Ärger über Preisunterschiede

Kaufland: Kunde empört über Werbe-Aktion - „Ich fühle mich verarscht“

Einkaufswagen stehen vor einer Kaufland-Filiale.
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Ein Kaufland-Kunde ärgert sich über den Werbeprospekt des Vollsortimenters.
  • Berkan Cakir
    VonBerkan Cakir
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Ein Werbeprospekt von Kaufland sorgt bei einem Kunden für Verärgerung. Das Problem bemerkt er erst, nachdem er gezahlt hat.

Neckarsulm - Für Supermärkte ist der Werbeprospekt, der wöchentlich im Briefkasten landet, ein Erfolg versprechendes Marketing-Mittel: Mit Schnäppchenpreisen locken Discounter wie Lidl oder Vollsortimenter wie Kaufland ihre Kunden in die Filialen. Im besten Fall kaufen die Kunden dann nicht nur die beworbenen Produkte, sondern füllen darüber hinaus den Einkaufswagen auch mit zahlreichen anderen Waren aus dem Sortiment.

Kunden verlassen sich dabei auf Werbe-Prospekte - und empören sich, wenn sie sich in irgendeiner Form nicht auf die Angaben verlassen können. Das zeigte zuletzt der Fall eines Kaufland-Kunden, der ein Foto aus einer Filiale postete. Darauf zu sehen: Leere Regale. Offenbar waren zahlreiche Produkte, die im Prospekt beworben wurden, nicht mehr erhältlich.

Kaufland-Kunde verwirrt: Rabatt-Aktion gilt nicht für alle Sorten

Ein ähnliches Erlebnis machte nun ein Kunde, der bei einem Angebot für den Energy-Drink „28 Black“ zuschnappen wollte. Von 1,49 Euro auf 99 Cent war die Dose laut Prospekt heruntergesetzt. Allerdings bemerkte der Kunde kurz nach dem Einkauf, dass er letztlich weitaus mehr gezahlt hatte. Ein Blick auf den Kassenzettel zeigt: Er kaufte 14 Stück und zahlte 1,49 Euro pro Dose.

Streng genommen hätte er damit rechnen können. Denn er kaufte nicht die Sorte, die auf dem Foto im Prospekt abgebildet war, sondern die zuckerfreie Variante, das „gesündestes Produkt“, wie der Kunde auf Facebook es nennt. Zudem weist er aber darauf hin: „Welcher Praktikant hat da geschlafen? Es steht explizit geschrieben, verschiedene Sorten, und da kann ich als Verbraucher schon davon ausgehen, dass auch die zuckerfreie Variante dabei ist. Ich fühle mich als Kunde verarscht, um das Kind mal beim Namen zu nennen.“

Kaufland: Immer wieder Ungereimtheiten bei Werbeprospekten

Das Unternehmen entschuldigte sich für das Missverständnis, gab jedoch dem Kunden gegenüber, der tiefer in die Tasche greifen musste als erhofft, keine Auskunft darüber, wie es sich mit solchen Angeboten verhält.

Schon einmal gab es Ungereimtheiten beim Werbeprospekt. Ein Kaufland-Kunde zeigte sich irritiert über die Preise. In zwei unterschiedlichen Prospekten wurde ein und dasselbe Produkt für unterschiedliche Preise angeboten. Die Preisunterschiede hingen in dem Fall aber damit zusammen, dass es sich dabei um Filialen in verschiedenen Regionen handelte.

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