Änderung in der Kritik

Kaufland: Enttäuschte Kunden wenden sich nach Umbau von Real-Filiale ab - „nicht, was wir wünschen“

Kunden stehen im Kassenbereich einer Kaufland-Filiale.
+
Kaufland nimmt den Umbau der ehemaligen Real-Filialen im laufenden Betrieb vor - dabei müssen die Kunden Abstriche machen (Symbolbild).
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
    schließen

Viele Kunden schätzten am Vollsortimenter Real gut gefüllte Frischetheken. Nach der Übernahme zahlreicher Real-Standorte durch Kaufland vermissen einige gerade dieses Angebot besonders.

Parchim - Nach der Übernahme zahlreicher Real-Märkte durch Kaufland mussten sich Kunden und Mitarbeiter auf Veränderungen einstellen. Real war für sein Vollsortiment bekannt, Kaufland legt hingegen einen stärkeren Schwerpunkt auf Lebensmittel. Was ein Kunde einer neuen Kaufland-Filiale in Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) jedoch schmerzlich vermisst: Eine Theke, an der es Frischfleisch gibt.

„Schade, dass Kaufland in der neuen Filiale in Parchim keine Frischfleischtheke mehr betreibt“, schreibt der Kunde auf der Facebook-Seite der Supermarkt-Kette. „Das war bei dem vorigen Markt (Real) deutlich besser. Damit hat Kaufland ein Angebot nicht übernommen, das bei vielen Kunden sehr beliebt war und - wie man vielerorts hört - sehr vermisst wird“.

Kaufland-Kunde: „Abgepacktes Fleisch ist nicht das, was sich Kunden wünschen“

Das abgepackte Fleisch sei „nicht das, was sich Kunden wünschen“, so der Verfasser des Beitrags. Er wisse, dass viele Kunden aus diesem Grund Abstand von Einkäufen bei Kaufland genommen hätten. Supermärkte wie Rewe, bei denen „versierte Mitarbeiter“ ein gewünschtes Stück Fleisch aussuchen und zuschneiden, seien da weitaus beliebter.

Dass sich durch den Aufkauf von Real durch andere Markt-Ketten auch das Angebot der Filialen ändert, dürfte nicht überraschen. Dennoch zeigen sich viele Kunden nach der Übernahme von Real durch Kaufland genervt.

Kaufland reagiert auf Beschwerde - und stimmt Kunde nicht zufrieden

Kaufland reagierte auf die Beschwerde und entschuldigte sich bei dem enttäuschten Kunden. Stattdessen verwies die Supermarkt-Kette auf einen „Rückverfolgungsservice“, mithilfe dessen Transparenz hinsichtlich der Herkunft des Fleisches geschaffen werden soll. Dies stimmte den Kunden jedoch nicht zufrieden. „Den Herkunftsnachweis kann man auch an einer Frischfleischtheke bekannt geben, Kaufland“, bemängelt er.

Das bereits abgepackte Billigfleisch, das in Supermärkten oft verkauft wird, schockiert Kunden immer wieder. Erst kürzlich reagierte eine Kaufland-Kundin entsetzt, als sie den Preis für eine Packung Hackfleisch im Prospekt sah. Es scheint so, als ob das Thema Tierwohl derzeit immer stärker ins Bewusstsein der Verbraucher gerückt ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare