Personalisierte Angebote

Kaufland: Real-Übernahme war nur erster Schritt eines viel größeren Plans

Eine Kunden steckt bei Kaufland Bananen in eine Tüte.
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Kaufland will Kunden noch stärker an sich binden.
  • Valentin Betz
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Kundenbindung ist für Supermärkte wichtig. Kaufland startet dafür jetzt ein eigenes System. Dem Discounter kommt dabei die Real-Übernahme zugute.

Neckarsulm - In Deutschland konkurrieren diverse Supermarktketten um die Vormachtstellung. Dazu gehören auch Unternehmen aus Baden-Württemberg. Immer wieder lassen sich die Konkurrenten Ideen einfallen, um Verbraucher für sich zu gewinnen - Kundenbindung heißt das Stichwort.

Die Supermarktkette Kaufland mit Sitz in Neckarsulm ist da keine Ausnahme. Das Unternehmen gehört zur Schwarz-Gruppe, in deren Führungsetage zuletzt viel Bewegung war. Der neue Chef von Kaufland will die Filialen völlig umkrempeln. Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, plant der Discounter jetzt eine weitere Innovation. Das sogenannte Loyalty System „Kaufland Card“ soll Verbraucher stärker an die Supermarktkette binden. Dabei hilft auch die Real-Übernahme.

„Kaufland Card“: Software ermöglicht personalisierte Angebote

Laut der Lebensmittelzeitung geht es bei der „Kaufland Card“ darum, Kundendaten auszuwerten, um personalisierte Angebote erstellen zu können. Kaufland kommt dabei auch die Übernahme des Onlineshops von Real zugute, der als große Datenquelle dienen könnte. Voraussetzung dafür ist natürlich die Zustimmung des Kunden.

Das Loyalty System soll noch Ende Oktober in Deutschland eingeführt werden. Aktuell führt Kaufland aber noch „einen ersten Test unseres zukünftigen Vorteilsprogramms für Kunden in ausgewählten Filialen“ durch, so Kaufland gegenüber der Lebensmittelzeitung.

Kaufland testet Loyalty System: Angebot in Osteuropa bereits gestartet

Der Test in Deutschland ist allerdings nicht der Start für die „Kaufland Card“. In Osteuropa fühlt Kaufland seinen Kunden diesbezüglich schon länger auf den Zahn, beispielsweise in Rumänien. Dort holte sich der Discounter schon 2019 die Erlaubnis, per App oder E-Mail„weitere Informationen und Angebote zu Produkten und Dienstleistungen, die zu Ihren Einkaufsmustern passen“ zu senden. Bislang ist das Angebot in den Testregionen sehr beliebt, sechs Millionen Nutzer hat die „Kaufland Card“ bereits.

Wenn das Verhalten aus Osteuropa auch auf Deutschland übertragen werden soll, wird es die „Kaufland Card“ wohl sowohl als App-Version als auch als Plastikkarte geben. Trotz einiger wenig technikaffiner Kunden „bevorzugt die Mehrheit der Kunden die digitale Version in der App“, heißt es vonseiten des Discounters.

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