In polnischer Filiale

Kaufland: Kunden müssen in riesigen Schlangen anstehen - „Rückkehr zum Kommunismus“

Kunden stehen in einer langen Schlange bei Kaufland an der Kasse an.
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Kunden standen in einer Kaufland-Filiale im polnischen Dęblin in einer monströs langen Schlange vor der einzigen geöffneten Kasse.
  • Valentin Betz
    VonValentin Betz
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Wer in den Supermarkt geht, steht oft an der Kasse Schlange. Meist geht das schnell, doch in Polen mussten Kunden bei Kaufland kürzlich eine Engelsgeduld beweisen.

Dęblin - Es gibt Menschen, die gerne einkaufen gehen. Andere sehen es als notwendiges Übel und bringen es so schnell wie möglich hinter sich. Seit der Corona-Pandemie dürfte der Anteil letzterer drastisch gestiegen sein. Denn schon bevor das Coronavirus wütete, war es zu Stoßzeiten unangenehm, lange an der Kasse warten zu müssen. In Köln forderte ein genervter Kunde deshalb schon Selbstbediener-Kassen von Lidl.

Seit Abstandsregeln gelten und der Einkauf nur noch mit Schutzmaske erlaubt ist, spielt zusätzlich zum Zeitaufwand auch immer eine latente Angst vor einer Corona-Infektion eine Rolle. Schon Anfang des Jahres machte Lidl und Kaufland deshalb die „Bundesnotbremse“ Sorgen. Die Discounter fürchteten lange Warteschlangen vor ihren Filialen. In Polen gab es eine solche jetzt bei Kaufland. Auf Facebook postete ein Kunde die Schlange des Grauens.

Kaufland: Kunden nehmen riesige Warteschlangen im Discounter hin

Der Facebook-Nutzer stellte zu seinem Beitrag zwei Bilder aus einer polnischen Filiale von Kaufland zur Verfügung. Der Supermarkt im Ort Dęblin platzt sichtlich erkennbar aus allen Nähten, der Kunde selbst scheint mittendrin in der Warteschlange zu sein, die seinen Angaben nach weit über 40 Personen umfasst. Sowohl vor als auch hinter ihm warten Menschen mit Einkaufswagen und Mundschutz darauf, abkassiert zu werden.

Den Angaben des Kaufland-Kunden zufolge weigerte man sich in der Filiale, mehr als eine Kasse zu öffnen. „Auf Nachfrage die trockene Antwort des Personals: ‚Es wird keine weitere geben‘“, schreibt er auf Facebook. Für den genervten Kunden hat die lange Warteschlange eine besorgniserregende Parallele zu längst vergangenen Zeiten.

Warteschlange bei Kaufland: Kunde verzweifelt - und zieht historische Vergleiche

Denn die lange Warteschlange erinnert den polnischen Kunden offenbar an kommunistische Zeiten. Statt virusbedingter Wartezeiten ergaben sich die Menschenansammlungen in der Supermärkten damals aber wohl eher aus Lebensmittelknappheit, wie auch der Kunde bemerkt.

„Ich gratuliere Kaufland zur Rückkehr zum Kommunismus. Wann wird es nur noch Essig und Senf in den Regalen geben?“, schreibt der Kaufland-Kunde auf Facebook. Wie ernst es der Mann mit der Frage meint, ist allerdings nicht überliefert.

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