Kunden kritisieren Umwandlungen

Kunden stinksauer über weitere Real-Übernahmen durch Kaufland - „Beides ranzige Läden“

Kunden beim Einkauf im Supermarkt an der Kasse
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13 weitere Real-Filialen gehen an die Supermarktkette Kaufland. Die Kunden sind davon nur wenig begeistert (Symbolbild).
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Nachdem das Bundeskartellamt einer weiteren Übernahme von 13 ehemaligen Real-Filialen durch Kaufland zugestimmt hat, zeigen sich viele Kunden verärgert.

Neckarsulm - Weitere 13 Real-Filialen werden künftig das Banner von Kaufland tragen. Die Entscheidung hierfür fiel am 18. Februar. Und das, obwohl der Antrag des Unternehmens der Schwarz-Gruppe erst am 7. Februar dazu beim Kartellamt einging.

Offensichtlich stellt die Übernahme von weiteren Real-Standorten durch Kaufland in Hinblick auf wettbewerbsrechtliche Aspekte kein Problem für das Bundeskartellamt dar. Laut Informationen der Lebensmittelzeitung gibt es für die erste Umwandlung zu Kaufland bereits einen Termin. Am 9. Mai geht die Real-Filiale in Moers (Nordrhein-Westfalen) an die Supermarktkette aus Baden-Württemberg. Den Onlineauftritt „Real.de“ hat Kaufland bereits erfolgreich übernommen.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 21.02.2022 veröffentlicht. Da er für unsere Leser noch immer Relevanz besitzt, haben wir ihn erneut auf Facebook gepostet.

Bei den Verbrauchern kommt die Umstellung von Real auf Kaufland jedoch bisher nicht gut an. Auch bei der Nachricht, dass weitere Filialen in den Besitz von Kaufland übergehen, hält sich die Begeisterung bei den meisten in Grenzen.

Real wird zu Kaufland: „Natürliche Selektion“

Im Vergleich hat das Schwarz-Unternehmen die meisten Real-Filialen übernommen. Mit den dazugewonnenen 13 Märkten hat sich Kaufland insgesamt 128 Real-Filialen zu eigen gemacht. Ursprünglich hatte die Supermarktkette angekündigt, rund 100 Real-Filialen übernehmen zu wollen. Bei den hinzugewonnenen Filialen geht es um die Standorte in Braunschweig, Hermsdorf-Irxleben, Mülheim-Kärlich, Landsberg bei Halle, Saarlouis und Stuhr. Von den 13 Real-Märkten sollen sechs Standorte als Real weitergeführt werden. Auch die Kaufland-Konkurrenz schläft nicht. Globus rechne mit der Übernahme von 20 Real-Filialen, berichtet die Lebensmittelzeitung.

Die Tatsache, dass Real nach und nach von der Bildfläche verschwindet, ärgert vor allem die Verbraucher. „Irgendwie schade, dass es Real bald nicht mehr gibt“, schreibt etwa eine Frau auf Twitter. Manch einer trauert den Real-Märkten hinterher. „Ich glaub, ich geh heute noch ein allerletztes Mal im Real einkaufen, bevor daraus Kaufland wird“, hieß es in den Kommentaren. Einige machen sich auch darüber lustig. „Ich feier das Konzept, Real schließen und Kaufland öffnen“, tweetet „KauflandKarl“.

Für einen Twitter-Nutzer ist Kaufland zudem keinesfalls eine Verbesserung. „Beides ranzige Läden“, schreibt er. Als „natürliche Selektion“ bezeichnet ein anderer die Marktübernahmen.

Kunden enttäuscht von Real-Übernahme durch Kaufland: „Wird nicht meine Wahl“

Viele Kunden wenden sich ganz von den neuen Kaufland-Standorten ab, wollen sich lieber einen anderen Supermarkt suchen. „Da Kaufland gerade dabei ist, den Ex-Real in meiner Gegend zu übernehmen, ist es Zeit für mich, mir die anderen Märkte in meiner Gegend anzuschauen“, tweetet „Da Beppe“. „Kaufland wird nicht meine Wahl.“

Doch viele Nutzer sehen in der Umwandlung der Real-Märkte auch etwas Positives, freuen sich auf die neuen Kaufland-Filialen. „Real hat vor allem ein viel zu großes Non-Food-Sortiment, eine irrationale Warengruppenanordnung, veraltete Designs“, schreibt etwa ein Kunde. „Das gefällt mir nicht.“

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