Onlinekauf wird zur Enttäuschung

Kaufland-Kunde fühlt sich bei Bestellung im Onlineshop betrogen - „das ist Beschiss“

Eine Filiale von Kaufland in Berlin.
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Kaufland: Ein Kunde wirft Kaufland Betrug auf dessen Online-Verkaufsplattform vor (Symbolbild).
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Eigentlich wollte ein Kaufland-Kunde nur eine Bestellung online aufgeben. Dann wurde es für ihn nervig.

Neckarsulm - Das Warenangebot bei der Supermarktkette Kaufland ist groß. Kunden müssen jedoch nicht in die Filiale vor Ort, um einzukaufen. Auch online bietet der Händler aus Baden-Württemberg eine Vielzahl von Artikeln an. Im Zuge der Übernahme von rund 90 ehemaligen Real-Filialen durch den Händler Kaufland hat letzterer auch die Onlineplattform von Real übernommen. Der bisherige Online-Marktplatz real.de ist seither unter kaufland.de zu finden.

Mit mehr als 5.000 Anbietern gehört die Seite von Kaufland inzwischen zu den größten deutschen Online-Marktplätzen. Doch auf der Seite scheint nicht alles rundzulaufen, wie ein Kunde nun aufdeckt. Er beschwert sich auf Facebook über das Vorgehen auf der Plattform - und wirft Kaufland sogar Betrug vor.

Kunde wirft Kaufland Betrug vor - „Was ist das für ein Beschiss?“

Die Plattform wurde schon anderen Kunden zum Verhängnis. Denn unter dem Onlineangebot von Kaufland findet sich nicht nur der Händler selbst, sondern auch zahlreiche externe Anbieter. Gewährleistungen, Widerrufsrechte oder ähnliches bieten diese häufig nicht an. Vor Betrugsmaschen sind Kunden da kaum geschützt. Im Fall des genannten Kaufland-Kunden sorgte eine Stornierung vonseiten des Händlers für Ärger.

Wie der Mann auf Facebook schreibt, hat er über kaufland.de einen Artikel bestellt, anschließend auch eine Kaufbestätigung sowie Rechnung erhalten. Einen Tag später dann die Enttäuschung: Der Artikel wurde vom Händler storniert. Der Kunde findet den Artikel auf der Plattform wieder - allerdings deutlich teurer als zuvor. „Mal ganz ehrlich, was ist das für ein Beschiss?“, regt er sich auf Facebook auf und schimpft weiter: „Kleine Info an euch: Das ist Betrug.“

Kaufland reagierte auf die Beschwerde des Mannes. Die Erklärung des Händlers: „Bei Vorkasse-Bestellungen kommt es zu Stornierungen, wenn der Artikel von dem ausgewählten Verkäufer nicht mehr angeboten wird. Der Artikel ist dann zwar weiterhin auf unserem Online-Marktplatz zu finden, allerdings dann von einem anderen Verkäufer und zu dessen Preis“, schreibt Kaufland. Daher werde in diesen Fällen die Vorkasse-Bestellung storniert, das Geld zurückgezahlt. Dies könne jedoch einige Tage in Anspruch nehmen, so Kaufland.

Kaufland: Kunden kritisieren Umbau von Real in Kaufland-Märkte

Auf verschiedenen Social-Media-Plattformen kommt es immer wieder zu Beschwerden über die Supermarktkette Kaufland, die wie der Discounter Lidl zur Schwarz Gruppe gehört. So kritisierte ein Kunde den Umbau einer ehemaligen Real-Filiale zu einem Kaufland-Markt. „Aus meinem Supermarkt ist ein Discounter geworden, der neu schon schäbig - und dazu teuer ist“, bemängelte der Kunde in einem Tweet.

Negativschlagzeilen machte Kaufland zuletzt auch wegen eines fragwürdigen Angebots. In einigen Filialen stehen rechtsextremistische Zeitschriften zum Verkauf. Kunden zeigten sich entsetzt über die Nazi-Hefte bei Kaufland.

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