Hygieneregeln nicht eingehalten?

„Absolute Katastrophe“: Kaufland-Kundin entsetzt, weil in Filiale sämtliche Corona-Regeln ignoriert werden

Eine Kundin kauf im Supermarkt ein.
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Schockiert beobachtete eine Kaufland-Kundin die Vorgänge in einer Filiale.
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Bei einem Einkauf in einer Kaufland-Filiale traut eine Kundin ihren Augen nicht: Vor den Regalen drängen sich Kunden ohne Abstand und die Mitarbeiter tragen die Maske unter dem Kinn.

Neckarsulm - Seit fast zwei Wochen meldet das Robert-Koch Institut (RKI) eine steigende Inzidenz in Deutschland. Selbst, wer geimpft ist, kann sich weiterhin mit dem Coronavirus infizieren und andere anstecken. In Bus und Bahn herrscht daher weiter Maskenpflicht - ebenso beim Einkaufen. Neben Bürgern, die die Hygiene-Maßnahmen nach wie vor ernst nehmen, gibt es aber auch solche, die sich jetzt weniger aus Mundschutz und Co. machen. Geschockt beobachtete eine Kundin von Kaufland, wie sich andere Kunden und Mitarbeiter einer Filiale hinsichtlich Abstand und Maskenpflicht offenbar völlig gleichgültig verhielten.

„Unglaublich, wie viele Menschen in diesem Laden waren“, schreibt die Kundin auf der Facebook-Seite von Kaufland. „Viele Familien, oft drei bis vier Personen mit nur einem Wagen. Keiner hält Abstand, jeder drängelt sich - inklusive Körperkontakt - an die Ware. Ich habe mindestens drei Kaufland-Mitarbeiter gesehen, die ihre Maske unter der Nase oder sogar unter dem Kinn trugen...Unfassbar!“

Kaufland-Kundin empört: „Kein Wunder, dass die Zahlen wieder steigen“

Schon vor Ort habe sie versucht, die anderen Kunden auf den Abstand hinzuweisen, beteuert die Verfasserin des Beitrags. Dafür habe sie jedoch „nur einen blöden Spruch“ bekommen. Auch die Kassiererin habe auf ihre Beschwerde lediglich „mit einem Schweigen und Augenbrauen hochziehen“ reagiert. „Eine absolute Katastrophe“, resümiert die Kundin. „Kein Wunder, dass die Zahlen wieder steigen, wenn das Hygienekonzept so null geachtet wird.“ Ebenso hätte sich die Kundin eine Durchsage gewünscht, die die Kunden daran erinnert, an die Regeln zu denken, schreibt sie.

Kaufland reagierte auf die Kritik und entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten. Die Supermarkt-Kette verwies die Kundin an das Kundenmanagement. Dabei ist es nicht das erste Mal, dass soziale Netzwerke wie Facebook zur Anlaufstelle für enttäuschte Kunden werden. Immer häufiger werden die Plattformen genutzt, um Frust abzubauen. Insbesondere in der Corona-Pandemie schienen die Beschwerden zuzunehmen.

Kaufland: Beschwerde kein Einzelfall - auch dm geriet ins Visier der Kritiker

Ob Verkäufer in Läden ihre Maske richtig trugen, beschäftigte in den vergangenen Monaten viele Kunden. Wenn jemand gesichtet wurde, der den Mundschutz nicht ordnungsgemäß aufgezogen hatte, wurde das häufig unmittelbar im Netz angeprangert. Auf Twitter zeigte sich kürzlich ein Kunde entsetzt über Kaufland-Mitarbeiter, die seiner Meinung nach ungeeignete Masken trugen. Eine Kundin von dm warf den Mitarbeitern der Drogerie sogar vor, sie könnten ihr Kind anstecken - da sie ihres Erachtens nicht die richtige Maske trugen.

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