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Kaufland als wichtigste Marke ausgezeichnet – dank eines heftig kritisierten Angebots

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Von: Nadja Pohr

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Das Logo einer Kaufland Filiale an einem Mast.
Kaufland zählt zu den am stärksten gewachsenen und relevantesten deutschen Marken im Netz (Symbolbild). © KJPeters/IMAGO

Der Online-Marktplatz von Kaufland wurde ausgezeichnet und macht das Unternehmen zur wichtigsten Marke. Dabei wurde das Angebot in letzter Zeit häufiger stark kritisiert.

Neckarsulm - Das Coronavirus hat gezeigt, wie wichtig die Angebote im Internet werden. Umso bedeutsamer wird es auch für Discounterketten wie Lidl und auch andere große Supermärkte auch Online ein breites Sortiment anbieten zu können. Oder wie der Drogeriemarkt dm, durch Lieferungen per Lastenrad einen ganz besonderen Service zu schaffen.

Der Lebensmittelhändler Kaufland wurde für seinen Online-Service nun von der Daten-Plattform „Similarweb“ ausgezeichnet. Über 100 Millionen Webseiten und mehr als 4,7 Millionen Apps haben die Experten aus den Bereichen Web Analytics, Data-Mining und Business Intelligence ausgewertet. Am Ende überzeugte Kaufland und landete durch seinen Online-Marktplatz bei den „Digital 100“ auf Platz eins in der Kategorie „Lebensmittel“.

Online-Marktplatz von Kaufland ist umstritten

Wie Echo24* berichtet, ist die Auszeichnung eine Überraschung für den Supermarkt-Riesen. Auf dem Online-Marktplatz von Kaufland wird nicht nur das breite Sortiment der Filialen angeboten, sondern auch 7.000 externe Händler können ihre Ware dort einstellen. Das sorgte zuletzt häufig auch für fragwürdige Angebote auf Seite: Kaufland-Kunden wurden dort unter anderem völlig überteuerte Möbel angeboten oder entdeckten ein Produkt, dessen Verkauf in Deutschland verboten ist.

Ein Kinder-Gartenstuhl wird zum Verkauf auf dem Online-Marktplatz von Kaufland angeboten.
Ein Kaufland-Kunde zeigt sich verwirrt über den hohen Preis für den Stuhl. © Offizielle Facebook-Seite von Kaufland/Screenshot

Umstritten war zuletzt auch das Inserat für eine Playstation 5 für über 800 Euro. Im Internet sorgte das Angebot für einen Sturm der Entrüstung. Kaufland distanzierte sich daraufhin von der Anzeige und stellte klar, dass diese Ware nicht vom Unternehmen selbst, sondern einem externen Händler eingestellt wurde.

Kaufland-Kunden wünschen sich anderes Angebot

Den Online-Marktplatz hat die Schwarz-Gruppe durch die Übernahme von Real in das eigene Angebotsportfolio aufgenommen. Kaufland gehört deshalb zu den am stärksten gewachsenen und relevantesten deutschen Marken im Netz. Der Online-Marktplatz zählt monatlich rund 32 Millionen Besucher - davon profitieren auch die externen Marktplatzhändler. Kaufland-Kunden wünschen sich dennoch lieber ein anderes Angebot, dass sie zuvor in den Real-Filialen nutzen konnten: die Payback-Karte. Sie würden dafür sogar lieber einen Umweg fahren und zur Konkurrenz gehen, statt zu Kaufland, wie in den sozialen Medien zu lesen ist. *BW24 und Echo24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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