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Kaufland-Kunde sauer auf Ladeschnorrer, die nicht einkaufen - „das nervt“

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Von: Julian Baumann

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Blauer Tesla beim Aufladen an einer Lidl-E-Ladestation.
Ein Kaufland-Kunde regt sich darüber auf, dass E-Autos stundenlang an den Ladesäulen hängen, obwohl deren Fahrer nicht einkaufen. © Imago/Pius Koller

Das E-Auto bei Kaufland kostenlos laden, ohne Einkaufen zu gehen - Davon zeigt sich ein Kunde auf Facebook genervt und wandte sich an das Unternehmen.

Neckarsulm - Batteriebetriebene Fahrzeuge setzen sich im Alltag allmählich gegen die Verbrenner durch. Für den endgültigen Durchbruch ist die Infrastruktur an Ladesäulen für E-Autos allerdings noch nicht weit genug ausgebaut. In Baden-Württemberg hat der Energiekonzern EnBW viele Ladesäulen in mehreren Städten aufgestellt, beispielsweise allein rund 200 in der Landeshauptstadt Stuttgart. Dort ist das Laden allerdings kostenpflichtig und die Strompreise steigen derzeit rasant an.

Mehrere Handelsunternehmen haben deshalb als Kundenanreiz kostenlose Ladesäulen vor ihren Filialen oder auf den Parkplätzen errichtet. Die Ladesäulen vor Filialen von Discounter-Ketten wie Lidl und Kaufland oder dem Möbelriesen Ikea sind eigentlich dafür gedacht, dass die Kunden ihre E-Autos während des Einkaufs laden können. Weil einige E-Auto-Fahrer ihre Fahrzeuge kostenlos laden, ohne überhaupt die Filiale zu betreten, geht Lidl bereits gegen Ladeschnorrer vor. Ein Kunde der Supermarkt-Kette Kaufland, die wie Lidl zur Schwarz-Gruppe mit Sitz in Neckarsulm gehört, empörte sich auf Facebook nun ebenfalls über die „Ladeschnorrer“.

Kaufland: Kunde beschwert sich über Ladeschnorrer - „warum wird dagegen nichts gemacht?“

Der Vormarsch der E-Autos und der Abschied der Verbrenner ist insgesamt ein heiß diskutiertes Thema. Aber auch das Laden der batteriebetriebenen Fahrzeuge wird oftmals zum Streitthema. In Stuttgart greifen manche zu unkonventionellen Methoden, um ihren Stromer per Haustrom zu laden. Stuttgart geht allerdings gegen „wildes Laden“ vor. Bei Supermarkt-Ketten wie Kaufland sind die Ladesäulen, und damit die Menge an E-Autos, die zeitgleich geladen werden können, begrenzt. Eine Lidl-Kundin regte sich bereits über einen Tesla auf, der stundenlang an einer Ladestation hing.

So ging es auch einem Kaufland-Kunden, der seine Erfahrung und seine Wut auf der Facebook-Seite des Unternehmens aus Baden-Württemberg kundtat. „Ich finde es mittlerweile echt nicht mehr schön, dass immer die Ladesäulen bei ihnen besetzt sind mit Fahrzeugen, die stundenlang laden“, schreibt er. Zudem blieben die Fahrer auch in dieser Zeit in ihren Fahrzeugen sitzen. „Es heißt doch einkaufen und laden bei ihnen, warum wird dagegen nichts gemacht?“. „Es nervt seit längerer Zeit“ und werde immer schlimmer, sodass manche Ladesäulen bei Kaufland überhaupt nicht mehr funktionieren, so der Kunde.

Kaufland-Kunde fordert Kontrollen - Unternehmen entschuldigt sich

Während Lidl bereits gegen „Ladeschnorrer“ vorgeht und das kostenlose Laden von E-Autos deutlich einschränkt, werden solche Aktionen über lange Frist wohl zum endgültigen Ende der kostenlosen Möglichkeit führen. Der Kaufland-Kunde fordert jedoch, dass die Einhaltung der Regel „nur laden, während man in der Filiale einkauft“ auch kontrolliert wird. „Schön wären Kontrollen oder Parkscheibenzwang“, schreibt er. Sonst mache es für ihn auch keinen Sinn „mehr dort einkaufen zugehen“.

Ein User kommentierte unter dem Post des Kaufland-Kunden, dass er sowieso nicht verstehe, warum solche kostenlosen Möglichkeiten noch angeboten werden. „Mein Benzin zahlen die Händler auch nicht, sollen die Fahrer dicker SUV Karren auch ruhig für ihren Strom bezahlen.“ Das Lebensmittelhandelsunternehmen aus Neckarsulm entschuldigte sich für den Sachverhalt. „Es tut uns sehr leid, welche Erfahrungen du in deiner Filiale mit den Ladesäulen machen musst“, heißt es dort.

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