märkten zuletzt sehr wenig gewünscht, weshalb wir uns entschieden haben, sie bloß noch im Onlineshop anzubieten.“

Das wiederum habe zur Folge gehabt, dass die Windeln online schnell vergriffen waren, schreibt die Drogeriekette. Für eine Userin keine Rechtfertigung, sie kontert: „Sehr, sehr schade und unverständlich! Das sind die einzigen Windeln, die bei uns nachts halten!“ Die Not ist groß – und bewegt manche Mamas zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. „Ich habe ‚Rascal+Friends‘ einmal persönlich angeschrieben und um Hilfe gefragt. Die Hoffnung stirbt zuletzt“, textet eine verzwefelte Facebook-Userin.

Gute Neuigkeiten für alle Mamas – beliebte Windel-Marke wieder bestellbar

Mittlerweile können die betroffenen Mamas aber aufatmen: Zwar gibt es die „Rascal+Friends“-Windeln nach wie vor nicht mehr im Vor-Ort-Sortiment, online ist das Produkt aber wieder verfügbar. Je nach Größe kostet eine Packung mit 24 Windeln zwischen 2,95 und 6,95 Euro – zuzüglich Versandkosten. Mamas und Baby können also wieder ruhig und trocken schlafen. Und womöglich gibt es nach der Ansage der Mütter die Windel bald auch wieder im Vor-Ort-Sortiment bei dm zu kaufen.

Erst vor ein paar Wochen hatte dm ein strittiges Produkt wieder ins Sortiment geholt, nachdem die Nachfrage wieder angestiegen war. Ganz anders im Fall eines anderen bekannten Produkts. Nach Informationen von echo24.de* gibt es bei Kaufland und Lidl seit Anfang 2022 ein Verkaufsverbot, das für alle Händler bindend ist – glücklicherweise gibt es eine Alternative. Denn anders als im Fall von dm steht dabei nicht die Gesundheit von Babys auf dem Spiel. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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