Neues Infektionsschutzgesetz

3G im Supermarkt: Neue Corona-Regeln gelten jetzt auch bei Kaufland

Viele Real-Kunden sind nach der Übernahme durch Kaufland von ihrem Markt enttäuscht
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Für Mitarbeiter der Supermarktkette Kaufland gelten die 3G-Regeln. Kunden dürfen hingegen weiterhin die Läden betreten, egal ob ungeimpft oder ohne Test.
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Die Bundesregierung will mit dem neuen Infektionsschutzgesetz einen weiteren Anstieg der Coronazahlen verhindern. Die Regeln greifen auch in Supermärkten wie Kaufland.

Stuttgart/Neckarsulm - Aufgrund steigender Coronazahlen ziehen viele Bundesländer nun die Notbremse. Auch in Baden-Württemberg gilt seit dem 17. November die Alarmstufe. Heißt: In vielen Bereichen gilt seither 2G, nur noch Geimpfte und Genesene können dadurch am öffentlichen Leben teilnehmen. Ungeimpfte unterliegen vielen Einschränkungen, dürfen zum Beispiel nicht mehr in Innenräume von Restaurants.

Am Dienstag (23. November) hat die baden-württembergische Regierung eine weitere und neue Corona-Verordnung beschlossen, da die Infektionszahlen weiterhin dramatisch ansteigen. Diese gilt seit Mittwoch (24. November). Die „Alarmstufe 2“ bringt in vielen Bereichen die „2G-Plus“-Regel mit sich. Heißt: Der Zugang ist etwa bei körpernahen Dienstleistungen nur für Geimpfte oder Genesene gestattet, die zusätzlich einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorweisen können.

Im Einzelhandel gilt in Baden-Württemberg 2G; shoppen ist somit nur noch für Geimpfte und Genesene möglich. Bisher waren Supermärkte von den strengen Auflagen ausgenommen. Die Supermarktkette Kaufland zieht nun jedoch Konsequenzen aus den steigenden Coronazahlen.

Neues Infektionsschutzgesetz ab heute in Kraft: Auch Kaufland-Mitarbeiter betroffen

Im Zuge des bundesweit geltenden neuen Infektionsschutzgesetzes, das am 24. November in Kraft getreten ist, gilt 3G fortan auch am Arbeitsplatz - und somit auch für alle Mitarbeiter von Kaufland, wie Merkur* berichtet. 3G auf der Arbeit hatten Wirtschaftsverbände schon länger gefordert. Wer nicht nachweisen kann, dass er oder sie geimpft oder genesen ist, muss ab sofort täglich einen negativen Coronatest vorweisen.

Bis dato betrafen die Coronaregeln in Supermärkten und Discountern vor allem die Kunden. Durch das neue Infektionsschutzgesetz rücken nun auch die Mitarbeiter in den Fokus. Wer keinen 3G-Nachweis erbringt, darf ab sofort nicht mehr arbeiten. Da in Betrieben wie Supermärkten oder Discountern kein Homeoffice möglich ist, können Supermarktangestellte ohne 3G-Nachweis folglich nicht mehr arbeiten.

Kaufland greift hierbei durch. „Aufgrund der aktuellen Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes ist der Zutritt zur Arbeitsstätte ausschließlich Beschäftigten mit 3G-Status erlaubt“, teilte das Unternehmen der Schwarz-Gruppe auf Nachfrage von Merkur mit. Und weiter: „Wir orientieren uns grundsätzlich an den Verordnungen der Bundesländer, den jeweiligen regional gültigen Allgemeinverfügungen sowie der Corona-Arbeitsschutzverordnung und setzen diese entsprechend um.“

3G-Regel bei Kaufland nur für Mitarbeiter - ungeimpfte Kunden erhalten weiterhin Zutritt

Auch wenn die 3G-Regelung den Schutz vor Ansteckungen am Arbeitsplatz gewährleisten soll - das Risiko, sich dort dennoch zu infizieren, ist für die Kaufland-Mitarbeiter trotzdem hoch. Denn anders als die Angestellten unterliegen Kunden nicht der 3G-Regelung. Eine 2G-Regelung für Kunden ist allerdings rechtlich nur schwierig bis gar nicht umsetzbar, berichtet Merkur. Da Discounter und Supermärkte zur Grundversorgung zählen, darf auch Ungeimpften oder Nicht-Getesteten der Zutritt hierzu nicht verwehrt werden.

Die steigenden Coronazahlen wirken sich auch auf weitere Bereiche des öffentlichen Lebens aus. So werden in Baden-Württemberg bereits zahlreiche Weihnachtsmärkte abgesagt, unter anderem, weil den Märkten ein Verbot droht. Auch in der Landeshauptstadt Stuttgart wurde der Markt bereits gestrichen, was einen harten Schlag für die Betreiber darstellt. Die Stimmung der Budenbesitzer ist durch die Absage im Keller. *Merkur ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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