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„Leistung muss anerkannt werden“: Mindestlohn steigt noch 2022 so hoch wie nie

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Von: Robin Dittrich

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Millionen Arbeitnehmer werden diese Nachricht der Bundesregierung feiern: Der gesetzliche Mindestlohn steigt 2022 an. Was sich jetzt ändert.

Berlin – Millionen deutsche Verbraucher wird diese Nachricht der Bundesregierung überaus erfreuen: Der gesetzliche Mindestlohn steigt ab dem 1. Oktober 2022, wie 24hamburg.de berichtet. Davon sollen mehr als sechs Millionen Menschen profitieren. Auch die Mini-Job-Grenze steigt an. Alle Informationen bezüglich der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns erhalten Sie hier.

Land:Deutschland
Regierung:Ampelregierung (SPD, Grüne, FDP)
Im Amt seit:2021
Im Amt bis:2025

Der gesetzliche Mindestlohn steigt ab 1. Oktober 2022 auf 12 Euro an

Ganz zufrieden scheinen deutsche Verbraucher mit der aktuellen Bundesregierung nicht zu sein. In einer landesweiten Umfrage der Insa gaben fast zwei Drittel der Deutschen an, insbesondere unzufrieden mit der Arbeit von Bundeskanzler Olaf Scholz zu sein. Die Ampelregierung um SPD, Grüne und FPD vermeldete jetzt jedoch eine für viele Menschen erfreuliche Nachricht: Der gesetzliche Mindestlohn steigt ab dem 1. Oktober 2022 an. Zukünftig soll der Mindestlohn bei 12 Euro pro Stunde liegen – deutlich höher als noch im letzten Jahr.

Der gesetzliche Mindestlohn steigt ab dem 1. Oktober 2022 stark an – auch Mini-Job-Grenze geht nach oben.
Der gesetzliche Mindestlohn steigt ab dem 1. Oktober 2022 stark an – auch Mini-Job-Grenze geht nach oben. © Fernando Gutierrez-Juarez/Jonas Walzberg/dpa

Zu Beginn des Jahres 2022 lag der gesetzliche Mindestlohn noch bei 9,82 Euro. Im Laufe des Jahres wurden dann erstmals die zehn Euro geknackt, ab Oktober soll er dann bei 12 Euro pro Stunde liegen. Eine solch starke Erhöhung gab es in der Geschichte des Mindestlohns noch gar nicht. Den gesetzlichen Mindestlohn gibt es in Deutschland seit 2015, damals lag er noch bei 8,50 Euro. Ein solch enormer Gehaltssprung stellt für viele Verbraucher in Deutschland „möglicherweise den größten Lohnsprung in ihrem Leben dar“ sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil.

Mindestlohn 2022 auf 12 Euro: Der Mindestlohn steigt so stark wie nie: „Leistung muss anerkannt werden“

Heil verpackte die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns mit der Anerkennung für geleistete Arbeit: „Ein armutsfreier Mindestlohn ist eine Frage der Leistungsgerechtigkeit und des Respekts vor ehrlicher Arbeit.“ Eine so starke Erhöhung auf 12 Euro war aufgrund extrem gestiegener Kosten für Storm, Gas, Benzin und Lebensmittel unumgänglich geworden. Viele deutsche Verbraucher konnten sich das alltägliche Leben schlichtweg nicht mehr leisten: „Wir wollen die Kaufkraft stärken und geben einen wichtigen Impuls für die wirtschaftliche Erholung.“

JahrGesetzlicher Mindestlohn in Euro pro Stunde
20158,50
20168,50
20178,84
20188,84
20199,19
20209,35
20219,60
202212,00

12 Euro Mindestlohn: Doppelter Grund zur Freude – Gehaltsgrenze für Minijobber steigt

Minijobber können sich gleich doppelt freuen. Neben der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns erhöht sich auch die Mini-Job-Grenze auf 520 Euro, damit eine Wochenarbeitszeit von zehn Stunden zum Mindestlohn möglich ist. Auch sogenannte Midi-Jobber profitieren: Dort steigt die Höchstgrenze von monatlich 1300 auf 1600 Euro an. Betroffen von der Erhöhung des Mindestlohns werden rund 22 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse sein, also rund sechs Millionen Menschen – vor allem Mini- und Teilzeitjobs sowie Neueinsteiger: „Leistung muss anerkannt und Arbeit gerecht bezahlt werden“, so Heil.

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