Kaufland entschuldigt sich

Kaufland-Kundin entsetzt, wie Mitarbeiterin Regal einräumt - „absolut unhygienisch“

Einkaufswagen stehen vor einer Kaufland-Filiale.
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Eine Kundin beschwerte sich auf Facebook über das Verhalten von Kaufland-Mitarbeitern.
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Eine Kundin der Supermarkt-Kette Kaufland beobachtet beim Einkaufen in einer Filiale Mitarbeiter beim Einräumen von Waren - und ist entsetzt.

Neckarsulm - Die Supermarkt-Kette Kaufland aus dem baden-württembergischen Neckarsulm ist zusammen mit Lidl der größte Lebensmittelhändler Europas. In den vergangenen Monaten wuchs der Einzugsbereich der Kette sogar noch deutlich an, denn Kaufland bekam grünes Licht für die Übernahme von 92 Real-Filialen.

Aber immer wieder beschweren sich Kunden auf der Facebook-Community-Seite des Unternehmens und regen damit hitzige Diskussionen an. Ein Kunde entdeckte etwa im Kaufland-Onlineshop Gartenstühle für 10.000 Euro und postete seine Entdeckung ebenfalls in dem sozialen Medium. Eine weitere Kundin beobachtete nun ein Verhalten einer Kaufland-Mitarbeiterin, das ihr ganz und gar nicht richtig vorkam.

„Schuhe auf dem Tisch bringen Unglück“, heißt es einem Aberglauben zufolge. Getragene Schuhe auf dem Esstisch sind wohl aber auch nicht gerade hygienisch, wenn man anschließend darauf Essen möchte. Ein umgekehrtes Verhalten beobachtete die Kundin in einer Filiale von Kaufland. Dort stand eine Mitarbeiterin mit Schuhen in der Tiefkühlvitrine und räumte Waren ein. Auf Facebook postete die empörte Kundin ein Bild der Szene und löste damit eine Diskussion aus, die in eine ganz andere Richtung ging.

Kaufland-Mitarbeitern steht auf Waren - „absolut unhygienisch“, findet eine Kundin

Man kauft sich beim Bäcker ein Brötchen und in einem unachtsamen Moment fällt das Gebäck aus der Hand und auf den Boden. Wenn man dann noch in einer Großstadt wie der Landeshauptstadt Stuttgart unterwegs ist, wo oftmals viel los ist, kann es mitunter sogar vorkommen, dass jemand auf das am Boden liegende Brötchen tritt. Allerspätestens dann will man das Gebäckstück gang bestimmt nicht mehr essen. Die Kaufland-Kundin hatte beim Anblick der Mitarbeiterin, die mit Schuhen im Kühlregal stand, möglicherweise einen ähnlichen Gedanken.

„Die Regalauffüller bei Käse, Butter usw. stehen mit ihren Füßen in der Kühlvitrine drinnen“, schrieb sie auf Facebook. „Das ist absolut unhygienisch und entspricht nicht den Unfallverhütungsvorschriften.“ Unfallverhütungsvorschriften sind im Sozialgesetzbuch festgehalten. Die Kaufland-Kundin meinte wohl, dass die Mitarbeiterin aus Versehen auf die Produkte treten und sie so beschädigen könnte.

In dem von der Kundin geposteten Bild ist jedoch nicht ersichtlich, ob die Kaufland-Mitarbeiterin überhaupt auf Ware oder nur auf einem leeren Abschnitt im Regal steht. Zudem könnte man annehmen, die Mitarbeiterin habe sich in die Theke gestellt, um auch die oberste Warenreihe in dem Regal erreichen zu können.

Kaufland: „Wir möchten uns für den Vorfall entschuldigen“

Die Supermarktkette Kaufland reagierte auf Facebook auf die Beschwerde der Kundin. „Uns ist es natürlich sehr wichtig, dass Hygienevorschriften eingehalten werden und die Sicherheit unserer Kollegen, sowie der unserer Kunden gegeben ist“, schrieb das Unternehmen. „Es tut uns daher sehr leid und wir möchten uns für den Vorfall stellvertretend entschuldigen.“ Laut der Kaufland-Antwort handelt es sich bei dem Verhalten der Mitarbeiterin also nicht um eine normale Handlung im Arbeitsalltag. Eine Facebook-Nutzerin sieht das Ganze dagegen gar nicht so kritisch. „Übertreib mal nicht“, schrieb sie auf der Facebook-Seite von Kaufland. „Die Ware ist verpackt, die isst du ja wohl nicht mit!“

Andere Nutzer stören sich bei der Beschwerde der Kundin jedoch an einem ganz anderen Umstand. „Ungefragt Fotos fremder Menschen ins Netz stellen widerspricht im Übrigen auch so einigen Vorschriften“, schrieb einer. „Und Fotos im Markt machen ist auch nicht erlaubt“, kommentierte ein weiterer. Tatsächlich ist das Fotografieren der Ware für nicht kommerzielle Zwecke in einem Supermarkt erlaubt, solange die jeweilige Hausordnung keine anderen Regeln beinhaltet, heißt es im Blog discounter-produkte.de.

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